STIP 14.05.2009

Kuratorenstipendien Schloss Ringenberg

Gudrun Bott

smax

Juli 2009 - Juli 2010

Kuratorenstipendien
im Schloss Ringenberg, 46499 Hamminkeln

Kontakt: kunstschloss-ringenberg.de
tel. 0049-2852-9229
www.schloss-ringenberg.de

Bewerbung bis 28. Mai 2009

Kuratorenstipendien - Praxis und Vernetzung

Das Land Nordrhein-Westfalen bietet ab Juli 2009 erstmalig ein Modell
postgra-duierter Kuratoren-Förderung im Sinne eines Programm gestützten
Stipendiums.

Die Stipendiendauer beträgt 12 Monate und ist je Teilnehmer mit 1.250
Euro/Monat dotiert. Das Kuratorenstipendium ist praxisorientiert und
eingebunden in das deutsch-niederländische Europaprojekt smax.
Stipendienort ist Schloss Ringenberg in Hamminkeln am Niederrhein.

Schloss Ringenberg besteht seit 30 Jahren als Atelier- und
Ausstellungszentrum. Mit acht deutschen und niederländischen
Künstlerstipendiaten pro Jahr, dialo-gischen Ausstellungen und
grenzüberschreitendem Transfer, verbunden mit zahlreichen
Publikumsaktivitäten, vereint das Schloss unter einem Dach modell-haft
das Spektrum zeitgenössischer Kulturarbeit.

Seit 2001 definieren deutsch-niederländische Europaprojekte die
Aktivitäten von Schloss Ringenberg. In Zusammenarbeit mit wechselnden
Projektpartnern beid-seits der Grenze, etwa dem Akademieverbund ArtEZ in
Arnhem, dem Museum voor Moderne Kunst Arnhem, dem Kröller-Müller Museum
Otterlo, dem Museum Abteiberg Mönchengladbach oder dem Kurhaus Kleve,
konnten Kulturproduzen-ten und Vermittlern seit 2005 bereits Spielräume
zur Erprobung ungewöhnlicher Konzepte wie Formate im Bereich
zeitgenössischer Kunst geboten werden.

Das neue Europaprojekt smax (2009-2012) setzt diese Förderung nun mit
einem praxisorientierten Modell neu eingerichteter Residenzstipendien
fort.

smax erschließt den eingeladenen Kuratorinnen und Kuratoren in einer
grenzüberschreitenden Region mit einem vielfältigen Angebot konkreter
Arbeitsfelder Übungsräume zur eigenverantwortlichen Umsetzung von Ideen.
In besonderen Match-Situation werden die Teilnehmer in ein kulturelles
Netzwerk eingebunden, das ihnen modellhaft die Rahmenbedingungen für
einen Berufseinstieg unter realen Konditionen bietet.

Die Stipendiaten des Landes Nordrhein Westfalen werden von einer
Fach-Jury bestimmt. Vorrausetzung ist das abgeschlossene Studium der
Kunstgeschichte oder Kunstwissenschaften an einer Hochschule in NRW
sowie der Nachweis fachlicher Qualifikation. Die zwei NRW Stipendiaten
werden gemeinsam mit einem dritten Kuratorenstipendiaten aus den
Niederlanden, vom De Appel (Amsterdam), 12 Monate weitgehend im Schloss
leben und arbeiten. Der Aufenthalt im Schloss und die Teilnahme an smax
sind für die Stipendiaten verpflichtend.

smax bietet den Kuratoren während ihres Stipendiums
a.. die Konzeption und Umsetzung von drei, über smax finanzierten
Kunstprojekten am Niederrhein
b.. die qualifizierte kuratorische Betreuung und Moderation der
Projekte durch das smax-Team im Schloss Ringenberg
c.. den Austausch zwischen Vermittlern und Produzenten zeitgenössischer
Kunst durch Künstler- und Kuratorenstipendien unter einem Dach
d.. den deutsch-niederländischer Erfahrungs- und Netzwerkaustausch
durch Kooperation mit der Kuratorenschule de Appel, Amsterdam
e.. die Netzwerkerweiterung über die deutsch-niederländische Plattform
Schloss Ringenberg
f.. die programmatische Erarbeitung von Vermittlungsangeboten für das
Publikum, speziell für Schüler durch Koordination mit
deutsch-niederländischen Schulprojekten
g.. die Publikation der Projekte in Magazinen und einer DVD-Sammlung.

Das Stipendium dient der Professionalisierung junger Kuratoren auf Ebene
der
a.. Entwicklung eigener Kriterien für Qualität und Relevanz
künstlerischer Positionen
b.. Profilierung eines eigenen kuratorischen Ansatzes / ästhetischer
Frage-stellungen
c.. Erfahrung mit institutionellen Strukturen und praxisbezogenen
Prozessen,
wie Einrichtung einer Ausstellung, Öffentlichkeitsarbeit, Organisation
und Budgetverwaltung

a.. Trennschärfe (künstlerisches Produkt / kuratorischer Ansatz) im
kulturellen Prozess zwecks Nachvollziehbarkeit kreativer Praxis
b.. potentiellen Adressaten, Integration ortsspezifischer
Publikumsprofile

weitere Informationen und Bewerbungsunterlagen:
www.schloss-ringenberg.de

Quellennachweis:
STIP: Kuratorenstipendien Schloss Ringenberg. In: ArtHist.net, 14.05.2009. Letzter Zugriff 16.03.2026. <https://arthist.net/archive/31645>.

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