Das Institut für Restaurierung und Konservierung (CICS) der Technischen Hochschule Köln (Prof. Dr. Regina Urbanek / Prof. Dr. Susanne Wegmann) und das Institut für Kunstgeschichte der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (Prof. Dr. Eckhard Leuschner) veranstalten – gefördert von der TÜV Rheinland Stiftung – eine interdisziplinäre Summer School zum Thema „Tilman Riemenschneider im Kontext“.
Ziel der Summer School ist es, Tilman Riemenschneider in seinem spätmittelalterlichen Umfeld zu verorten und sein Werk im Austausch mit künstlerischen, technologischen und regionalen Entwicklungen neu zu diskutieren. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Transferprozessen und Vergleichsperspektiven zwischen dem Raum Würzburg/Unterfranken und dem Kölner bzw. niederrheinischen Kunstraum.
Die Summer School findet an zwei Standorten (Würzburg und Köln) statt und umfasst Exkursionen und Besichtigungen vor Ort. Geplant sind u. a. Besuche im Museum für Franken und im Museum am Dom (Würzburg), in der Magdalenenkirche in Münnerstadt, in St. Nikolaus und Katharina in Steinach, in Rothenburg ob der Tauber sowie im Museum Schnütgen (Köln), im Kölner Dom und in St. Nikolai in Kleve.
Willkommen sind Beiträge u. a. zu folgenden Themengebieten:
- Kunsttechnologische Fragestellungen zu Monochromie, Polychromie, Fass- und Ziertechniken
- Restaurierungs- und Forschungsgeschichte (z. B. Abnahme von polychromen Fassungen)
- Werkstattkooperationen
- die Rolle der Fassmaler im Umfeld Riemenschneiders
- Werke im Umkreis Riemenschneiders und Ausstattungskomplexe
- Auftraggeber und Auftraggeberschaft in den angesprochenen Regionen
- die Werke im Kontext des liturgischen Handelns sowie ihre Verortung und Bedeutung im Sakralraum
- Vergleiche der Kunstregionen (Würzburg/Unterfranken – Köln/Niederrhein)
- Rezeptions- und Wirkungsgeschichte
- Intermedialität und Materialität als Perspektiven auf die Werke Riemenschneiders und seines Umfeldes
Die Teilnehmenden stellen ihre Projekte und Forschungsideen in Form von Impulsreferaten (ca. 15 Minuten) vor. Die Beiträge sollen ein klar umrissenes Forschungsproblem präsentieren und zur gemeinsamen Diskussion anregen. Sie können sich sowohl auf die im Rahmen der Summer School besichtigten Werke als auch auf andere Objekte oder übergreifende Fragestellungen beziehen. Ein zentrales Anliegen der Summer School ist es, den bislang häufig isoliert betrachteten Bildschnitzer und Bildhauer Tilman Riemenschneider stärker in seinem künstlerischen Netzwerk und in überregionalen Zusammenhängen zu verorten.
Die Summer School richtet sich an Nachwuchswissenschaftler:innen und etablierte Forscher:innen aus der Kunstgeschichte, Geschichte, Kunsttechnologie, Konservierung/Restaurierung, Theologie sowie angrenzenden Disziplinen. Die Kurssprache ist überwiegend Deutsch; Beiträge können jedoch auch in englischer Sprache eingereicht und präsentiert werden. Fahrt- und Übernachtungskosten werden übernommen (im Rahmen der verfügbaren Mittel; für An- und Abreisen aus dem Ausland kann lediglich ein Zuschuss gewährt werden). Die An- und Abreise ist von den Teilnehmenden selbst zu organisieren.
Bewerbungen werden in Form eines Abstracts (ca. 3000 Zeichen inkl. Leerzeichen) sowie eines Lebenslaufs erbeten. Einsendeschluss ist der 15. Mai 2026. Bitte senden Sie Ihre Unterlagen an: susanne.wegmannth-koeln.de
Quellennachweis:
ANN: Summer School: Tilman Riemenschneider im Kontext (Würzburg/Köln, 14-18 Sep 26). In: ArtHist.net, 11.04.2026. Letzter Zugriff 11.04.2026. <https://arthist.net/archive/52191>.