CONF 21.02.2023

Kirche weitergebaut XIII: Neue Trauerorte (Schwerte, 27 Mar 23)

Katholische Akademie Schwerte, Bergerhofweg 24, 58239 Schwerte, 27.03.2023
Anmeldeschluss: 13.03.2023

Stefanie Lieb

Neue Trauerorte. Kirchenkolumbarien und mehr.

Das Modell „Kirchenkolumbarium“ für umzunutzende Kirchengebäude ist inzwischen in Westdeutschland ein anerkanntes und weit verbreitetes Konzept im Rahmen der Entstehung neuer Orte der Trauerpastoral. Die Kirche St. Josef in Aachen, umgebaut zur Urnenkirche vom Architekturbüro Hahn Helten 2006, steht am Beginn dieser neuen Entwicklung und markiert einen „Prototyp“, der inzwischen viele Nachfolger gefunden hat. Allein im Bistum Aachen sind seitdem über zwölf neue Kirchenkolumbarien entstanden. Aber auch in anderen Regionen Nordrhein-Westfalens, wie z.B. im westfälischen Raum, etablierte sich dieser Umbautypus der Urnenkirche, so z.B. bei der Liebfrauenkirche in Dortmund (Staab Architekten) oder jüngst bei der Christuskirche in Marl, umgebaut durch das Büro Deen Architekten aus Münster. Neben dieser baulich aufwendigen Gestaltung einer Kirche zu einem neuen Trauerort gibt es auch kleiner dimensionierte pastorale Impulse für neue Friedhofsgestaltungen oder künstlerische Interventionen als trauerbegleitende Formate, die im Rahmen der Tagung vorgestellt werden sollen.

In der zweiteiligen Veranstaltung soll zunächst in einem Workshop am Vormittag zusammen mit dem Kooperationspartner TRANSARA (DFG-Forschungsgruppe zu Sakralraumtransformation, FOR 2733) der Forschungsansatz zum Transformationsmodell „Kirchenkolumbarium“ mit einem Interview des Architekten Ulrich Hahn (Aachen) vorgestellt sowie aus den Untersuchungsräumen Aachen und Leipzig berichtet werden. Eine Schilderung über neue Ansätze von Trauerpastoral im Erzbistum Paderborn und eine Arbeit in Kleingruppen beschließen den Workshop. Im Tagungsteil am Nachmittag stehen als Referent:innen Dr. theol. Antje Mickan (TU Braunschweig) zum Thema „Bestattungsräume als Erinnerungsräume“, Madeleine Dietz als Künstlerin des Sepulkralen, das Architekturbüro Ringelhan für die Planung zur Aussegnungshalle in Wenden und Deen Architekten zum Kolumbarium Christuskirche in Marl auf dem Programm.

Programm
09:30 Uhr Stehkaffee

10:00 Uhr Begrüßung, Einführung
Prof. Dr. Stefanie Lieb

10:15-11:00 Uhr Der Prototyp „Kirchenkolumbarium“ – historische Herleitung und Interview mit Architekt Prof. Dipl.-Ing. Ulrich Hahn (Aachen), Prof. em. Dr. Albert Gerhards, DFG-Forschungsgruppe TRANSARA

11:00-11:15 Uhr Kaffeepause

11:15-12:00 Uhr Gedanken zur Trauer und Trauerorten im Erzbistum Paderborn:
- Irmtrud v. Plettenberg, Gemeindereferentin für Trauerbegleitung „Kolumbariumskirche Siegen“
- Pastor Andreas Kreutzmann, Diözesanbeauftragter für die Ständigen Diakone, Trauerbegleiter
- Dipl.-Ing. Carmen Matery-Meding, Diözesanbaumeisterin

12:00-12:45 Uhr Arbeit in Kleingruppen zu ausgewählten Trauerort-Projekten
Organisation: TRANSARA-Mitarbeitende

12:45-13:00 Uhr Ergebnissicherung der Kleingruppen-Arbeit, Diskussion

13:00-14:00 Uhr Mittagessen

14:00-14:30 Uhr Vortrag
Bestattungsräume als Erinnerungsräume
Dr. theol. Antje Mickan, TU Braunschweig

14:40-15:10 Uhr Vortrag
„Side by side“ – Kunst als Medium des Sepulkralen
Madeleine Dietz, Künstlerin

15:20-15:50 Uhr Vortrag
Die Aussegnungshalle St. Severinus in Wenden
Ringelhan Architekten, Wenden

15:50-16:20 Uhr Kaffeepause

16:20-16:50 Uhr Vortrag
Das Kolumbarium Christuskirche in Marl, 2018
Deen Architekten, Münster

17:00-17:45 Uhr Abschlussdiskussion

18:00-20:00 Uhr Abendimbiss

Anmeldung:
Manuela Siepmann; siepmannakademie-schwerte.de; Tel. 02304-477-153

Teilnahmegebühr: 49,00 €

Die Veranstaltung ist von der Architektenkammer als Fortbildung anerkannt.

Quellennachweis:
CONF: Kirche weitergebaut XIII: Neue Trauerorte (Schwerte, 27 Mar 23). In: ArtHist.net, 21.02.2023. Letzter Zugriff 04.04.2026. <https://arthist.net/archive/38609>.

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