CALL FOR PAPERS
MUSEUM HEUTE – IDEALE, TRENDS UND PERSPEKTIVEN
23. Bundesweite Tagung der wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Volontär/innen an Museen, Gedenkstätten, in der Denkmalpflege sowie in vergleichbaren kulturellen Einrichtungen
01. - 03. März 2013 in Frankfurt am Main
Einsendeschluss: 15. November 2012
BUNDESVOLONTÄRSTAGUNG 2013 in Frankfurt am Main
Die Bundesvolontärstagung (BVT) ist die einzige bundesweite Fortbildungsveranstaltung für wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Volontär/innen an Museen, Gedenkstätten, in der Denkmalpflege sowie in vergleichbaren kulturellen Einrichtungen. Einmal jährlich kommen die Nachwuchskräfte dabei an wechselnden Orten zusammen, um sich mit aktuellen Entwicklungen in ihren Tätigkeitsfeldern auseinanderzusetzen und sich auszutauschen. Nach Dortmund (2012), Albstadt (2011) und Berlin (2010) ist vom 1. bis 3. März 2013 Frankfurt am Main Ort für die bundesweite Tagung.
In diesem Rahmen findet zudem die jährliche Hauptversammlung des Arbeitskreises Volontariat des Deutschen Museumsbundes statt. Der AK stellt den Jahresbericht der vergangenen Periode vor und die Volontär/innen wählen die Sprecher/innen für das kommende Jahr.
Die Bundesvolontärstagung wird ehrenamtlich von Volontär/innen für Volontär/innen organisiert und steht für ein Wochenende intensiver Beschäftigung mit einem bestimmten Thema – 2013 „Museum heute. Ideale, Trends und Perspektiven“, das in Vorträgen, Diskussionsrunden, Workshops und Exkursionen behandelt und reflektiert wird.
TAGUNGSTHEMA UND FORMAT
Im Jahr 2013 fragt die BVT danach, was das Museum heute ausmacht. Mit der Trias „Ideale, Trends und Perspektiven“ werden Fragen nach der Museumsarbeit heute gestellt. Der Samstag (2.3.2013) ist für inhaltliche Panels reserviert, in den Museen entlang des Frankfurter Museumsufers werden 14 bis 16 Workshops stattfinden. Die Workshops dauern jeweils 3,5 Stunden (9.00-12.30 Uhr oder 14.00-17.30 Uhr). In Gruppen (15 bis 20 Teilnehmer pro Workshop) werden die vier Säulen der klassischen Museumsarbeit auf ihre aktuelle Verwendung hinterfragt.
Die Überthemen der Panels lauten: Wie sammeln wir heute? Wie bewahren wir für morgen? Was jetzt vermitteln? Was bleibt für Forschung und Finanzierung?
Neben Expert/innen aus Frankfurt und aus dem gesamten Bundesgebiet wollen wir verstärkt Volontär/innen ermutigen, ihre Expertise in die Tagung einzubringen. Möglich sind 3,5-stündige Workshops, Kombinationsworkshops mit Volontären und/oder Festangestellten und wahlweise auch Vorträge oder Präsentationen (20-30 min). Ziel ist jedoch immer, nicht nur das eigene Haus vorzustellen, sondern darüber hinaus Wissen zu vermitteln, Expertise weiterzugeben und neue Fragestellungen aufzuwerfen oder gemeinsam zu entwickeln. Die Teilnehmer/innen erhalten rechtzeitig im Vorfeld die Tagungsunterlagen und entscheiden sich für ein Panel, eine inhaltliche Vorbereitung ist somit möglich, insofern Sie Materialien zur Verfügung stellen wollen. Gerne unterstützen wir Sie bei der Formatfindung.
AUFGERUFEN SIND WISSENSCHAFTLICHE VOLONTÄR/INNEN
aber auch Mitarbeiter/innen aus Museen, Gedenkstätten, der Denkmalpflege oder vergleichbaren kulturellen Einrichtungen. Folgende Formate stehen Ihnen zur Verfügung:
Format 1: Workshop (3,5 Stunden): Bitte Abstract mit Skizze eines Ablaufplans einreichen.
Format 2: Kombiworkshop: (3,5 Stunden): Kombinationen aus Expert/innen und/oder Volontär/innen: Bitte Abstract und Skizze eines Ablaufplans einreichen.
Format 3: Vortrag: (20-30 min + 20 min Diskussion): Bitte Abstract einreichen.
Die Panels sind insgesamt auf 3,5 Stunden angesetzt und können entweder vollständig ausgefüllt oder gemeinsam gestaltet werden.
Wir freuen uns über die Zusendung von Abstracts (max. 3000 Zeichen, ggf. Ablaufplan, + Kurzlebenslauf) an die zentrale Adresse bvt.frankfurtgmail.com und ermutigen ausdrücklich dazu, uns bei Fragen oder Vorschlägen zu kontaktieren.
Einsendeschluss ist der 15. November 2012.
DIE THEMEN IM ÜBERBLICK
I. Wie sammeln wir heute?
Die Anforderungen an die Sammlungen, das Herzstück (fast) jeden Museums, sind in den letzten Jahrzehnten gewachsen. Wir sammeln nicht mehr nur Hochkultur, sondern auch Alltags- oder Protestkultur. Wir erarbeiten nicht nur die großen kultur- oder naturgeschichtlichen Erzählungen, sondern auch individuelle Geschichten und sammeln Erfahrungswissen.
Gleichzeitig bringt die Vielfalt der Sammelmöglichkeiten neue Herausforderungen an durchdachte Sammlungskonzepte mit sich. Begrenzte Kapazitäten und veränderte Anforderungen an Sammlungen durch konsequente Umsetzung von Sammlungskonzepten machen aktuell auch ein Entsammeln nötig. Digitale Sammlungen und virtuelle Ausstellungen werden vermehrt als Mittel zur Präsentation der Sammlungen eingesetzt. Das erste Panel will aktuelle Sammlungs- und Entsammlungskonzepte vorstellen und diskutieren.
II. Wie bewahren wir für morgen?
Museen bewahren Objekte vor Ihrem Verfall und stellen sie der Öffentlichkeit zur Verfügung. Das wird nur ermöglicht durch professionelle Restaurierung und Konservierungsarbeit sowie einer Pflege im Sinne des Denkmalschutzes. Welche Kriterien werden dabei angelegt und wo liegen die Grenzen des Bewahrens? Wie lassen sich mögliche Konflikte beim Bewahren, Ausstellen und Vermitteln lösen? Welche (modernen) Materialien benötigen eine besondere Handhabe und welche Konzepte und Lösungen gibt es dafür? Auch haben sich vermehrt architektonische Konzepte durchgesetzt, die das Bewahren historischer Bausubstanz in den Mittelpunkt stellen. Solche historischen Orte sind als Vermittlungsort besonders interessant, stellen aber eine Herausforderung für heutige konservatorische und ästhetische Standards im musealen Arbeiten dar.
III. Was jetzt vermitteln?
Bildung und Vermittlung sind zentrale Aufgaben der Museen. Seit jeher mit der Notwendigkeit, innovativer Lehrkonzepte verbunden, stößt die „Museumspädagogik“ immer wieder auf neue Herausforderungen. Das Prinzip der Partizipation hat sich aktuell wieder in der Museumsarbeit verankert. Doch wann ist sie sinnvoll und kann dabei von einem neuen Paradigma gesprochen werden? Immer mehr rücken auch Konzepte der Inklusion in den Vordergrund. Wie gelingen Museen etwa auch für blinde Menschen und Menschen mit Sehbehinderungen; und was sind „emotionale“ Vermittlungskonzepte? Die Workshops des dritten Panels diskutieren Fragen der Vermittlung heute.
IV. Was bleibt für Forschung und Finanzierung?
Was wäre das Museum ohne ein Zusammenspiel von Theorie und Praxis? Die Zusammenarbeit von Universität und Museum, der Einfluss von aktueller Forschung auf Museen wird im vierten Workshopblock behandelt. Provenienzforschung hat an vielen Museen große Bedeutung gewonnen, nicht alle können sie sich jedoch leisten. Wie kann auch ohne Expertise im Haus mit Provenienzanfragen umgegangen werden? Wie lassen sich Drittmittel und Forschungsförderung für Museumsarbeit einwerben und was macht eigentlich die Museumsforschung?
Ansprechpartnerin:
Sonja Thiel
historisches museum frankfurt
Solmsstr. 18
D-60486 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0) 69-212-43380
Fax: +49 (0) 69-212-30702
Mail: sonja.thielstadt-frankfurt.de
Mail zentral: bvt.frankfurtgmail.com
Homepage: www.bundesvolontaerstagung.de
Facebook: http://on.fb.me/R0y8rT
Quellennachweis:
CFP: Museum heute – Ideale, Trends und Perspektiven. In: ArtHist.net, 16.10.2012. Letzter Zugriff 02.04.2026. <https://arthist.net/archive/4008>.