How On Earth?
Verschwindende Vermächtnisse: Die Welt als Wald
Überlieferte Bilder von Natur stehen heute im Widerspruch zu Artensterben, Entwaldung und Klimawandel. Haben Eingriffe in die Landnutzung, ökologische Beeinträchtigungen und die Ausrottung von Arten seither eine neue, gestörte Naturgeschichte geschaffen? Mit diesen und weiteren Fragen im Kontext von Natur, Kolonialismus und Ökosystemen im Zeitalter des Anthropozäns beschäftigt sich das Diskursprogramm "How On Earth?" in Gesprächen, Führungen, Vorträgen und Filmvorführungen.
Ziel des Ausstellungs- und Forschungsprojektes "Verschwindende Vermächtnisse: Die Welt als Wald" ist die Umsetzung des multiplikativen Potenzials von Kunst, Medien und Naturgeschichte, die – auf provokante Weise zusammen präsentiert – für einen transformativen Umgang mit diesem sensiblen Planeten und seinen gefährdeten Wäldern werben.
Die Natur abbilden
09.06.2018 Im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften:
19 Uhr
Kurator_innenführung [deutsch/englisch] und Künstler_innengespräch mit Maria Thereza Alves [englisch]
20 Uhr
Künstlergespräch mit Bik Van der Pol [englisch] Ausstellungsführung [deutsch]
23 Uhr
Ausstellungsführung [deutsch]
Einen Planeten konsumieren
26.06.2018, 20 Uhr
Vorträge von Seth Denizen, Max Haiven (Lakehead University) und Shela Sheikh (Goldsmiths) [englisch]. Im Anschluss Filmvorführung von Europium, 2014 [englisch mit deutschen Untertiteln] und Gespräch mit der Künstlerin Lisa Rave [englisch]
Vom Aussterben
03.07.2018, 19:30 Uhr
Provisioning Crows: Ecologies of Hope in the Mariana Islands, Vortrag von dem Umweltphilosophen Thom van Dooren [englisch]. Im Anschluss Filmvorführung von Point of No Return, 2015 [englisch mit deutschen Untertiteln] und Gespräch mit der Künstlerin Antje Engelmann [englisch]
Von Holzstoff und Papier
24.08.2018, 19:30 Uhr
Gespräche über Publikationen mit Dubravka Sekulic, Milica Tomic (Grazer Architektur Magazin GAM, TU Graz), Leah Whitman-Salkin u. a.
Mit der Erde denken
25.08.2018 Im Rahmen der Langen Nacht der Museen:
19:30 Uhr
Vorträge von Hannah Meszaros-Martin und Kenny Cupers (Universität Basel)
21 Uhr
Filmvorführung von Thinking Like A Mountain, 2018 [deutsch mit englischen Untertiteln] und Gespräch
mit dem Regisseur Alexander Hick [englisch], im Anschluss Podiumsdiskussion mit allen Gästen und Ausstellungskurator_innen [englisch]
18 - 23 Uhr
Ausstellungsführungen [deutsch/englisch]
Teilnehmende Künstler_innen
Maria Thereza Alves, Ari Bayuaji, Bik Van der Pol, Shannon Lee, Castleman/Mobile Ecologies, Revital Cohen & Tuur van Balen, Mark Dion, Radjawali Irendra/Akademi Drone Indonesia, Armin Linke mit Giulia Bruno und Giuseppe Ielasi, Barbara Marcel, Julian Oliver & Crystelle Vu, PetaBencana.id, Robert Zhao Renhui/The Institute of Critical Zoologists, SHIMURAbros, Paulo Tavares/autonoma
Verschwindende Vermächtnisse: Die Welt als Wald ist ein dreiteiliges Projekt von Anna-Sophie Springer und Etienne Turpin. Die Wanderausstellung wird vom Centrum für Naturkunde (CeNak) an der Universität Hamburg realisiert, wo sie 2017 zu sehen war. 2018 werden adaptierte Versionen bei den Projektpartner_innen gezeigt; vom 27. April bis 26. August 2018 im Tieranatomischen Theater (TA T) an der Humboldt-Universität zu Berlin und vom 20. Oktober bis 14. Dezember 2018 im Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Halle/Saale. Der Ausstellungszyklus ist eine Kooperation mit der Schering Stiftung und dem Goethe-Institut Singapur. Das Projekt wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.
Quellennachweis:
ANN: How On Earth? (Berlin, 9 Jun-25 Aug 18). In: ArtHist.net, 10.05.2018. Letzter Zugriff 05.04.2026. <https://arthist.net/archive/18094>.