Carl Justi und die Kunstgeschichte
Internationale Tagung
Carl Justi (1832–1912) war von 1872 bis 1902 drei Jahrzehnte Ordinarius für Kunstgeschichte an der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Aus Anlass seines 100. Todestages am 9. Dezember 2012 veranstaltet das Bonner Kunsthistorische Institut gemeinsam mit der Carl Justi Vereinigung e.V. zur Förderung der kunstwissenschaftlichen Zusammenarbeit mit Spanien, Portugal und Iberoamerika eine Tagung, um das vielfältige Wirken und die wissenschaftliche Ausstrahlung Carl Justis zu bilanzieren. Ziele der Tagung sind die Neubewertung der Arbeiten Justis vor dem Hintergrund der fortgeschrittenen kunsthistorischen Methoden, die Kontextualisierung Justis im zeitgenössischen kunsthistorischen Diskurs, seine Forschungen zur spanischen Kunstgeschichte und die Rezeption Justis im Ausland.
Programm
Freitag 7. Dezember 2012
14:30–14:45 Roland Kanz / Bettina Marten
Begrüßung und Einführung
14:45–15:15 Ute Engel, Mainz
„Maskenfreiheit“ – Carl Justi und die frühe deutsche Barockforschung
15:15–15:45 Sylvaine Hänsel, Münster
Carl Justi und Philipp von Stosch
15:45–16:15 Pause
16:15–16:45 Georg Satzinger, Bonn
Justis Michelangelo
16:45–17:15 Johannes Rößler, Weimar
Alternativen zu Wölfflin. Formanalyse, Ikonologie und Polemik in Carl Justis Beiträgen zu Michelangelo (1900/1909)
17:15–17:45 Martin Warnke, Hamburg
Justi und Warburg
Samstag 8. Dezember 2012
10:00–10:30 Henrik Karge, Dresden
„Eine Interlinearversion gothischer Gedanken in italischem Idiom“ – Künstlerische Hybridformen des spanischen Spätmittelalters in der Sicht Carl Justis
10:30–11:00 Stefan Lorenz, Münster
Im Schatten Hegels und Zellers: Der ästhetische Platon bei A. Ruge und C. Justi
11:00–11:30 Pause
11:30–12:00 Albert Boesten-Stengel, Thorn
Carl Justi als Theologe der Malerei
12:00–12:30 Hans Aurenhammer, Frankfurt
„Wozu also ein Kolleg, würde es da nicht genügen, das Buch von Justi zu lesen?“ – Riegls und Dvo?áks kritische Rezeption von Justis "Velázquez" in Vorlesungen über spanische Malerei (1896–1908)
12:30–14:00 Pause
14:00-14:30 Ernst Osterkamp, Berlin
Carl Justis literarische Portraitkunst. Philipp II., Don Pedro de Mendoza und Margaretha von Österreich
14:30–15:00 Marta Sonius Oliveira, Berlin
„Schöne Sachen sind hier, aus der Glanzzeit Portugals“. Der kulturelle Austausch zwischen Carl Justi und Joaquim de Vasoncelos im Spiegel von Justis Portugalreisen
15:30–17:30
Mitgliederversammlung der Carl Justi Vereinigung e.V.
Sonntag 9. Dezember 2012
10:15–10:45 Grischka Petri, Bonn
Dialog über Velázquez. Carl Justi und die britische Kunstgeschichte
10:45–11:15 David Sánchez, Madrid
Carl Justis Platz in der spanischen Kunsthistoriographie
11:15–11:45 Gisela Noehles-Doerk, Münster
Carl Justi „persönlich“ – Ein bisher unbeachteter Briefwechsel von 1872–1886
11:45 Abschlussdiskussion
12:00–13:00 Zum Ausklang: Umtrunk sub effigie
Veranstalter:
Kunsthistorisches Institut
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Carl Justi Vereinigung e.V. zur Förderung der kunstwissenschaftlichen Zusammenarbeit mit Spanien, Portugal und Iberoamerika, Dresden
Organisation:
Prof. Dr. Roland Kanz | Dr. Bettina Marten
Information und Veranstaltungsort:
Kunsthistorisches Institut, Großer Übungsraum
Regina-Pacis-Weg 1
53113 Bonn
Tel. 0228/73-7292
http://www.khi.uni-bonn.de
http://cjv.file1.wcms.tu-dresden.de
bettina.martent-online.de
r.kanzuni-bonn.de
Gefördert durch:
Gielen Leyendecker Stiftung
Philosophische Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Quellennachweis:
CONF: Carl Justi und die Kunstgeschichte (Bonn, 7-9 Dec 12). In: ArtHist.net, 09.11.2012. Letzter Zugriff 07.04.2026. <https://arthist.net/archive/4182>.