[1] Digitales Archiv Köln für den Grimme Online Award nominiert
[2] Virtuelle Ausstellung "Barocke Bilder - Eythelkeit"
[1]
From: Holger Simon <holger.simonuni-koeln.de>
Date: 18 May 2009
Subject: Digitales Archiv Köln für den Grimme Online Award nominiert
Das digitale Historische Archiv Köln für den Grimme Online Award
nominiert
Am 3. März 2009 stürzte das Historische Archiv der Stadt Köln vermutlich
aufgrund des U-Bahnbaus vollständig ein. Nur vier Tage nach der
Katastrophe wurde "Das digitale Historische Archiv Köln" ins Leben
gerufen (www.historischesarchivkoeln.de), um mit der Zusammenführung die
in der ganzen Welt verstreuten Kopien, Fotos oder Mikrofilme der Kölner
Archivalien die Bestände des Stadtarchivs im Internet zu rekonstruieren
und Soforthilfe für aktuelle Forschungen zu leisten. Zudem bietet das
Internetportal eine Grundlage für die Rekonstruktion der Originale.
Der Zuspruch für das Projekt war von Beginn an sehr groß. Mehrere
tausend Digitalisate liegen bereits vor und werden in den nächsten
Wochen eingearbeitet.
Dieser Erfolg wurde mit der Nominierung für den Grimme Online Award in
der Kategorie Spezial gewürdigt.
(www.grimme-institut.de/html/index.php?id=180) Das digitale Historische
Archiv Köln wurde in der Kategorie Spezial als ein innovatives und
qualitativ herausragendes Webangebot ausgezeichnet.
Das fünfköpfige Team arbeitet an der konzeptionellen Weiterentwicklung
des digitalen Historischen Archivs Köln. Es soll zu einem digitalen
Lesesaal für die Geschichte der Stadt Köln weiterentwickelt werden.
Diesen Aufbau können die beteiligten Institutionen nicht allein tragen.
Es sind externe Mittel und Partner notwendig. Es wird zurzeit an einem
Finanzierungskonzept gearbeitet, damit ab Mitte des Jahres der Ausbau
des digitalen Lesesaals zur Geschichte der Stadt Köln gesichert ist.
Für die Verleihung des Grimme Online Award am 24. Juni 2009 in Köln
hofft das Team nicht nur auf die höchste Auszeichnung, sondern auch auf
den Publikumspreis. Besucherinnen und Besucher des digitalen Archivs
können ihre Stimme dafür abgeben:
http://www.tvspielfilm.de/gewinnspiele/grimme/wahl/
Kontakt:
PD Dr. Holger Simon, prometheus - Das digitale Bildarchiv für Forschung
und Lehre e.V. (www.prometheus-bildarchiv.de, 0221 470 4476)
Dr. Andreas Rutz, Institut für Geschichtswissenschaft, Abt. für
Rheinische
Landesgeschichte der Universität Bonn (www.landesgeschichte.uni-bonn.de,
0228 739 766)
eMail: infohistorischesarchivkoeln.de
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From: Oliver Grau <oliver.graudonau-uni.ac.at>
Date: 18 May 2009
Subject: Virtuelle Ausstellung "Barocke Bilder - Eythelkeit"
Unter dem Titel Barocke Bilder-Eythelkeit versammelt die neue virtuelle
Ausstellung des Departments für Bildwissenschaften über 200 Grafiken aus
der Graphischen Sammlung Stift Göttweig.
Kaum eine Sprache vermag den Begriff der Eythelkeit, den zentralen
Topos des Barockzeitalters besser zu illustrieren als die Kunst des 17.
und 18. Jahrhunderts. Ihre Allegorien und Personifikationen
in theatralisch-phantasievollen Prunkkostümen und Aufputz erzählen von
Vanitas, Vergänglichkeit, Hinfälligkeit und Nichtigkeit aber auch von
leerem Stolz und Hochmut, Einbildung und Gehabe.
Hochkarätige Beispiele aus der Sammlung Göttweig geben einen Einblick
in die Welt von Allegorie, Personifikation und Symbol.
http://www.gssg.at
Die Graphische Sammlung im Stift Göttweig ist Österreichs größte
Privatsammlung historischer Graphiken. Die digitale Erschließung der
Graphischen Sammlung ist ein Projekt des Departments für
Bildwissenschaft der Donau-Universität unter der Leitung von Prof. Dr.
Oliver Grau in Kooperation mit dem Benediktinerstift Göttweig. Die
Virtuelle Ausstellung ist über ein modernes, vollstaendig webbasiertes
Datenbanksystem der Öffentlichkeit frei zugaenglich.
Die Sammlung
Der Bestand der Graphischen Sammlung des 1083 gegründeten
Benediktinerstifts basiert auf Erwerbungen durch verschiedene
Konventsmitglieder seit dem 15. Jahrhundert. Erstmalige Nachricht von
Graphiken im Stift Göttweig gibt eine Archivaufzeichnung aus dem Jahr
1612. Als eigentlicher Gründer der Sammlung gilt Abt Gottfried Bessel,
der durch gezielte Ankäufe im In- und Ausland den
damaligen Bestand um über 20.000 Blätter erweiterte. Mittlerweile ist
die Graphische Sammlung Göttweig mit über 30.000 Blättern zur größten
Privatsammlung historischer Druckgraphiken in Österreich angewachsen.
Durch den Kustos Prof. Dr. Martin Lechner wird die Sammlung nach wie
vor um historische Blätter und ausgewählte moderne Druckgraphik ergänzt.
Die Bestände wurden im Sommer 2002 dem Department für Bildwissenschaften
der Donau-Universität Krems zur digitalen Erschließung und für Studien-
und Forschungszwecke zur Verfügung gestellt.
Digitalisierungs-Center
Im Digitalisierungs-Center des Departments für Bildwissenschaften
wurden die Gemälde und Graphiken der Sammlung mit neuer Technik in sehr
hoch aufgelöster Form (bis zu 72 Millionen Pixel) eingescannt. Die
Bestände, die in regelmäßigen Intervallen um frisch erschlossenes
Material ergänzt werden, können über ein neu entwickeltes Suchinterface
recherchiert und per Mail in Forschergruppen kommuniziert werden.
Zusätzlich werden vergangene Ausstellungen der Graphischen Sammlung
als virtuelle Ausstellungen online zugänglich.
Prof. Dr. Oliver Grau
www.donau-uni.ac.at/dbw
Reference:
WWW: Art Historical Resources on the Web [2]. In: ArtHist.net, May 21, 2009 (accessed Apr 4, 2026), <https://arthist.net/archive/31632>.