ANN Apr 9, 2024

Material Culture 2.0. (Frankfurt a. M., 26 Apr-5 Jul 24)

Campus Westend, Gebäude Sprach- und Kulturwissenschaften, Hörsaal B, Apr 26–Jul 5, 2024

Mona Freitag

"Material Culture 2.0. Neue Forschungen zur materiellen Kultur des Mittelalters und der frühen Neuzeit im Dialog zwischen Kunstgeschichte und Materialwissenschaften."
Interdisziplinäre Ringvorlesung im Sommersemester 2024.

Freitag, 10-12 Uhr c.t. (Vorlesung) & 14-16 Uhr c.t. (Kolloquium).

Programm:

26.4. – Einführung
Prof. Dr. Hans Peter Hahn (Goethe-Universität, Frankfurt) & Prof. Dr. Sven Dupré (Universität Amsterdam und Utrecht) – Materials and Material Culture: Shared approaches, Differences and Interdisciplinary Perspectives

3.5. – Glas
Dr. Katrin Wittstadt (Dombauhütte, Köln) & Dr. Daniel Parello (Corpus Vitrearum, Freiburg i. B.) – "Leuchtend und kostbar wie Edelstein" – Zur Herstellung, Funktion und Entwicklung von Glasmalereien im Mittelalter

31.5. – Textile Stoffe
Prof. Dr. Juliane von Fircks (Friedrich-Schiller-Universität, Jena) & Dr. Regula Schorta (Abegg Stiftung, Riggisberg) – Stil und Technik – Seidenstoffe aus Zentralasien (8.-10. Jh.) aus kunsthistorischer und gewebeanalytischer Perspektive

7.6. – Metall
Dr. Franz Kirchweger (Kunsthistorisches Museum, Wien) & Mag. Teresa Lamers (Kunsthistorisches Museum, Wien) – CROWN. Ein interdisziplinäres Forschungsprojekt zur Wiener Reichskrone

14.6. – Stein
Dipl.-Rest. Harald Theiss (Liebieghaus Skulpturensammlung, Frankfurt) & Dr. Stefan Roller (Liebieghaus Skulpturensammlung, Frankfurt) – Der Rimini-Altar. Meisterwerk in Alabaster

27.6., 18:30 Uhr – Zusatzangebot
Dr. Stefan Roller – Kuratorische Führung zum Rimini-Altar in der Liebieghaus Skulpturensammlung (Anmeldung erforderlich)

28.6. – Papier
Dr. Guido Messling (Kunsthistorisches Museum, Wien) & Dipl.-Rest. Georg Josef Dietz (Kupferstichkabinett, Berlin) – Auf den Grund gegangen. Die Silberstiftzeichnung im Werk Holbein d.Ä.

5.7. – Holz
Prof. Dr. Thomas Eißing (Otto-Friedrich-Universität, Bamberg) & Prof. Dr. Jochen Sander (Goethe Universität, Städel Museum Frankfurt) – Der Altenberger Altar im Städel Museum. Was man als Kunsthistoriker:in über Materialität und Konstruktion eines der frühesten erhaltenen Altarretabel im deutschsprachigen Raum wissen sollte

11.7., 18:30 Uhr – Zusatzangebot
Prof. Dr. Jochen Sander & Dr. Stefan Roller – Kuratorische Führung zum Altenberger-Altar im Städel Museum (Anmeldung erforderlich)

Organisiert von Prof. Dr. Jochen Sander und Mona Freitag,
Kontakt: sanderkunst.uni-frankfurt.de, freitagkunst.uni-frankfurt.de

Die Ringvorlesung der Städel-Kooperationsprofessur wendet sich explizit der objektbasierten Forschung zu. Aus Methodik und Fragestellung der vermehrt seit den 1980er Jahren in den historischen Geisteswissenschaften praktizierten „Material Culture Studies“ leitet sich die Grundstruktur der Vorlesung mit ihrem thematischen Fokus auf die Materialität von Kunstwerken ab: Nach einer kritischen thematischen Einführung zur Methode der „Material Culture Studies“ werden sechs Materialgattungen (Holz, Stein, Metall, Papier, textile Stoffe und Glas), jeweils beispielhaft stellvertreten durch ein vorgestelltes Objekt, in zwölf Vorträgen internationaler Expertinnen bzw. Experten vorgestellt und diskutiert. Entscheidend in Aufbau und Zielsetzung der Ringvorlesung ist ihr zweigliedriger und dialogischer Aufbau: Pro Materialität und Objekt wird ein zweiköpfiges Referenten- bzw. Referentinnen-Team, bestehend aus jeweils einem geisteswissenschaftlich und einem naturwissenschaftlich-technologisch Forschenden, gebildet. An zwei aufeinanderfolgende und sich aufeinander beziehende Vorträge der Referierenden (freitags, 10-12 Uhr), die die unterschiedlichen Fragestellungen und die methodische Herangehensweise in der Erforschung des Objekts und seiner Materialität reflektieren, wird nach einer Pause ein Kolloquium mit beiden Referenten bzw. Referentinnen angeschlossen (freitags, 14-16 Uhr). Dies soll die, durch die beiden vorangegangenen Vorträge angeregte, dialogische Struktur erhöhen und in einen aktiven wissenschaftlichen Forschungsdialog mit Diskussion führen, an dem auch die teilnehmenden Studierenden mit ihren Fragen und Beiträgen aktiv teilnehmen sollen. Hinter Struktur, Aufbau und Durchführung der Ringvorlesung steht das Ziel, die Forschungsexpertisen und -ansätze der Natur- bzw. Material- und Restaurierungswissenschaften stärker in die sonst meist geisteswissenschaftlich dominierten Forschungen der „Material Culture Studies“ einzubinden.

Prof. Dr. Jochen Sander, Städel-Kooperationsprofessur für die Bildkünste in Deutschland und den Niederlanden zwischen Spätgotik und Barock, Goethe-Universität Frankfurt, FB 09, Sprach- und Kulturwissenschaften

Reference:
ANN: Material Culture 2.0. (Frankfurt a. M., 26 Apr-5 Jul 24). In: ArtHist.net, Apr 9, 2024 (accessed Jun 20, 2024), <https://arthist.net/archive/41610>.

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