Im Rahmen der Sonderausstellung «Von Buddha bis Picasso – Der Sammler
Eduard von der Heydt» (20.4.–18.8.2013) organisiert das Museum Rietberg
Zürich eine Tagung zum Thema
Sammlungsgeschichte und Provenienzforschung
Erwerbungspolitik im 20. Jahrhundert
Verschiedene Länder wie Amerika, Grossbritannien, Frankreich, Österreich
und Deutschland betreiben seit vielen Jahren Provenienzforschung.
Zahlreiche Referierende präsentieren neue Erkenntnisse aus dem Bereich
der Sammlungsgeschichte und Provenienzforschung.
Die Fragen der Konferenz drehen sich auch um den Umgang von Museen mit
Kunstwerken ungeklärter Herkunft, um die Ausrichtung und Bedeutung von
Museumsarchiven und um Fragen der Sammlungs-, Rezeptions- und
Museumsgeschichte im 20. Jahrhundert.
Ziel der Tagung ist es, den internationalen Austausch zwischen Museen im
Bereich der Provenienzforschung zu fördern. Es ist zu hoffen, dass
Schnittstellen entstehen und Forschungsmethoden und -strategien klarer
herausgearbeitet werden können. Die Konferenz richtet sich auch an ein
allgemeines, interessiertes Publikum.
Teilnahmegebühr
CHF 60 inkl. Verpflegung und Eintritt in die Sonderausstellungen
Anmeldung
Anmeldung per Email an events.rietbergzuerich.ch bis 31. Mai 2013.
Programm
8.30h
Registrierung und Kaffee
9.30h
Begrüssung
Dr. Albert Lutz
Direktor Museum Rietberg
9.40h
Einführung
Esther Tisa Francini, wissenschaftliche Mitarbeiterin Museum Rietberg
9.50h
«Die Zusammenführung von Provenienzforschung und Institutionsgeschichte
an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden»
Prof. Dr. Gilbert Lupfer, Dresden
10.10h
«Die Berlinische Galerie – Ein Museum der Moderne in Berlin. Kontext-
und Provenienzforschung in den Künstler-Archiven der Sammlung»
Wolfgang Schöddert, Berlin
10.40h
kurze Pause
11h
«Oskar Reinharts Bilder aus jüdischen Sammlungen»
Dr. Marc Fehlmann, Winterthur
11.20h
«Emil Bührle und Paul Rosenberg. Ihre Beziehung, dargestellt aufgrund
der Dokumente im Archiv der Stiftung Sammlung E.G. Bührle»
Dr. Lukas Gloor, Zürich
Mittagspause
Moderation: Dr. Vanessa-Maria Voigt, München
13.30h
«Objekte ohne Biographien - im Eingangsbuch des Museums steht nur der
letzte Besitzer»
Dr. Thomas Psota, Bern
13.50h
«Konflikt, Kollaboration und kulturelle Revitalisierung: Drei
Sammlungs-geschichten zwischen Brasilien und der Schweiz»
Dr. Alexander Brust, Basel
14.10h
«Wie Persönlichkeiten museale Sammlungen prägen können. Die Staatliche
Kunsthalle Karlsruhe unter der Leitung von Kurt Martin 1934-1956»
Dr. Tessa Rosebrock, Karlsruhe
14.30h
«Die Staatsgalerie Stuttgart in der NS-Zeit»
Dr. Anja Heuss, Stuttgart
Pause
Moderation: Isabel von Klitzing, Frankfurt am Main
15.30h
«Jenseits von Klimt und Schiele. Zur Provenienzforschung in
österreichischen Museen am Beispiel des Belvedere in Wien»
Monika Mayer, Wien
15.50h
«Provenienzforschung an der Freer and Sackler Galleries in der
Smithsonian Institution»
Laurie Stein, Berlin
16.10h
«Drei Jahre Provenienzforschung am Museum für Kunst und Gewerbe.
Erfahrungen und Ausblicke im Umgang mit fernöstlicher Kunst»
Dr. Silke Reuther, Hamburg
17h
Besuch der Ausstellung
18h
Ende der Veranstaltung
Quellennachweis:
CONF: Sammlungsgeschichte und Provenienzforschung (Zurich, 8 Jun 13). In: ArtHist.net, 22.05.2013. Letzter Zugriff 04.04.2026. <https://arthist.net/archive/5429>.