CONF May 6, 2005

Dt.-poln. Geschichte in der Fotografie (Berlin, 8-10 Jun 05)

Miriam Yegane Arani

Anläßlich des 60. Jahrestages des Kriegesendes und des
deutsch-polnischen Jahres 2005/2006 führt die Deutsch-Polnische
Akademische Gesellschaft e.V. in Zusammenarbeit mit der Polnischen
Akademie der Wissenschaften, der PNTA Krakow und der Deutschen
Gesellschaft für Photographie e.V. vom 8.-10. Juni 2005 mit
finanzieller Unterstützung der Stiftung für deutsch-polnische
Zusammenarbeit in Berlin die folgende wissenschaftliche Tagung durch,
zu der wir Sie herzlich einladen:

"Deutsch-polnische Geschichte 1939-1945 im Spiegel der Fotografie"
Fachtagung über fotografische Quellen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs

Veranstaltungsort:
Wissenschaftliches Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften,
Majakowskiring 47, 13156 Berlin-Pankow

Bei den Darstellungen der Geschehnisse während des Zweiten Weltkriegs
spielen historische Fotografien für die breite Öffentlichkeit eine
große Rolle. Sie gehen in unser kollektives visuelles Gedächtnis ein
und bilden einen Teil des europäischen Kulturerbes - welches es
gemeinsam zu bewahren, zu erschließen und zu vermitteln gilt. Die
deutsch-polnische Tagung, zu der wir einladen, widmet sich der
Technikgeschichte der Fotografie, methodischen Fragen, herausragenden
Sammlungsbeständen und Themenbereichen wie auch einzelnen neueren
polnischen Ausstellungen über die Zeit des Zweiten Weltkriegs. Die
Veranstaltung richtet sich an (Kunst-)Historiker, Archivare,
Dokumentare sowie Mitarbeiter von Geschichtswerkstätten, Gedenkstätten
und Museen. Sie dient dem wissenschaftlichen Austausch über
Fotografien von dem Geschehen unter dem NS-Regime, soll die
Zusammenarbeit von deutschen und polnischen Experten in diesem Bereich
fördern und die wissenschaftliche Diskussion über die Analyse und
Bedeutung historischer Fotografien vorantreiben. Wir wollen gemeinsam
die bereits existierenden, konstruktiven methodischen Ansätze der
Erschließung, Analyse und Interpretation von Fotografien diskutieren.

Alle Vorträge werden simultan übersetzt. Die Konferenzsprachen sind
Deutsch und Polnisch.

Programm

MITTWOCH, 8. JUNI 2005

14.00 UHR - 14.30 UHR
Prof. Dr. Eugniusz Cezary Krol, Begrüßung,
Miriam Y. Arani M.A., Einleitung in das Thema

14.30 UHR - 16.00 UHR

Technische und methodische Grundlagen

Dr. Piotr Swiatek, Physiker, Deutsche Gesellschaft für Photographie
e.V. und Science Officer der European Science Foundation, Brüssel:
Die Fototechnik der 30er und 40er Jahre und die Qualität der
Fotografie als Dokument

Dr. Petra Bopp, Kunsthistorikerin, DFG-Forschungsprojekt der
Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg:
Der archivalische und geschichtswissenschaftliche Umgang mit
Fotografien aus dem Blickwinkel der kunsthistorischen Methodendiskussion

16.15 UHR - 19.00 UHR

Fotografierende Polen in der Kriegszeit

Cord Pagenstecher, Geschichtswerkstatt Berlin e.V.:
Private Fotografien von Zwangsarbeitern in Berlin

Dr. Danuta Jackiewicz, Leiterin der ikonografischen Abteilung des
Polnischen Nationalmuseums, Warschau:
Stefan Plater-Zyberk (gest. 1942) und seine Kriegsfotografien

DONNERSTAG, 9. JUNI 2005

9.00 UHR - 12.30 UHR

Gouvernementale Fotografie des NS-Regimes

Dr. Michael Hollmann, Bundesarchiv Koblenz:
Fotografien aus Polen 1939-45 in den Bildbeständen des Bundesarchivs
Koblenz zu Polen 1939-45

Dr. Bernd Boll, Historiker, Freiburg:
Skizze der Produktionsbedingungen von Fotografien der
Propagandakompanien der deutschen Wehrmacht 1938-1945

Dr. Maria Rutowska, Historikerin, West-Institut, Poznan:
Zur fotografischen Sammlung der Abteilung für die Besatzungszeit 1939-45

Mittagspause

14.00 UHR -16.00 UHR

Fotografien aus Gettos und Lagern im deutsch besetzten Polen

Dr. Marek Budziarek, Leiter der Abt. Geschichte und Kultur des Museums
der Stadt Lodz:
Das Archiv der Verbrechen. Fotografien aus dem Getto Lodz .

Andrzej Kacorzyk, Leiter der Abt. für öffentliche Bildung des
Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau, Oswiecim:
Die fünf wichtigsten Gruppen fotografischer Quellen in den Sammlungen
des Museums Auschwitz-Birkenau

16.30 UHR -19.00 UHR

Fotografien als Mittel der Strafverfolgung oder der öffentlichen Bildung?
Aus den fotografischen Sammlungen im Institut des Nationales Gedenkens

N.N., Institut des Nationalen Gedenkens, Warschau:
Über die Sammlung von Fotografien aus den Jahren der Besatzungszeit
1939-45 im Institut des Nationalen Gedenkens

Agnieszka Luczak und Aleksandra Pietrowicz, Institut des Nationalen
Gedenkens, Außenstelle Poznan:
Über die Ausstellung "Alltag im Reichsgau Wartheland 1939-1945"

FREITAG, 10. JUNI 2005

10.00 UHR bis14.00 UHR

Private Fotografien - der "andere" Blick auf die deutsch-polnische
Zeitgeschichte?

Andrzej Rybicki, Museum für Fotografiegeschichte, Krakau:
Über die Ausstellung "Barrieren überwinden - Brücken bauen. Der Krieg
in den Fotografien eines deutschen und eines polnischen Soldaten"

Dr. Petra Blachetta, Historikerin, Worms:
Private Fotos deutscher Soldaten aus den Gettos in Lodz, Lublin und
Warschau

Abschlußdiskussion

Anmeldung/Teilnahmegebühr:

Die Teilnehmerzahl ist auf 45 Personen begrenzt.
Die Teilnahmegebühr beträgt 30 € pro Person und ermäßigt 15 € pro Person.
Anmeldungen bitte an die e-mail-Adresse: kontaktdp-ag.org

Bitte geben Sie bei der Anmeldung Ihre private Melde- oder Ihre
Dienstadresse an.
Der Fördermittelgeber verlangt eine Anwesenheitsliste mit
überprüfbaren Angaben zu den teilnehmenden Personen. Wir bitten um das
Einverständnis zur Weitergabe dieser personenbezogenen Angaben an die
Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.

--
Deutsch-Polnische Akademische Gesellschaft e.V.
- als gemeinnützig anerkannt -
Vorstand: Miriam Yegane Arani, Bernd Panzer
Vereinsregister Kiel Nr. 3796
Bankverbindung: Hannoversche Volksbank eG
Postanschrift:
Fuldastr. 55, D-12043 Berlin
Tel.: +49 30 624 91 63
Fax: +49 30 624 098 76
e-mail: kontaktdp-ag.org
www.dp-ag.org

Reference:
CONF: Dt.-poln. Geschichte in der Fotografie (Berlin, 8-10 Jun 05). In: ArtHist.net, May 6, 2005 (accessed Jun 14, 2024), <https://arthist.net/archive/27225>.

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