CONF 08.01.2026

When Materials Meet (Krems, 2-4 Mar 26)

Krems a.d. Donau, 02.–04.03.2026
Anmeldeschluss: 31.01.2026

Jasmin Kneidinger

Interdisziplinäre Tagung/Interdisciplinary Conference: When Materials Meet. Intermaterialität in Mittelalter und Früher Neuzeit.
[English Version below]

Die Tagung in Krems an der Donau wird im Kontext des IMAREAL-Forschungsschwerpunkts Intermaterialität veranstaltet und fokussiert auf das Ineinander- und Miteinanderwirken zweier oder vieler unterschiedlicher Materialien. Materialien treten selten als einzelne Entitäten auf, stehen sowohl als Natur- wie auch als Kunststoffe im Verbund mit anderen, Artefakte werden oftmals auch aus mehreren Materialien gefertigt und in sozialen Bewertungen und Semiosen werden Materialien zueinander in Beziehung gebracht. Der Begriff „Intermaterialität“ wird als Rahmenkonzept dieser vielfältigen Materialbeziehungen verstanden, und es sind genau diese Beziehungen und ihre Qualifizierung, die uns interessieren. Ziel der Tagung ist es, aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven Inputs für die Arbeit an diesem Rahmenkonzept zu gewinnen und einen initialen Impuls für ein entsprechendes internationales und interdisziplinäres Forschungsnetzwerk zu setzen.

Anmeldung zur Tagung bis zum 31. Jänner 2026 unter: sekretariat.imarealplus.ac.at
Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos.

Organisation: Isabella Nicka | Thomas Kühtreiber
Administrative Koordination und Planung: Jasmin Kneidinger
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The conference in Krems an der Donau is being held in the context of IMAREAL's research focus on intermateriality, which examines the interaction and interplay between two or more different materials.

Materials seldom manifest as discrete entities. Instead, they exist in combination with other materials, artefacts are often made from several materials, and materials are related to each other through social evaluations and semiosis. The term 'intermateriality' is used as a framework concept to describe these diverse relationships, and it is precisely these relationships, and how they are qualified, that are of interest.

The conference aims to gather input on this framework concept from different disciplinary perspectives and initiate an international, interdisciplinary research network.

Registration for the conference by 31 January 2026 at sekretariat.imarealplus.ac.at
Participation in the conference is free of charge.

Organizers: Isabella Nicka | Thomas Kühtreiber
Administrative coordination and planning: Jasmin Kneidinger
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Programm/Program:

Montag/Monday, 2.3.2026 

10.15–10.30 Begrüßung und Einleitung/Welcome and introduction (Elisabeth Gruber | Isabella Nicka | Thomas Kühtreiber) 

Materialscheidung und Materialbestimmung 

10.30–11.15 Henrike Haug (Köln), gediegen / geläutert? Vorstellungen von reinem und unreinem Silber in der Frühen Neuzeit 

11.15–12.00 Anne-Charlott Trepp (Kassel), „In seiner vollen Kraft und Reinheit“. Intermaterialität in Praktiken und Diskursen um Heilquellen und Heilwasser im 18. Jahrhundert 

12.00–13.30 Mittagspause/ Lunch Break 

Intermateriale Funktionalität und Ästhetik 

13.30–14.15 Helene Eisl (Wien), Judge a Book by Its Cover. Überlegungen zum Material- und Materialitätsbewusstsein im Kontext mittelalterlicher Bucheinbände 

14.15–15.00 Thomas Wozniak (Klagenfurt), Wiederbeschreibbare Wachstafeln als intermateriale Schriftträger 

15.00–15.30 Pause / Coffee Break

15.30–16.15 Lisa Woop (Jena), Horn, Metall und Glas: Nürnberger Brillen als Fallstudie zur Intermaterialität in der Frühen Neuzeit 

16.15–17.00 Adeline Schwabauer (Frankfurt a. Main), Angeschmiegt und fortgesetzt. Spätmittelalterliche Hornscheiden in Metallfassungen 

17.00–17.45 Elisabeth Sobieczky (Krems/Salzburg), Intermaterialität in hochmittelalterlichen Skulpturenfassungen. Techniken, Funktionen, Bedeutung 

17.45–18.30 Imbiss/Light Refreshments 

18.30 Öffentlicher Abendvortrag: Susanne Wittekind (Köln), Kristall, Kokosnuss und Koralle. Inszenierung natürlicher Materialien durch mittelalterliche Goldschmiedekunst 

Anschließend Umtrunk/Drinks Reception 

Dienstag/Tuesday, 3.3.2026 

Intermateriale Konstellationen und Praktiken 

9.00–9.45 Heike Schlie (Krems/Salzburg), Die Bronze ans Holz schlagen: Intermaterialität und Technikikonologie 

9.45–10.30 Luisa Radohs (Freiburg i. Breisgau), Materialvielfalt spätmittelalterlicher Kleidungsaccessoires – archäologische Aufschlüsse zu Materialverwendungen und Nutzungsmentalitäten an der nordostdeutschen Ostseeküste 

10.30–11.00 Pause/Coffee Break 

11.00–11.45 Monika Saczyńska-Vercamer (Berlin/Warschau), Der heilige Körper – Materie, Intermaterialität und Dinge im Kontext religiöser Handlungen. Das Beispiel der heiligen Hedwig von Schlesien 

11.45–12.30 Sabine von Heusinger (Köln), Intermaterialität auf dem Altar? Liturgische Geräte und „neue“ Materialien 

12.30–14.00 Mittagspause/Lunch Break 

14.00–14.45 Ursula Marinelli (Innsbruck), Intermaterialität in frühneuzeitlichen Weihnachtskrippen – eine Materialschlacht im Dienste von Frömmigkeit und Repräsentation 

14.45–15.30 Isabella Nicka (Krems/Salzburg), Varianz im Material: Intermateriale Beziehungen und Darstellungsformen von bearbeitetem Holz 

15.30–16.00 Pause/Coffee Break 

16.00–16.45 Monika Kammer (Wien), Vom Verbleichen, Gilben und Verschwärzen. Künstlerische Materialien im Austausch mit Licht, Luft und Klima 

Materialwechsel/Integration neuer Materialien 

16.45–17.30 Patrick Schicht (Krems a.d. Donau), Unterschiedliche Baumaterialien als wechselseitige Bedeutungsträger im Mittelalter 

17.30–18.15 Katharina Rotté (Berlin), Surrogat und Formtransfer zwischen Travertin und Marmor in der römischen Architektur um 1500 

Mittwoch/Wednesday, 4.3.2026 

9.00–9.45 David Hobelleitner (Salzburg), Flügel aus Stoff, Metall und Feder. Liturgische Fächer als intermateriale und intermediale Objekte 

9.45–10.30 Francesco De Naro Papa (Heidelberg), Stein, Glas und Importkeramik. Einlegearbeiten um 1200 zwischen Amalfi und Genua 

10.30–11.00 Pause/Coffee Break 

Intermaterialiät und Intermedialität 

11.00–11.45 Janina Ammon (Bern), Textile Typografie. Stickerei, Druckästhetik und intermateriale Medienstrategie um 1530 

11.45–12.30 Seyed Abdolreza Hosseini (Wien), Pounce Practice and Intermaterial Dialogues in Early Modern Iranian Artisanal Workshops 

12.30–13.15 Julia von Ditfurth (Freiburg i. Breisgau), Von Perlen, Gold und Edelsteinen – Überlegungen zur Intermedialität und Intermaterialität in der mittelalterlichen Glasmalerei 

13.15–13.45 Schlussdiskussion und Verabschiedung/Final discussion and farewell

Quellennachweis:
CONF: When Materials Meet (Krems, 2-4 Mar 26). In: ArtHist.net, 08.01.2026. Letzter Zugriff 09.01.2026. <https://arthist.net/archive/51421>.

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