CONF May 10, 2002

Macht und Ohnmacht der Bilder (Tutzing, 7.-9.6.02)

Imke Boesch

Wir laden herzlich ein zur Tagung

MACHT UND OHNMACHT DER BILDER
Fragen zu Gewalt und Terror

in der Evangelischen Akademie Tutzing
07. - 09. Juni 2002

Anmeldung erbeten bis 22. Mai 2002 unter
http://www.ev-akademie-tutzing.de
oder per Fax 08158/996427

Programm:
http://www.medienforum.org/veranstaltung/2002/macht-ohnmacht.html
www.ev-akademie-tutzing.de/doku/programm/detail.php3?part=prog&lfdnr=323

Eine Kooperation von:
Evangelische Akademie Tutzing,
http://www.ev-akademie-tutzing.de
Medienforum München e.V.
http://www.medienforum.org
und lothringer13, München
http://www.lothringer13.de

Aktueller Ausgangspunkt der Ueberlegungen zu Macht und Ohnmacht der Bilder
sind die von kommerziellen Medien vermittelten Bilder, die von Gewalt und
Terror berichten. Es sind die Bilder, die uns informieren und aufklaeren
wollen, die Bilder, die uns zugleich Einsicht gewaehren und blind machen
koennen, unseren Blickwinkel zu oeffnen und zu verengen vermoegen. Die
Kernfrage der Tagung lautet: Was leisten die Kuenste und die ihnen eigenen
Bilder, im Film, in der Literatur, im Theater, in der Musik und nicht
zuletzt in der bildenden Kunst? Die Tagungsbeitraege fragen auf vielfaeltige
Weise nach der Rolle der Kuenste im Kontext von Terror und Gewalt und nach
der (Un)Darstellbarkeit dieses Themas in den Medien. Vermoegen es die
Kuenste, andere Bilder zu schaffen? Oder gar Freiraeume zur Bewaeltigung
bereitzustellen, im Gegensatz zu den vermeintlichen Gewissheiten medialer
Bilder? Wie waeren diese Freiraeume in den zeitgenoessischen Kuensten
gestaltet? Sind es Raeume der Irritation, oder besser der Laeuterung - oder
vielleicht beides zugleich?

Die Tagung beginnt am Freitag, 7. Juni, mit einem Abendvortrag der
Germanistin Alexandra Staeheli zur Gewalt der Bilder in der Dramaturgie
Hollywoods. Peter Fuchs, Professor fuer Allgemeine Soziologie, thematisiert
am Samstagsmorgen zunaechst den soziologischen Aspekt von Gewalt und Terror
mit Blick auf die Gesellschaftstheorie von Niklas Luhmann. Im weiteren
Verlauf des Tages untersucht Prof. Dr. Georg Guntermann die Aesthetik der
Gewalt in der Literatur, Iris Dressler setzt sich mit der zeitgenoessischen
Kunst und der Dramaturg Hans Thomalla mit dem aktuellen Musiktheater im
Kontext von Krieg, Gewalt und Tod auseinander. Einen der Hoehepunkte der
Tagung bildet die Podiumsdiskussion zum Thema: Zerstoerung von Ikonen, die
am Sonntag, 9. Juni, nach der Morgenandacht stattfinden wird. Es diskutieren
Lorenz Wolffers, Editor in Chief der deutsch-juedischen Zeitung Aufbau, New
York, Wolfgang Kapust, Politik-Redakteur beim WDR, Koeln, und Dr. Kai Hafez
vom Deutschen Orient Institut, Hamburg, unter der Moderation von Rainer
Meyer, Deutschland-Korrespondent des Aufbau, Muenchen. Mit der Comicfigur
Bugs Bunny als Metapher oder der Kunst der Stoerung durch Taeuschung
beschaeftigt sich der Kuenstler Axel Roch. Waehrend der gesamten Tagung wird
der Kuenstler Jakub Moravek seine Videoinstallation "news" (2002) in der
Schlosskapelle zeigen, ueber die am Samstagnachmittag diskutiert werden
kann.
Wir freuen uns, Sie ins Tutzinger Schloss einladen zu duerfen, zu einer
kritischen und offenen Diskussion ueber Gattungs- und Bildergrenzen hinaus.
Ihre Anmeldung erbitten wir schriftlich: online ueber die Homepage
www.ev-akademie-tutzing.de oder per Fax 08158/996427. Ihre Anmeldung wird
nicht bestaetigt und ist verbindlich, sollten Sie von der Akademie nicht
spaetestens eine Woche vor Tagungsbeginn eine Absage wegen Ueberbelegung
erhalten.

Anmeldeschluss ist der 22. Mai 2002, bzw. je nach Verfuegbarkeit der 29.
Mai 2002.

--
Imke Bösch
Medienforum München e.V.
Sophienstraße 2

d-80333 München

t +49-089-59 08 39-57
f +49-089-59 08 39-70
www.medienforum.org

Reference:
CONF: Macht und Ohnmacht der Bilder (Tutzing, 7.-9.6.02). In: ArtHist.net, May 10, 2002 (accessed Feb 7, 2023), <https://arthist.net/archive/25038>.

^