CONF 23.05.2006

Nutzen und Nachteil der Zeitgenossenschaft (29.-30.6.2006)

Dr.

zum Paradox einer Historisierung der Gegenwartskunst"

Symposion
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Nutzen und Nachteil der Zeitgenossenschaft -
zum Paradox einer Historisierung der Gegenwartskunst

am 29./30. Juni 2006 in Stuttgart, Konferenzraum der Universitätsbibliothek

veranstaltet vom Institut für Kunstgeschichte in Zusammenarbeit mit dem
Internationalen Zentrum für Kultur- und/ /Technikforschung der
Universität Stuttgart

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Wenn sich die Kunstgeschichte der zeitgenössischen Kunst zuwendet, steht
sie vor der paradoxen Aufgabe, die eigene Gegenwart zu historisieren.
Dabei gilt es, das Spannungsverhältnis von Nähe und Distanz nicht
einseitig aufzulösen: einerseits ist es erforderlich, aus einer Position
der Nähe heraus Distanz zum Gegenstand zu gewinnen; zugleich gilt es,
die eigene Teilhabe am behandelten Phänomen nicht nur als Problem
anzusehen, sondern auch zur Stärke werden zu lassen.

Bis weit ins 20. Jahrhunderts hinein verhielt sich die akademische
Kunstgeschichte relativ abstinent gegen­über der Kunst ihrer jewei­ligen
Gegen­wart. Nach­haltige Wirkung auf die Rezeption der modernen Kunst
übten primär Kunstkriti­ker aus. In den letzten Jahrzehnten haben sich
Kunstgeschichte und Kunstkritik einander angenähert, die zeitgenössische
Kunst wird zunehmend zum Gegen­stand universitärer For­schung und Lehre.
Das Symposion reflektiert die theoretischen und metho­dologi­schen
Probleme, die daraus erwach­sen, dass eine genuin historische
Wissen­schaft sich zeit­genös­sischen Phänomenen zuwendet. Eine
Kunstgeschichte der Zeitgenossenschaft bedarf einer doppel­poligen
Perspektive, die einen Standpunkt im aktuellen Geschehen einzunehmen und
diesen gleich­zeitig zu reflektieren vermag. Wie kann diese Perspektive
gewonnen werden? Und: Wie haben KunsthistorikerInnen in der
Vergangenheit diese Aufgabe gelöst?

Donnerstag, 29.6.06

9.00 Begrüßung und Einleitung

9.30 Monika Wagner (Berlin)
Distanz und Nähe. Potentiale wechselseitiger Erhellung

/I. Historische "Fälle" kunsthistorischer Zeitgenossenschaft/

11.15 Heinrich Dilly (Halle)
Ernst August Hagen

12.30 Mittagspause

13.30 Beat Wyss (Karlsruhe)
Die Zeitgenossenschaft eines Mediävisten: Meyer Schapiro

14.15 Hubert Locher (Stuttgart)
Beschäftigung mit der Gegenwart als moralischer Imperativ
Zur Kunstgeschichte der Nachkriegszeit von Sedlmayr bis Imdahl

15.30 Kaffeepause

16.00 Richard Hoppe-Sailer (Bochum)
Max Imdahl und die Bochumer Sammlung zur Kunst der Moderne

17.15 Verena Krieger (Stuttgart)
Der Blick der Postmoderne durch die Moderne auf sich selbst
Zur Originalitätskritik von Rosalind Krauss


Freitag, 30.6.06

/II. Zur Un-Möglichkeit von Zeitgenossenschaft -
Kunstwissenschaft zwischen Historisierung und Teilhabe/

9.00 Christian Demand (Nürnberg)
Emphatische Gegenwart: über "Zeitgenossenschaft" als Wertbegriff

10.15 Reinhard Steiner (Stuttgart)
Noch immer - nicht mehr

11.30 Kaffeepause

11.45 Hans Dieter Huber (Stuttgart)
"Für die Moderne sind wir hier nicht zuständig!"
Zeitgenossenschaft und subjektive Kunstgeschichte

13.00 Mittagspause

14.00 Barbara Lange (Tübingen)
Sehen - Wahrnehmen. Bewerten. Zum Verhältnis von Werk und Klassifikation
von Gegenwartskunst durch die Kunstgeschichte

15.15 Peter Schneemann (Bern)
Mapping the Center of the Art World

Anmeldung erforderlich - Teilnahme kostenlos

Information: PD Dr. Verena Krieger kriegerikg.uni-stuttgart.de
<mailto:kriegerikg.uni-stuttgart.de> oder 0711-6858-3563

Anmeldung: Katharina Heisler heislerikg.uni-stuttgart.de
<mailto:heislerikg.uni-stuttgart.de> oder 0711-6858-3560

Quellennachweis:
CONF: Nutzen und Nachteil der Zeitgenossenschaft (29.-30.6.2006). In: ArtHist.net, 23.05.2006. Letzter Zugriff 31.03.2026. <https://arthist.net/archive/28285>.

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