CFP 02.11.2026

Künstlerpaare der Avantgarde (Remagen, 1-2 Oct 27)

Remagen, Arp Museum Bahnhof Rolandseck, 01.–02.10.2027
Eingabeschluss : 31.01.2027

Joelle Warmbrunn

Der Richard-Meier-Bau des Arp Museums feiert 2027 sein 20-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass stellen wir in unserer Jubiläumsausstellung und dem dazugehörigen Symposium Künstlerpaare der Avantgarde (19. September 2027 bis 5. März 2028) das namensgebende Künstlerpaar Hans (Jean) Arp und Sophie Taeuber-Arp in den Mittelpunkt.

Ihr neuartiges Verständnis einer künstlerischen Partnerschaft im Gleichklang bildet den Ausgangspunkt und eröffnet den Blick auf ihre Werke im Kontext ihrer gemeinsamen Geschichte sowie der ihrer Weggefährten, die als Paare im Kreis der Avantgarde wirkten. Die Ausstellung untersucht das wechselseitige, kraftgeladene oder auch konflikthafte Miteinander in Künstlerpaarbeziehungen und geht der Vielschichtigkeit von Konstellationen unterschiedlicher Künstlerpaare auf den Grund. Von der symbiotischen Arbeitsgemeinschaft bis hin zur wie willenlos getriebenen Amour fou, von gleichgeschlechtlicher Liebe bis zu Lehrer-Schülerin-Beziehungen bilden die Künstlerpaare der Avantgarde um Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp ein weitreichendes Spektrum neuer Liebes- und Lebensentwürfe ab.

Die gesellschaftlichen Umbrüche zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatten auch zur Folge, dass Geschlechterrollen neu verhandelt und Paarbeziehungen neu ausgelotet wurden. In der Zeit vor und um Dada, im Surrealismus und in den 1930er Jahren entstanden entsprechend wichtige Impulse aus dem Kontext der Beziehungen der Arps zu anderen Künstlerpaaren. Neben bekannten Paaren rückt die Ausstellung auch überraschende Paar-Konstellationen in den Blick, die bislang kaum im kunsthistorischen Bewusstsein präsent sind.

Folgende Paarkonstellationen werden in der Ausstellung Thema sein:

Sophie Taeuber-Arp – Hans (Jean) Arp
Hilla von Rebay – Hans (Jean) Arp
Hilla von Rebay – Rudolf Bauer
Adya van Rees-Dutilh – Otto van Rees
Emmy Hennings – Hugo Ball
Nelly van Doesburg-van Moorsel – Theo van Doesburg
Louise Straus-Ernst – Max Ernst
Marie-Berthe Aurenche – Max Ernst
Leonora Carrington – Max Ernst
Dorothea Tanning – Max Ernst
Peggy Guggenheim – Max Ernst
Sophie Lissitzky-Küppers – El Lissitzky
Ilse Leda-Vordemberge – Friedrich Vordemberge-Gildewart
Binia Bill-Spoerri – Max Bill
Lucia Moholy – László Moholy-Nagy
Gala Éluard Dalí – Salvador Dalí
Greta Knutson – Tristan Tzara
Gabrielle Buffet-Picabia – Francis Picabia
Jacqueline Lamba – André Breton
Ella Bergmann-Michel – Robert Michel
Anni Albers – Josef Albers
Sonia Delaunay-Terk – Robert Delaunay
Kay Sage – Yves Tanguy
Franciska Clausen – Fernand Léger
Nadia Khodossievich-Léger – Fernand Léger
Juliette Roche – Albert Gleizes
Barbara Hepworth – Ben Nicholson
Maria Martins – Marcel Duchamp
Kiki de Montparnasse – Man Ray
Lee Miller – Man Ray
Lee Miller – Roland Penrose
Hannah Höch – Raoul Hausmann
Hannah Höch – Til Brugman
Jeanne Kosnick-Kloss – Otto Freundlich

Form des Symposiums:

Die Veranstaltung versteht sich als kollaborative Tagung mit Impuls-Vorträgen (ca. 20 Minuten), einer Dialogführung durch die Ausstellung Künstlerpaare der Avantgarde und Abendessen (Freitag). Neben theoretischem Input wird es Raum für einen intensiven Austausch geben.

Wir bemühen uns, einen respektvollen, möglichst barrierearmen und diskriminierungssensiblen Rahmen zu schaffen, in dem sich alle Teilnehmenden sicher beteiligen können.

Ort: Arp Museum Bahnhof Rolandseck, 53424 Remagen
Format: Wissenschaftliches Symposium, Präsenzveranstaltung
Veranstalter: Arp Museum Bahnhof Rolandseck

Themenfelder und Fragestellungen:

Wir suchen Beiträge aus einem aktuellen Forschungsfeld mit dem Schwerpunkt Künstlerpaare der Avantgarde im Zeitraum 1900 – 1940.

Einreichung:

Einreichungen können zu einzelnen Künstlerpaaren und Schwerpunkten erfolgen, aber auch mehrere miteinander kombinieren. Wir begrüßen Beiträge von Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen (z.B. Promovierende und Postdocs) aus der Kunstgeschichte Kunstwissenschaft oder verwandten Fächern, erwünscht sind auch kritische Perspektiven wie Gender- und Queer Studies.

Einreichungsmodalitäten:

Die Tagungssprache ist Deutsch, englischsprachige Vorträge mit deutscher Übersetzung sind möglich. Wenn ein Vortrag auf Englisch gehalten wird, sollte im Vorfeld ein übersetztes Skript erstellt werden, das den Teilnehmenden am Tag zur Verfügung gestellt wird. Für die Bewerbung bitten wir um die Einsendung eines
- Abstract (max. 2.000 Zeichen inkl. Leerzeichen)
- Kurzbiografie (max. 1.000 Zeichen)

Fristen:

Der Call ist geöffnet vom 1. November 2026 bis zum 31. Januar 2027.
Rückmeldungen der Veranstaltenden erfolgen bis Ende März 2027.

Um eine möglichst breite Teilnahme zu ermöglichen, planen wir, die Tagung kostengünstig anzubieten. Für Vortragende übernehmen wir die Reise- und Übernachtungskosten (nach dem Landesreisekostengesetz Rheinland-Pfalz Bahnfahrt 2. Klasse innerhalb Deutschlands, eine Übernachtung) und bieten ein Honorar von 300 EUR.

Bitte senden Sie Ihre Unterlagen in einer PDF-Datei mit max. 10 MB Dateigröße an: kyeckarpmuseum.org

Ansprechpersonen, Kontakt und Organisation:
Dr. Julia Wallner, Astrid von Asten, Sylvie Kyeck, Joëlle Warmbrunn
Für organisatorische Fragen: Joëlle Warmbrunn, warmbrunnarpmuseum.org
Für inhaltliche Fragen: Sylvie Kyeck, kyeckarpmuseum.org

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Quellennachweis:
CFP: Künstlerpaare der Avantgarde (Remagen, 1-2 Oct 27). In: ArtHist.net, 02.11.2026. Letzter Zugriff 02.11.2026. <https://arthist.net/archive/54807>.

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