Matthias Haß: Gestaltetes Gedenken

Reviewed by: Jan-Holger Kirsch

Als Lea Rosh und Eberhard Jaeckel 1988 die Gedenkstaette Yad Vashem besuchten, fassten sie einen Plan: Im "Land der Taeter" (d.h. in Deutschland) muesse es "ein aehnliches Denkmal geben wie hier im Land der Opfer" (d.h. in Israel).[1] Sie traten dafuer ein, in Berlin ein "Denkmal fuer die ermordeten Juden Europas" zu errichten, und fanden zahlreiche Unterstuetzer. Die anfangs nicht naeher reflektierte Absicht, ein deutsches Aequivalent zu Yad Vashem zu schaffen, stiess allerdings auch auf Kritik. So schrieb eine Teilnehmerin des kuenstlerischen Wettbewerbs von 1994/95: "Berlin ist nicht Jerusalem. Die Ministergaerten im ehemaligen und zukuenftigen Zentrum der politischen und oekonomischen Macht sind nicht Yad Vashem."[2] In einer spaeteren Diskussionsphase kamen einige Politiker und Publizisten darauf, dass vielleicht eher das United States HolocaustMemorial Museum in Washington ein Vorbild fuer Berlin sein koenne, da es eine starke Architektursprache mit umfangreicher Informationsvermittlung kombiniere. Bisweilen machte die Debatte den Eindruck, dass israelische, amerikanische und deutsche Formen des Gedenkens ein frei verfuegbares Reservoir seien, aus dem man sich nach Opportunitaetsgesichtspunkten bedienen koenne. Die je spezifische Geschichte des rund 50jaehrigen Umgangs mit dem Nationalsozialismus blieb dabei unberuecksichtigt - was sich zum Teil dadurch erklaert, dass es auch in der Wissenschaft an entsprechenden komparativen Studien fehlte.

Der Berliner Politologe und Gedenkstaettenmitarbeiter Matthias Hass hat nun eine Dissertation veroeffentlicht, die fuer solche Fragen ein neues Fundament liefert. Die von ihm untersuchten drei Institutionen unterscheiden sich in vieler Hinsicht, haben aber das gemeinsame Merkmal, dass ihnen eine herausgehobene nationale (und internationale) Bedeutung zukommt: die israelische Gedenkstaette Yad Vashem, die deutsche Stiftung Topographie des Terrors und das amerikanische United States Holocaust Memorial Museum (im folgenden: USHMM). Dargestellt werden die gesellschaftlichen Kontextbedingungen, die Entstehungsgeschichten und organisatorischen Strukturen, die Konzeptionen und inhaltlichen Perspektiven sowie die Wandlungsprozesse der ausgewaehlten Einrichtungen. Diese seien gleichermassen "Akteure" und "materialisierte Ergebnisse" oeffentlicher Selbstverstaendigung (S. 381). Als Quellenmaterial dient ein breites Spektrum von Archivunterlagen und 'grauer' Literatur, das durch Interviews mit Verantwortlichen aus Jerusalem und Washington ergaenzt wird. Die Recherche ueber Yad Vashem war nach Auskunft des Verfassers am schwierigsten (S. 34): "Bezeichnenderweise ist die Einsicht, dass die Gedenkstaette selbst zum Ziel einer Forschungsarbeit werden koennte, nur schwach ausgepraegt." Dennoch ist Hass in allen drei Faellen eine praezise und problemorientierte Schilderung gelungen.

Yad Vashem (woertlich: ein Denkmal und ein Name) wurde bereits 1953 vom israelischen Parlament gegruendet; die ersten Plaene datieren sogar schon aus dem Jahr 1942. Als Standort der Gedenkstaette wurde der Har Ha-Zikaron (Berg des Gedenkens) in Jerusalem gewaehlt - unweit des Herzl-Bergs, wo Theodor Herzl und die israelischen Praesidenten bestattet sind. Das Gedenkensemble von Yad Vashem folgt keinem stringenten Plan, sondern ist nach und nach gewachsen. Waehrend anfangs hauptsaechlich Archiv- und Forschungsaufgaben, aber keine Ausstellungen vorgesehen waren, hat die Einrichtung im Lauf der Jahrzehnte eine immer ausgedehntere Taetigkeit entwickelt. Kamen 1960 nur knapp 20.000 Besucher, so sind es heute jaehrlich ueber zwei Millionen (S. 84 f.). Nach einer Existenzkrise Mitte der 1960er Jahre erhielt Yad Vashem durch den Sechstagekrieg von 1967 neuen politischen Rueckhalt; Staat und Gesellschaft setzten den Holocaust verstaerkt fuer gegenwartsbezogene Legitimationszwecke ein. 1968 wurde beispielsweise eine 21 Meter hohe "Saeule des Heldentums" errichtet (S. 101 f.), und die 1973 gegruendete paedagogische Abteilung sollte nicht zuletzt die Moral der israelischen Soldaten staerken (S. 114 f.). Eine ebenfalls 1973 eroeffnete Dauerausstellung setzte ganz auf die Identifikation mit den Opfern und formulierte den Appell, den juedischen Staat mit aller Kraft zu verteidigen (S. 120-127).

In den 1980er und 1990er Jahren, als unter anderem eine Kindergedenkstaette und das "Tal der zerstoerten Gemeinden" entstanden, kam es zu einer Perspektivenerweiterung. Andererseits bildete die "Herausstellung von Heldentum" (S. 133) weiterhin einen Schwerpunkt. Die gegenwaertig stattfindende umfassende Neukonzeption [3] ist ein Versuch, auf den Zeitabstand zum historischen Geschehen und auf den Generationswechsel (auch des Gedenkstaettenpersonals!) zu reagieren. Der grundlegende Zugang wird laut Hass aber beibehalten (S. 139): "Bei der Frage, ob sich Yad Vashem als internationale Einrichtung versteht, die aus einer universellen Perspektive die Geschichte des Holocaust erzaehlt, oder um eine israelische Einrichtung, die aus einer juedisch-zionistischen Perspektive der Welt die Geschichte des Holocaust als Teil juedischer Geschichte erzaehlt, hat man sich fuer Letzteres entschieden." So wird die Thematisierung der Taeter - verstaendlicherweise - auch in Zukunft nur ein Randthema sein (S. 141). In geschichtspolitischer Hinsicht ist zudem auffaellig, wie eng Yad Vashem mit dem Staat verbunden ist. Ein "dezentrales und vielfaeltiges israelisches Konzept der Erinnerung und des Gedenkens" (S. 145) existiert de facto nicht, auch wenn die fruehere Homogenitaet der Staatsmythologie seit Mitte der 1990er Jahre aufgebrochen ist (S. 64 ff.).

In der Bundesrepublik Deutschland besteht eine ganz andere Situation: Hier ist Gedenkstaettenarbeit meist aus zivilgesellschaftlichem und ortsbezogenem Engagement hervorgegangen; erst seit wenigen Jahren gibt es eine koordinierte Gedenkstaettenfoerderung vonseiten des Staates. Der Paradigmenwechsel, der darin zum Ausdruck kommt, laesst sich am Beispiel der "Topographie des Terrors" sehr gut studieren. Das fruehere "Prinz-Albrecht-Gelaende" in Berlin-Kreuzberg, wo Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt ihren Sitz hatten, war bis Ende der 1970er Jahre ein weitgehend vergessener Ort. Aus einem gegenwartsbezogenen, gesellschaftspolitischen Interesse heraus wollten verschiedene Buergerinitiativen dies aendern. Um die "Deutungshoheit" zurueckzugewinnen (S. 162), schrieb der Senat 1983 einen Wettbewerb aus, der inhaltlich wenig durchdacht war. Die Buergerinitiativen setzten ihre Taetigkeit fort und profitierten davon, dass 1987 die 750-Jahr-Feier Berlins anstand. Eine als Provisorium gedachte Ausstellung mit dem geschickt gewaehlten Titel "Topographie des Terrors" fand ungeheures Interesse und machte allen Beteiligten klar, dass das Forschen und Gedenken weitergehen muesse. Hatte man das "Prinz-Albrecht-Gelaende" anfangs vor allem als Ort der Opfer betrachtet, verschob sich die Aufmerksamkeit bald auf die Geschichte der Taeter und auf die europaeische Relevanz gerade dieses Areals fuer die Organisation des Holocaust.

Mit der Stiftungsgruendung von 1992/95 wurde die "Topographie" "offiziell als eine nationale Institution definiert" (S. 220). Ein neuer Wettbewerb fuer ein dauerhaftes Ausstellungsgebaeude, das die ergrabenen Relikte moeglichst wenig beeintraechtigen sollte, wurde veranstaltet. Zum 50. Jahrestag des Kriegsendes fand der symbolische Baubeginn statt, und so schien alles auf bestem Wege zu sein. Noch 1998 konnte man die These vertreten, der gewandelte Umgang mit dem Standort sei "- trotz aller Einschraenkungen - als bemerkenswerter Lernprozess gesellschaftlicher Gruppen und staatlicher Stellen in Deutschland zu werten". [4] Inzwischen wird man dies etwas skeptischer betrachten muessen, denn einen Termin fuer die Fertigstellung des Gebaeudes "wagt momentan niemand verbindlich festzulegen" (S. 231). Hass zeigt detailliert auf, dass dafuer nicht allein finanzielle Gruende verantwortlich sind: Der Schwebezustand haenge auch mit bestimmten Eigenarten der Stiftungsorganisation und mit Unklarheiten des inhaltlichen Profils zusammen (S. 226, S. 238 f.). Da Hass selbst als freier Mitarbeiter der "Topographie" taetig ist, verfuegt er ueber eine genaue Kenntnis der Materie. Er versteht es, die schrittweise Institutionalisierung des Gedenkens mit Respekt fuer die Akteure und zugleich mit entschiedenem Urteil zu schildern. So zitiert er eine lange Liste von politischen Absichtserklaerungen zugunsten der "Topographie" (S. 232 f.) und argumentiert, dass die jetzige Prioritaetensetzung des Bundes halbherzig sei (S. 360, Anm. 2): "Man bedenke, dass das Juedische Museum und das Mahnmal fuer die ermordeten Juden Europas vollstaendig vom Bund getragen werden, die Stiftung Topographie des Terrors dagegen nicht. Der 'Dreiklang' von [hauptstaedtischen] Erinnerungsorten wird dadurch strukturell zu einem 'Zweieinhalbklang'."

Die dritte Fallstudie, die das USHMM thematisiert, ist wiederum durch eine eigene Problematik gekennzeichnet. Waehrend der Identitaetsbezug zum Holocaust fuer (juedische) Israelis und fuer Deutsche evident ist, existiert fuer Buerger der USA eine groessere Distanz - zumindest fuer die nichtjuedische Bevoelkerungsmehrheit. Michael Berenbaum, damaliger Projektdirektor des USHMM, sprach 1990 von der Notwendigkeit einer "Vereinheimischung" (nativization) des Holocaust. [5] Zwar steht auch in Washington die Ermordung der Juden im Zentrum der Darstellung, doch wird der Begriff "Holocaust" breiter gefasst als in Israel (S. 313-321). Ein Ausdruck der "Amerikanisierung" ist schon das Museumsgebaeude: Der Architekt James Ingo Freed bediente sich formaler Anregungen aus Auschwitz, Treblinka und Warschau. Wachturm-, Winkel- und Brueckenelemente leisten eine "Kompensation des historischen Ortes" (S. 309). Zusammen mit einigen originalen KZ-Relikten und Nachbildungen in der Ausstellung selbst entsteht "a paradoxical artificial authenticity" [6]. Hass meldet Zweifel an, ob dies zu einem differenzierten historischen Lernen beitraegt (S. 329-332). Sicher ist zumindest, dass die Opferperspektive im Vordergrund steht; die Befreier und die Zuschauer kommen eher am Rande, die Taeter der NS-Verbrechen so gut wie gar nicht vor (S. 338-341).

Die Vorbereitung des USHMM hatte 1978/79 mit einem von Praesident Carter eingesetzten Planungsstab begonnen. In den Jahren 1980 bis 1986 wurden unter Leitung Elie Wiesels programmatische Grundsatzfragen eroertert, von 1987 bis 1993 ging es um die praktische Verwirklichung. Das Museum wurde vollstaendig aus Spenden finanziert; erst mit der Eroeffnung im April 1993 wurde es vom Staat uebernommen. Daher war eine umfangreiche Fundraising-Kampagne erforderlich, die fuer deutsche und europaeische Verhaeltnisse hoechst ungewoehnlich anmutet. Hass beschreibt dies keineswegs kritiklos, aber zurueckhaltend und abwaegend (S. 299-304). Bis zum Fruehjahr 1999, d.h. in den ersten sechs Jahren seines Bestehens, haben knapp 12 Millionen Menschen das USHMM besucht (S. 270). Dass das Museum so gut angenommen wird, haengt offenbar mit einer vielschichtigen "Bedeutungszuordnung" zusammen (S. 357): "Fuer die juedischen Gemeinden ist es eine Gedenkstaette an die ermordeten Juden Europas und gleichzeitig sichtbares Zeichen ihrer Zugehoerigkeit zu Amerika. Fuer die amerikanische nichtjuedische Mehrheitsgesellschaft ist es eine Informations- und Vermittlungsinstitution mit hohem moralischem Wert, die von Buergerrechtsgruppen fuer eigene Ziele genutzt wird. Fuer die offizielle amerikanische Politik hat das Museum eine beratende Funktion in Menschenrechtsfragen und kann in Fragen symbolischer Politik fuer die eigene Darstellung eingesetzt werden."

Obwohl bzw. gerade weil die drei gewaehlten Beispiele so stark differieren, ist es nuetzlich, dass Hass im Schlussteil explizite Vergleiche anstellt (S. 358-383). Dies ist besonders begruessenswert, da die meisten laenderuebergreifenden Arbeiten solche Vergleiche nicht oder nur oberflaechlich leisten .[7] Hass waehlt vier systematische Aspekte: die Zielvorgaben und den Prozessverlauf, die Organisationsstruktur der Institutionen, die Darstellungsmodi der Ausstellungen sowie Grad und Form der "Instrumentalisierung" von Geschichte. Die komplexen Befunde koennen hier nicht im Einzelnen resuemiert werden. Hervorgehoben sei aber, dass sich die Zielformulierungen aller drei Erinnerungsprojekte im Zeit- und Diskussionsverlauf aenderten. Auch nach der institutionellen Etablierung bleibt das Selbstverstaendnis der Gedenkorte im Fluss, und dies kann fuer eine lebendige Erinnerungskultur nur vorteilhaft sein. Inhaltlich dominieren hingegen die Unterschiede: Yad Vashem entwickelt seine Narration des Holocaust vor dem Hintergrund einer laengerfristigen Geschichte des Judentums. Das USHMM bezieht die Geschichte des nationalsozialistischen Staates deutlicher ein, blendet aber die Taeterseite aus. Die Topographie des Terrors ist in ihrem struktur- und institutionengeschichtlichen Zugang am konkretesten, reduziert auf diese Weise jedoch die Empathie mit den Opfern (S. 370-373). Beispiele fuer "illegitime Instrumentalisierungen der Geschichte des Holocaust" finden sich in jedem der geschilderten Faelle; in den USA wird mit Gegenwartsbezuegen heute am offensivsten umgegangen (S. 379).

Als "Ausblick" haelt Hass schliesslich fest, "dass eine Uebertragung von Gedenkstaettenkonzeptionen und damit auch von spezifischen Deutungen der historischen Ereignisse im internationalen Massstab wenig sinnvoll ist. Internationalisierung kann nur gegenseitige Anregung zur Zusammenarbeit bedeuten." (S. 382) Dies leuchtet nach der Lektuere des Bandes unmittelbar ein. Besonderes Interesse verdienen daher Interaktionen zwischen dem israelischen, amerikanischen und deutschen Gedenken, die an mehreren Stellen aufscheinen und sich fuer weiterfuehrende Forschungen eignen wuerden: So fuehrte es zu Konflikten, dass Elie Wiesel zeitweise Aemter in Jerusalem und in Washington innehatte (S. 78). Ein anderes Konfliktpotential besteht darin, dass Yad Vashem und das USHMM um die gleichen Sponsorengelder kaempfen (S. 134). Die derzeitige Neugestaltung der israelischen Gedenkstaette laesst sich als Versuch deuten, die Rolle der weltweit fuehrenden Erinnerungsinstitution zurueckzuerobern (S. 138). Mitunter gibt es aber auch Uebereinstimmungen: Amerikanische Juden verstanden Yad Vashem in der Planungsphase des USHMM als ausdrueckliches Vorbild (S. 352), und am Ende der Washingtoner Ausstellung findet sich das israelische Grundmotiv "Von der Katastrophe zur Wiedergeburt" (S. 350). Fuer Deutschland liesse sich zeigen, wie bestimmte amerikanische Erinnerungsformen die Vorstellungen von "Angemessenheit" allmaehlich veraendern. [8] Dies muss nicht per se nachteilig sein, sollte aber bewusst reflektiert werden. Ebenfalls diskussionsbeduerftig ist die Frage, was davon zu halten ist, wenn die Datenbank der Opfernamen aus Yad Vashem in das "Denkmal fuer die ermordeten Juden Europas" integriert wird: Handelt es sich um ein Beispiel gelungener Kooperation oder illegitimer Uebertragung? Kann man - wie Lea Rosh meinte - stolz darauf sein, etwas geschafft zu haben, was selbst dem USHMM versagt geblieben sei? [9]

Matthias Hass' profunde Dissertation ist gleichzeitig von theoretischer und praktischer Relevanz. Deshalb sei das Buch nicht nur Historikern, sondern auch Politikern sehr empfohlen. Waere der Titel etwas origineller, der Preis niedriger, die Zahl der Druckfehler geringer und der Stil an manchen Stellen eleganter, koennte das Lob noch uneingeschraenkter ausfallen.

Anmerkungen:

[1] Lea Rosh, Ein Denkmal im Lande der Taeter, in: Perspektive Berlin (Hg.), Ein Denkmal fuer die ermordeten Juden Europas. Dokumentation 1988-1995, Berlin 1995, S. 3-7, hier S. 3.

[2] Faltblatt zum Denkmalsentwurf "eingeschrieben" von Katharina Kaiser (Maerz 1995).

[3] Vgl. dazu auch Irena Steinfeldt, Yad Vashem an der Schwelle des 21. Jahrhunderts, in: Museen der Stadt Nuernberg (Hg.), Die Zukunft der Vergangenheit. Wie soll die Geschichte des Nationalsozialismus in Museen und Gedenkstaetten im 21. Jahrhundert vermittelt werden?, Nuernberg 2000 (Schriftenreihe des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelaendes Bd. 1), S. 155-168. Die Autorin ist selbst Mitarbeiterin von Yad Vashem.

[4] So Thomas Lutz, Von der Buergerinitiative zur Stiftung. Der Bildungsgehalt der oeffentlichen Debatte um den Umgang mit dem Prinz-Albrecht-Gelaende in Berlin, in: Heidi Behrens-Cobet (Hg.), Bilden und Gedenken. Erwachsenenbildung in Gedenkstaetten und an Gedaechtnisorten, Essen 1998 (Geschichte u. Erwachsenenbildung Bd. 9), S. 75-90, hier S. 89. Der Verfasser ist Gedenkstaettenreferent der Stiftung Topographie des Terrors.

[5] Zit. nach Bjoern Krondorfer, Gedanken zur Politik, Geschichte, AEsthetik und Rezeption des United States Holocaust Memorial Museum, in: Christian Staffa/Jochen Spielmann (Hg.), Nachtraegliche Wirksamkeit. Vom Aufheben der Taten im Gedenken, Berlin 1998 (Schriftenreihe des Institutes f. vergleichende Geschichtswiss. Bd. 1), S. 147-165, hier S. 152.

[6] Isabelle Engelhardt, The Creation of an "Artificial Authentic Place" - The United States Holocaust Memorial Museum in Washington, DC, in: Luisa Passerini (Hg.), Across the Atlantic. Cultural Exchanges between Europe and the United States, Bruxelles u.a. 2000 (Multiple Europes Bd. 13), S. 141-151, hier S. 151.

[7] Vgl. etwa Rolf Steininger (Hg.), Der Umgang mit dem Holocaust. Europa - USA - Israel, Wien/Koeln/Weimar 1994 (Schriften des Instituts f. Zeitgeschichte der Universitaet Innsbruck u. des Juedischen Museums Hohenems Bd. 1); David S. Wyman (Hg.), The World Reacts to the Holocaust, Baltimore/London 1996; James E. Young, Formen des Erinnerns. Gedenkstaetten des Holocaust, Wien 1997; Isabelle Engelhardt, A Topography of Memory. Representations of the Holocaust at Dachau and Buchenwald in Comparison with Auschwitz, Yad Vashem and Washington, DC, Bruxelles u.a. 2002 (Multiple Europes Bd. 16).

[8] Vgl. Stefan Krankenhagen, Auschwitz darstellen. AEsthetische Positionen zwischen Adorno, Spielberg und Walser, Koeln/Weimar/Wien 2001 (Beitraege zur Geschichtskultur Bd. 23), v.a. S. 163-220.

[9] Vgl. Konrad Schuller, Mahnmal erhaelt Liste mit mehr als drei Millionen Opfern, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.10.2000, S. 2.

Recommended Citation:
Jan-Holger Kirsch: [Review of:] Haß, Matthias: Gestaltetes Gedenken. Yad Vashem, das U.S.-Holocaust-Memorial-Museum und die Stiftung Topographie des Terrors, Frankfurt/Main [u.a.] 2002. In: ArtHist.net, Nov 26, 2002 (accessed Jul 18, 2019), <https://arthist.net/reviews/207>.

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Haß, Matthias: Gestaltetes Gedenken. Yad Vashem, das U.S.-Holocaust-Memorial-Museum und die Stiftung Topographie des Terrors, Frankfurt/Main [u.a.]: Campus Verlag 2002
ISBN-10: 3-593-37115-4, 405 S, ca. EUR 39.90, sfr 66.70

Review published: Nov 26, 2002

Editor: Godehard Janzing

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