JOB 24.05.2023

Wissenschaftl. Mitarbeiter/in (m/w/d, 65%, E13 TV-L), Universität Tübingen

Eberhard Karls Universität Tübingen
Bewerbungsschluss: 25.06.2023

Prof. Dr. Anna Pawlak, Tübingen

Der Sonderforschungsbereich (SFB) 1391 „Andere Ästhetik“ ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderter Forschungsverbund (2. Phase), der sich zum Ziel setzt, über sein interdisziplinäres Forschungsprogramm zu einer vertieften Erschließung und Neubewertung vormoderner Ästhetik zu gelangen (nähere Informationen: https://uni-tuebingen.de/de/159607).

Im Teilprojekt (TP) C04 „Gedruckte Festakte. Intermedialität und Repräsentation in der niederländischen Kultur der Frühen Neuzeit“ ist vom 01. August 2023 (oder später) bis zum 30. Juni 2027 eine Stelle als wissenschaftl. Mitarbeiter/in (m/w/d, 65%, E13 TV-L) zu besetzen.

Im Zentrum des kunsthistorisch-latinistischen Fortsetzungsprojekts steht das reziproke Verhältnis von Intermedialität und Repräsentation in der niederländischen Kultur des 16. und beginnenden 17. Jahrhunderts, das sich in besonderer Weise in den europaweit verbreiteten Druckgraphiken und druckgraphischen Zyklen sowie den international ausgerichteten lateinischen Festprogrammen, -beschreibungen und -epigrammen manifestiert. Das Projekt konzentriert sich dabei auf die unterschiedlichen Formen der Medienkombination und deren epistemisches Potenzial in den gedruckten Werken der höfischen und kommunalen Repräsentation, die aus performativen Akten wie Herrschereinzügen (Blijde Inkomsten), Trauerzügen im Rahmen von Exequien (pompae funebres) sowie Reliquienprozessionen (hier insbesondere den sog. Ommegangen) hervorgegangen sind. Als gedruckte Repräsentationen der ephemeren Repräsentation, so die Leitthese des Projekts, fungierten diese kollaborativ geschaffenen Werke gerade aufgrund ihrer sinnstiftenden Intermedialität als visuelle Aushandlungsorte politischer, religiöser, gesellschaftlicher sowie künstlerischer Diskurse der Zeit. Davon ausgehend soll der frühneuzeitliche Status der gedruckten, ihrerseits performativ zu handhabenden Werke als Indikatoren und Generatoren der europäischen Erinnerungskultur sowie als deren ästhetischer Resonanzraum konturiert werden.

Aufgabengebiet:
- Mitarbeit im Arbeitsbereich 2 Kunstgeschichte / Erarbeitung einer Monographie und anderer Publikationen zum TP-Thema
- Organisation von und Teilnahme an Workshops/Tagungen, ggf. spezifisch: der TP-Tagung
- redaktionelle (Mit-)Arbeit am Tagungsband
- Teilnahme und Mitwirkung an SFB-Veranstaltungen
- Mitwirkung an einem Ausstellungsprojekt

Einstellungsvoraussetzung:
- ein sehr gut abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium im Fach Kunstgeschichte
- Fähigkeit zur selbstständigen wissenschaftlichen Arbeit
- Kompetenzen im Bereich der visuellen Kultur der Frühen Neuzeit

Erwünscht:
- Schwerpunkt in der nordalpinen Kunst der Frühen Neuzeit
- Interesse an interdisziplinärem Austausch und methodischer Reflexion
- Latein- und Niederländischkenntnisse

Die Stelle bietet die Gelegenheit zur Promotion.
Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt. Die Universität Tübingen setzt sich für Chancengleichheit und Diversität ein. Sie berücksichtigt daher individuelle Lebenslagen und bittet um entsprechende Informationen. Die Universität Tübingen strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre an und bittet deshalb entsprechend qualifizierte Wissenschaftlerinnen um ihre Bewerbung.

Die Einstellung erfolgt durch die zentrale Verwaltung der Universität Tübingen.

Für die Bewerbung werden erbeten:
• Anschreiben, Lebenslauf, akademische Zeugnisse und Urkunden, Publikationsliste (sofern vorhanden)
• eine bis zwei Textproben (Hausarbeit, Masterarbeit, Aufsatz etc.)
• zwei kurze Empfehlungsschreiben oder zwei Ansprechpartner/innen für Referenzen.

Bitte senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen bis zum 25.06.2023 per E-Mail in einem PDF- Dokument an die Leitung des Teilprojekts, Prof. Dr. Anna Pawlak, Kunsthistorisches Institut der Eberhard Karls Universität Tübingen (anna.pawlakuni-tuebingen.de). Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Prof. Dr. Anna Pawlak.

Quellennachweis:
JOB: Wissenschaftl. Mitarbeiter/in (m/w/d, 65%, E13 TV-L), Universität Tübingen. In: ArtHist.net, 24.05.2023. Letzter Zugriff 22.09.2023. <https://arthist.net/archive/39383>.

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