JOB Jan 28, 2026

Wiss Mitarbeit (PostDoc), Oranische Gemälde in Anhalt-Dessau, Kiel/Dessau-Roßlau

Kiel / Dessau-Roßlau, Apr 1, 2026–Mar 31, 2029
Application deadline: Jan 31, 2026

Kulturstiftung Dessau-Wörlitz

Das Kulturstiftung Dessau-Wörlitz mit Sitz in Dessau-Roßlau sucht, in Kooperation mit dem Kunsthistorischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, zum 1. April 2026 eine/einen

Post-Doktorandin / Post-Doktoranden für das DFG-Projekt
„Erbe wahrnehmen. Oranische Gemälde in Anhalt-Dessau“ (m/w/d)

Arbeitgeber und Dienstorte sind zu jeweils 50% das Kunsthistorische Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Professur für Neuzeit (1400-1800) und die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz mit Sitz in Dessau-Roßlau.

Das DFG-Projekt dient der Erforschung des einzigartigen Konvoluts flämischer und holländischer Malerei im UNESCO-Welterbe Dessau-Wörlitzer Gartenreich. Dieses besondere kulturelle Erbe soll wissenschaftlich erschlossen und für zukünftige Generationen transparent gemacht werden.

Bei den Gemälden handelt es sich um einen bedeutenden Teil des beweglichen Erbes aus der berühmten Sammlung der Amalie von Solms (1602–1675), der Witwe des niederländischen Statthalters Friedrich Heinrich von Oranien (1584–1647). Die Gemälde gelangten nach ihrem Tod durch komplizierte Erbschaftsvorgänge und Verkäufe in das damalige Fürstentum Anhalt-Dessau. Sie befinden sich heute in den Sammlungen der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz und teilweise in der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau und sind damit integraler Bestandteil der Welterbe-Landschaft. Zu den Werken zählen Gemälde von Künstlern wie Jan Brueghel d. Ä. und Peter Paul Rubens, Anthonis van Dyck, Gerrit van Honthorst, Hendrick Goltzius und Jan Mijtens. Trotz der Bedeutung dieses Bestandes steht eine umfassende wissenschaftliche Bearbeitung aus.

Anliegen und Gegenstand des Projektes zielen darauf, das überlieferte Konvolut oranischer Gemälde einer gründlichen Provenienzerschließung zu unterziehen und es in einem bisher nicht möglichen Maße kunsttechnologisch und kunsthistorisch zu untersuchen. Systematisch erforscht werden soll die mehrere Jahrhunderte umfassende Wahrnehmung des Erbes. Von Relevanz ist insbesondere die Frage, welche Gemälde von wem zu welcher Zeit, wo und mit welcher Intention präsentiert wurden. Die Provenienzerschließung und die Untersuchung des mit diesen Gemälden verbundenen Kultur- und Wissenstransfers sowie die Analyse von Funktion und Wirkung der erhaltenen Displays des 18. Jahrhunderts stehen dabei im Fokus.

Ihre Aufgaben:
• bestandsbezogene, interinstitutionelle Forschung im Rahmen des DFG-Projektes und digitale Aufbereitung und Präsentation der Ergebnisse
• wissenschaftliche Untersuchung des Kultur- und Wissenstransfers am Beispiel von Itineraren exemplarischer Gemälde aus dem sogenannten oranischen Erbe durch die sich wandelnden Präsentationsformen
• Vorbereitung und Organisation einer internationalen Fachtagung zum Projektthema und Mitarbeit an der Veröffentlichung der Tagungsbeiträge, Verfassen selbständiger Publikationsbeiträge
• fachliche und kollegiale Zusammenarbeit mit den im Projekt tätigen Restaurator:innen sowie mit weiteren Wissenschaftler:innen aus den Teilprojekten des Gesamtvorhabens
• Unterstützung beim Management des Projektes

Ihr Profil:
• sehr gut abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium und Promotion der Kunstgeschichte (wünschenswert im Bereich der Frühen Neuzeit)
• ein anhand wissenschaftlicher Leistungen (Abschlussarbeit, Publikationen oder Mitarbeit in einem entsprechenden Forschungsprojekt) belegbares Interesse an niederländischer Malerei des 17. Jahrhunderts
• sehr gute Englischkenntnisse (Niveau C1) in Wort und Schrift, Kenntnisse des Niederländischen (Niveau A2)
• schnelle Auffassungsgabe, Einsatzbereitschaft, Selbständigkeit, hohe Belastbarkeit, Flexibilität, Kreativität, Team- und Kommunikationsfähigkeit
• Führerschein Klasse B; Bereitschaft zur Mobilität.

Wir bieten Ihnen für 36 Monate die Möglichkeit zur Mitarbeit in einem engagierten Team, eine vielseitige und anspruchsvolle Aufgabe mit eigenen Verantwortungsbereichen, die Möglichkeiten der Vernetzung in der internationalen Fachwelt und eine Vergütung in Höhe von Entgeltgruppe 13 TV-L (Vollzeit: 20 Stunden/Woche bei Kulturstiftung Dessau-Wörlitz und 19,35 Stunden/Woche bei Uni Kiel, flexible Arbeitszeiten).

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel versteht sich als moderne und weltoffene Arbeitgeberin. Wir begrüßen Ihre Bewerbung unabhängig Ihres Alters, Ihres · Geschlechts, Ihrer kulturellen und sozialen Herkunft, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexuellen Identität. Wir fördern die Gleichberechtigung der Geschlechter. Mehr zu unseren Werten können Sie in unserem Verhaltenskodex lesen.

Die Hochschule ist bestrebt, den Anteil von Wissenschaftlerinnen in Forschung und Lehre zu erhöhen und fordert deshalb entsprechend qualifizierte Frauen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Frauen werden bei gleichwertiger Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung vorrangig berücksichtigt.

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel setzt sich für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung ein: Bewerbungen von Schwerbehinderten und ihnen Gleichgestellten werden bei gleichwertiger Eignung bevorzugt berücksichtigt. Diese Ausschreibung richtet sich gleichermaßen an Beschäftigte des Landes Schleswig-Holstein und an externe Bewerber:innen.

Ausdrücklich begrüßen wir es, wenn sich Menschen mit Migrationshintergrund bei uns bewerben.

Interessierte richten ihre schriftliche Bewerbung bitte mit den üblichen aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen und bevorzugt per Mail bis zum 31.01.2026 (Datum des Poststempels) an die Anschrift:

Kulturstiftung Dessau-Wörlitz
Schloss Großkühnau
Referat Haushalt/Personal/Organisation
Ebenhahnstr. 8
06846 Dessau-Roßlau

Mail: bewerbunggartenreich.de

Bei Fragen zum Aufgabengebiet informieren Sie gern:

Dr. Anette Froesch
Kulturstiftung Dessau-Wörlitz
Ebenhanstraße 8
06846 Dessau-Roßlau
anette.froeschgartenreich.de

oder
Prof. Dr. Caecilie Weissert
Kunsthistorisches Institut
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Wilhelm-Seelig-Platz 2, R. 201
24118 Kiel
weissertkunstgeschichte.uni-kiel.de

Bewerbungs- und Reisekosten können nicht erstattet werden. Wird die Rücksendung der Unterlagen erwünscht, ist ein ausreichend frankierter und adressierter Rückumschlag erforderlich.

Bitte beachten Sie, dass Bewerbungen, die lediglich einen Lebenslauf erhalten, als unvollständig gelten und im weiteren Verfahren nicht berücksichtigt werden können. Auf die Vorlage von Bewerbungsfotos verzichten wir ausdrücklich und bitten daher, hiervon abzusehen. Nach Abschluss des Stellenbesetzungsverfahrens werden alle Unterlagen vernichtet.

Reference:
JOB: Wiss Mitarbeit (PostDoc), Oranische Gemälde in Anhalt-Dessau, Kiel/Dessau-Roßlau. In: ArtHist.net, Jan 28, 2026 (accessed Jan 30, 2026), <https://arthist.net/archive/51596>.

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