CFP: Theorie und Methoden in der Dissertation (Potsdam, 15-16 Feb 19)

Potsdam, 15. - 16.02.2019
Eingabeschluss: 17.12.2018

Konstruktivistisches, wissenschaftliches Arbeiten in den kulturwissenschaftlich arbeitenden Geisteswissenschaften - Theorie und Methoden in der Dissertation. Vorgehensweise und Herausforderungen

Inspiriert durch die verschiedenen turns, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten zu neuen theoretischen und methodischen Reflexionen und Denkweisen in der Wissenschaftswelt geführt haben, steht auch Doktorand/innen der Geisteswissenschaften vor der umfangreichen Frage, welche theoretischen Grundannahmen der eigenen Arbeit zu Grunde liegen. Die einfache Devise der heuristischen, quellenkritischen Vorgehensweise, nach welcher der/die neutrale und objektive Forscher/in die Wahrheit aus den Quellen destillieren kann, ist obsolet. Solche Arbeitsweisen entsprechen nicht dem Anspruch von Wissenschaftlichkeit! Denn wie sehr die eigene, individuelle Biografie, die Begrifflichkeiten sowie das sozio-kulturelle Umfeld und der Zeitkontext, in dem sich die Forscher/innen bewegen, die Erkenntnis(se) beeinflussen, ist vielfach verdeutlicht worden. Aus diesen epistemologischen Einsichten resultiert eine (neuere) Grundvoraussetzung und Situation, mit der Doktorand/innen konfrontiert sind. Denn die Theorieaffinität war und ist besonders bei Vertreter/innen der historischen Zunft bisher nicht sonderlich stark verbreitet. Daran gilt es aber, etwas zu ändern. Wir haben Lust, uns den theoretischen und methodologischen Herausforderungen zu stellen und diese in unseren Forschungsvorhaben anzuwenden.

Am 15.-16. Februar 2019 veranstaltet der Arbeitsbereich Sozialgeschichte der Universität Potsdam einen Workshop, zu dem wir alle interessierten Doktorand/innen der kulturwissenschaftlich arbeitenden Geisteswissenschaften einladen. Unabhängig des thematischen und epochalen Schwerpunktes Eures Forschungsvorhabens wollen wir uns gemeinsam mit folgenden Fragen und Themen beschäftigen:

Wie arbeite ich wissenschaftlich? Theoretische und methodische Reflexionen/Dimensionen in der Dissertation; wieviel Theorie muss/sollte sein?
Geschichtsphilosophische Grundannahmen/ Erkenntnistheorie meiner Arbeit: Ich, die Quelle und die Wahrheiten. Wieviel Ich sollte in der Dissertation erkennbar sein?
Was will Wissenschaft? Was will Ich?
Ich als Autor/in meiner Erzählung. Was sind meine Intentionen? Warum mein/das Thema?

Neben einer einführenden Keynote von Prof. Dr. Ralf Pröve zur Dekonstruktion von Wissenschaftler/innen wollen wir uns vor allem durch die Kombination von kurzen In-Put-Präsentationen und erarbeiteten Postern der Teilnehmer/innen zu ihren jeweiligen Arbeitsweisen mit Workshop-basierten Formaten den theoretischen und methodischen Fragen stellen.
Bei Interesse an einer Teilnahme an dem Workshop bitten wir Euch, bis zum 17.12.18 ein kurzes, 1-2 seitiges Abstract an Jelena Tomovic (tomovicuni-potsdam.de) zu schicken, indem ihr einerseits kurz euch, euer Thema und euer Erkenntnisinteresse vorstellt und andererseits die theoretischen und methodischen Grundannahmen eurer Forschungsarbeit bzw. diesbezügliche Schwierigkeiten oder offene Fragen skizziert.
Eine finanzielle Unterstützung an den Reisekosten und der Unterbringung der Referent/innen wird angestrebt, kann aber noch nicht zugesagt werden.

Veranstalter/innen:
Jelena Tomovic, Doktorandin am Arbeitsbereich Sozialgeschichte
Sascha Nicke, Doktorand am Arbeitsbereich Sozialgeschichte

Quellennachweis:
CFP: Theorie und Methoden in der Dissertation (Potsdam, 15-16 Feb 19). In: ArtHist.net, 21.11.2018. Letzter Zugriff 12.12.2018. <https://arthist.net/archive/19591>.

Beiträger: Sascha Nicke

Beitrag veröffentlicht am: 21.11.2018

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