CONF 13.01.2026

Ecologies of Sculpture (Hannover, 28 Jan 26)

Sprengel Museum Hannover, 28.01.2026

Ursula Ströbele

"Ecologies of Sculptures" ist ein Forschungs- und Ausstellungsprojekt der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK) und des Sprengel Museum Hannover unter der Projektleitung von Carina Plath, Reinhard Spieler und Ursula Ströbele.

Im Zentrum stehen der gegenseitige Austausch und die wissenschaftliche Forschung am Objekt und im Museum. In den Blick genommen werden ökokritische, de-koloniale und materialbezogene Fragestellungen für das erweiterte Feld des Skulpturalen sowie marginalisierte Positionen außerhalb des kunsthistorischen Kanons. Geplant sind für die kommenden Jahre weitere Veranstaltungen, wie Workshops, Screenings und künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum.

"Ecologies" bzw. Ökologien ist bewusst im Plural gesetzt, da es inzwischen "Tausende von Ökologien" gibt: "Ökologien der Empfindung, Wahrnehmung, Erkenntnis, Begierde, Aufmerksamkeit, Macht, Werte, Information, Partizipation, Medien, des Geistes, der Beziehungen, Praktiken, Verhaltensweisen, Zugehörigkeit, des Sozialen, des Politischen […]“. Ausgehend von Erich Hörls konstatierter Pluralität und Bedeutungsverschiebung des Begriffs konzentriert sich unser Forschungsprojekt auf „Ökologien der Skulptur“: Was macht das Spezifische einer Skulptur aus? Woher kommt das Material und welche Infrastrukturen sind ihm inhärent? Welche materialästhetischen Begriffe, etwa Elastizität, Softness und Transkoporalität sind für eine Skulpturgeschichte des 20. Jahrhundert und der Gegenwart fruchtbar? Wie äußern sich genderspezifische Zuschreibungen von bestimmten Materialien, wie Stein, Plastik oder Stoff?

Zur Kick-Off Veranstaltung des neu initiierten Kooperationsprojekts laden wir Sie herzlich ein.
Neben einem Ausstellungsrundgang durch "Niki Kusama Murakami. Love you for Infinity" stellen Lara Conte (Rom) und Marta Smolinska (Poznán) ihre Forschung zu feministischer Skulptur in Italien in den 1960er/1970er Jahren und zu Viskosität als (un)ästhetischer Eigenschaft vor. Im Anschluss gibt es einen Apéro.
Wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen, Fragen und auf gemeinsame Diskussionen.

„Ecologies of sculpture“ ist Teil des „NatureCulture Art Lab“ an der Hochschule für Bildende Künste (HBK) in Braunschweig, gefördert aus dem niedersächsischen Programm „Potenziale strategisch entfalten“ des MWK und der Volkswagen Stiftung (zukunft.niedersachsen).

Programm:

15:30 Uhr Welcome
15:45 Uhr Rundgang durch die Ausstellung Niki Kusama Murakami
16:30 Uhr Pause
17:00 Uhr Ecologies of Sculpture. Eine Einführung
17:30 Uhr Lara Conte (Università Roma Tre): Constellations of feminist sculpture in Italy between the 1960s and 1970s: rethinking the canon through a new ecology of making and listening
18.30 Uhr Marta Smolińska (Magdalena-Abakanowicz-Universität der Künste, Poznań): Viskosität als (un)ästhetische Kategorie
19.30 Uhr Apéro

Quellennachweis:
CONF: Ecologies of Sculpture (Hannover, 28 Jan 26). In: ArtHist.net, 13.01.2026. Letzter Zugriff 13.01.2026. <https://arthist.net/archive/51468>.

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