CFP Jul 13, 2006

Building America (Dresden, 17 Nov 06)

Anke

Call for Papers

Building America
Eine Große Erzählung

Staaten und gesellschaftliche Gruppen stellen der Welt ihre Geschichte als
bestimmte Abfolge gewisser Eigenheiten und Ereignisse dar, als eine "Große
Erzählung". In den USA ist dies die Geschichte freiwillig oder unfreiwillig
ankommender Immigranten, der Beitrag ihrer zahlreichen Ideen zum "American
way of life", der sich bald zu etwas Zusammenhängendem formt und von anderen
Lebensweisen abgrenzt. Schließlich entsteht ein festgeschriebenes Modell,
das die USA mit mehr oder weniger Nachdruck in alle Welt exportieren.
Besonders Architektur eignet sich als Medium, um im Sinne einer Großen
Erzählung Bilder zu erzeugen und die Umwelt zu gestalten. Die Vortragsreihe
fragt anhand von amerikanischen Beispielen aus dem Bereich der Architektur,
des Städtebaus und der Denkmalpflege nach der Entstehungsgeschichte, den
Formen und den Mechanismen einer Großen Erzählung. Die vier Symposien der
Reihe "Building America. Eine Große Erzählung" finden in halbjährigem
Abstand statt.

Symposium II
Identitätsfindung

In Abgrenzung zu den Herkunftsländern der Einwanderer, insbesondere zu
Europa, wird in den USA eine genuin amerikanische Kultur etabliert, die eine
bessere, da fortschrittlichere Welt verspricht. Ihre Manifestationen, wie
z.B. das Streamline design oder Frank Lloyd Wrights Usonian Houses, werden
nicht nur in Amerika selbst, sondern auch in Europa als spezifisch
amerikanisch wahrgenommen und diskutiert. In der internationalen Konkurrenz
um die weltanschauliche und politische Hegemonie propagieren die USA das
"wahrhaft Amerikanische" nach dem Zweiten Weltkrieg mit erhöhter Vehemenz
nach Innen und Außen. Welche Mechanismen werden angewendet, um das
"Amerikanische" durchzusetzen und wer besitzt dabei die Deutungshoheit? In
der Jagd auf "unamerikanische Umtriebe" während der McCarthy-Ära zeigt sich
eine kulturelle Abwehrhaltung, die sich sogar gegen "amerikanische" Werte
wie Freiheit und Toleranz richten kann. Sowohl Freiheit oder "Frontier",
Schlagwörter der amerikanischen Identität, wie auch der "amerikanische Stil"
in Architektur und Design müssen immer wieder neu mit Inhalt gefüllt werden.

Call for Papers
Das Symposium findet in Dresden am Freitag, den 17. November 2006, statt.
Wir fordern vor allem junge WissenschaftlerInnen der Fächer Amerikanistik,
Kunst- und Architekturgeschichte auf, kurze Exposés für einen Vortrag (max.
400 Wörter) und einige Angaben zur Person bis zum 4. September 2006
einzureichen an:

Dipl.-Ing. Anke Köth, M. A. / Dr. Kai Krauskopf
Technische Universität Dresden
SFB 537 Institutionalität und Geschichtlichkeit
Projekt U Architekturgeschichte
Projektleiter: Prof. Dr. Hans-Georg Lippert
01062 Dresden
Tel: ++49 - 351 - 463 35779
Fax: ++49 - 351 - 463 37774
Anke.Koethtu-dresden.de
Kai.Krauskopftu-dresden.de
http://rcswww.urz.tu-dresden.de/~sfb537/

Reference:
CFP: Building America (Dresden, 17 Nov 06). In: ArtHist.net, Jul 13, 2006 (accessed Mar 15, 2026), <https://arthist.net/archive/28429>.

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