Transferpraktiken 1960/heute (Bern, 15-16 May 14)

Universität Bern, Institut für Kunstgeschichte, UniS, Raum B-105 (UG), Schanzeneckstrasse 1, CH-3012 Bern, 15. - 16.05.2014

Interdisziplinärer Workshop
ReGeneration. Transferpraktiken 1960/heute
15. Mai und 16. Mai 2014, Universität Bern

Der interdisziplinäre Workshop ReGeneration untersucht Transferpraktiken zwischen den 1960er Jahren und heute. Allan Kaprow führte 1961 mit dem Happening alltägliches Leben und soziale Interaktion in die Kunst ein und löste so die Grenze zwischen Künstler und Publikum auf. Kaprows Innovation ist sowohl für die gegenwärtige Kunstpraxis als auch für die Kunsttheorie relevant. Lassen sich Christoph Schlingensiefs Kaprow-Adaptionen 2006 damit als Stilisierung des ursprünglichen Formats verstehen? Bleibt das kritische Potential der Aktivierung erhalten? Verschiebt sich ihre Bewertung durch den Transfer auf eine ästhetische oder formale Ebene?

Ähnlich grundsätzliche Fragen lassen sich auch an Werke der zeitgenössischen Installations- und Performancekunst sowie an aktuelle konzeptuelle Strategien - wie beispielsweise dem künstlerischen Ecocriticism - richten. Begriffe wie Referenz, Muster, Übersetzung, Rückgriff und Umarbeitung werden regelmäßig zur Erfassung dieser Bezugnahmen verwendet. Die terminologische Vielfalt verweist auf die methodische Schwierigkeit, diese Phänomene präzise zu fassen und illustriert damit ein grundsätzliches Problem der Kunstgeschichtsschreibung der Gegenwart.


Donnerstag 15.5.2014

14:00-14:30 Uhr
Begrüßung und Einführung

ReView

14:30-15:15 Uhr
Konjunktur der Kuben
Antje Krause-Wahl

15:15-16:00 Uhr
Die reproduktiven Kräfte der Dinge
Reaktivierungen in der zeitgenössischen Film- und Videokunst
Stefanie Stallschus

16:00-16:30 Kaffeepause


ReConsideration

16:30-17:15 Uhr
Die Kunst der Instruktion – eine Lecture Performance
Daniel Ladnar

17:15-18:00 Uhr
ReVisionen: Wahrnehmungskrisen und ihre aktuellen Überprüfungen
Eva Buchberger


Freitag, 16.5.2014

RePetition

9:00-9:45 Uhr
Theatrical Flashbacks to Harald Szeemann, Ed Kienholz and Christoph Schlingensief
Samuel Adams

9:45-10:30 Uhr
Reframing Music and its Perception
oder Kann man Musik ausstellen?
Christina Landbrecht

10:30-11:00 Kaffeepause


ReAction

11:00-11:45 Uhr
Keep on Moving: Der Transfer institutionskritischer Strategien im Werk von Michael Asher und Jeppe Hein
Anne Vieth

11:45-12:30 Uhr
Die Kritik der Kunst. Kunst als Systemanalyse am Beispiel von Marcel Broodthaers und Jeremy Deller
Susanne König

12:30-13:30 Uhr Mittagspause


ReConnection

13:30-14:15 Uhr
Partizipation und Situation: (Aus)Wirkungen der Situationistischen Internationale auf zeitgenössische Kunstformen
Pamela Geldmacher

14:15-15:00 Uhr
Ästhetik der Präsenz versus relationales Denken. Francis Alÿs’ Adaptionen künstlerischer Praktiken der 1960er Jahre
Ursula Grünenwald


Organisatorinnen:
Eva Buchberger
Eva Ehninger
Marianne Wagner

Quellennachweis:
CONF: Transferpraktiken 1960/heute (Bern, 15-16 May 14). In: ArtHist.net, 30.04.2014. Letzter Zugriff 24.11.2017. <https://arthist.net/archive/7570>.

Beiträger: Marianne Wagner, Bern

Beitrag veröffentlicht am: 30.04.2014

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