Das Landhaus - Zur Kulturgeschichte einer vornehmen Bauaufgabe
Im Sommer 1910 bezog der Maler Max Liebermann seine neu errichtete Villa
am Wannsee, 'ein Landhaus, wie es sich ein Städter baut' (Liebermann).
Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Liebermann-Villa veranstaltet
die Max-Liebermann-Gesellschaft Berlin zusammen mit dem Institut für
Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt Universität zu Berlin und der
Stiftung Brandenburger Tor eine wissenschaftliche Tagung zur
Architekturgeschichte des Landhauses.
Seit der Antike ist das Landhaus ein wichtiger Bautypus, der im Verlauf
der Jahrhunderte variiert und immer wieder neu interpretiert wurde. Als
Alternative zum Stadthaus sollte es der ermüdeten Seele Erfrischung und
Trost bringen und ein Leben im Einklang mit der Natur ermöglichen.
Die Tagung beleuchtet die Geschichte des Landhauses und untersucht seine
kulturhistorischen Aspekte. Sie spannt den Bogen von den Villen
Palladios über die Landhausbewegung um 1900 bis zu den amerikanischen
Vorstadt-Bungalows des 20. Jahrhunderts.
Teilnahmegebühr: 15 Euro/ 10 Euro erm.
Tagungsort: Max Liebermann Haus, Pariser Platz 7, 10117 Berlin
Anmeldung und Tagungsprogramm: www.liebermann-villa.de
Quellennachweis:
CONF: Kulturgeschichte des Landhauses (Berlin, 8 Oct 10). In: ArtHist.net, 17.09.2010. Letzter Zugriff 18.04.2026. <https://arthist.net/archive/32889>.