CONF 06.01.2026

Sakrale Kunst des Mittelalters (Huysburg, 15-17 Apr 26)

Benediktinerkloster Huysburg, Dingelstedt, 15.–17.04.2026

Dr. Elisabeth Rüber-Schütte

Sakrale Kunst des Mittelalters in Sachsen-Anhalt und Mitteldeutschland.

Wissenschaftliche Tagung im Benediktinerkloster Huysburg.

PROGRAMM

Mittwoch, den 15. April 2026

Ab 12.00 Uhr: Anmeldung im Tagungsbüro im Benediktinerkloster Huysburg

13:30 Uhr: Grußworte
Jakobus Wilhelm, OSB, Prior des Benediktinerklosters Huysburg, Harald Meller, Direktor des Landesamtes für Denkmal pflege und Archäologie Sachsen-Anhalt

13:50 Uhr: Einführung in die Tagungsthematik Elisabeth Rüber-Schütte

14:30–15:00 Uhr: Ergebnisse zur Baugeschichte der Klosterkirche in Coswig
Reinhard Schmitt
Die Altarnische im Bischofsgang des Magdeburger Domchores
Leonhard Helten

15:00–15:30 Uhr: Kaffeepause

15:30–17:00 Uhr: Führungen in Kirche und Klausur mit einer Präsentation der Textilien des Klosters Bruder Jakobus

17:00–18:00 Uhr: Der Schrein des heiligen Godehard von Hildesheim und seine Ausstattung
Regula Schorta
Der Quedlinburger Knüpfteppich
Barbara Pregla/Anja Preiß

18:00–21:00 Uhr: Gemeinsames Abendessen

Donnerstag, den 16. April 2026

9:00–11:00 Uhr: Die romanische Stuckausstattung von St. Michaelis in Hildesheim – neue Befunde und Ergebnisse
Sila Walz/Angela Weyer
Stuckfragmente einer hochmittelalterlichen Abschrankung in der Quedlinburger Stiftskirche – restauratorische
Untersuchung zu Herstellungstechnik und Polychromie
Corinna Scherf
Neues zur Chorschranke der Liebfrauenkirche in Halberstadt
Daniela Arnold/Torsten Arnold
Neuer Stuck auf alten Mauern. Die Modernisierung von Kirchen des Harzgebietes um 1200
Matthias Untermann

11:00–11:30 Uhr: Kaffeepause

11:30–13:00 Uhr: Festina lente. Zur Erfassung und Konservierung mittelalterlicher Wandmalereien in Sachsen-Anhalt 2000–2025
Thomas Danzl
Polychrome sakrale Fassaden des Spätmittelalters – Entdeckungen am Backsteinbau zwischen Elbe und Oder
Jan Raue
Restaurierungsgeschichte 19./20. Jahrhundert. Zum Umgang mit mittelalterlichen Wandmalereien am Beispiel
der Klosterkirche von Gröningen
Barbara Beckett

13:00–14:00 Uhr Gemeinsames Mittagessen

14:00–16:00 Uhr:
Neuigkeiten aus dem Naumburger Dom
Volker Seifert
Die Bemalung der Holzdecke der Klosterkirche der Benediktinerinnen von Stötterlingenburg (Lüttgenrode)
Harald Wolter-von dem Knesebeck
Der Hochaltar von Nonnenklosterkirchen im Wandel
Jörg Richter
Reliquiendepositorien
Karoline Danz/Bettina Seyderhelm

16:00–16:30 Uhr Kaffeepause

16:30–18:00 Uhr: Vox aeterna in saeculis. Frühe Glocken in Sachsen-Anhalt
Mathias Köhler
Vom mehrfachen Wert der Kunst – Zur gemalten und plastischen Ausstattung in Zisterzienserkirchen
Klaus Niehr
Kunsthistorische Beobachtungen zum Triumphkreuz des Zisterzienserklosters Pforta
Beate Braun-Niehr

Freitag, 17. April 2026

9:00–10:30 Uhr: Gotteslob und soziale Positionsbestimmung. Zum Sinngehalt der spätmittelalterlichen Glasmalereien des Erfurter Domchores
Falko Bornschein
Die Wurzel Jesse in der Glasmalerei des 13. Jahrhunderts am Beispiel von Burg Falkenstein und Merseburg
Ute Bednarz
Qualitätvolle spätromanische Wandmalereien des Zackenstils in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen
Angelika Dülberg

10:30–11:30 Uhr Kaffeepause

11:00–12:00 Uhr: Die Klosteranlage in Memleben aus dem 13. Jahrhundert und ihre Kapitellplastik
Andrea Knopik
Vereinigung von Forschung und Lehre auf dem Weg zu qualifizierten Erhaltungskonzepten am Beispiel des
Nordquerhausportales und der Marienkapelle des Halberstädter Domes
Jeannine Meinhardt

12:15 Uhr: Resumée und Tagungsende

Auf dem Gebiet des heutigen Landes Sachsen-Anhalt und angrenzender Regionen, die in der Gesamtheit oftmals mit dem Begriff Mitteldeutschland grob umrissen werden, entstanden im Mittelalter seit der Epoche der ottonischen Herrscher herausragende Sakrallandschaften. Eine Vielzahl bedeutender Bauwerke und Ausstattungen aus dieser Zeit zeugt bis heute von einem enormen kulturellen Reichtum und einem künstlerischen Schaffen auf höchstem Niveau in dieser auch reichsgeschichtlich bedeutenden zentralen Kulturlandschaft.

Obwohl diese Zeugnisse in seltener Authentizität auf uns gekommen sind, finden sie bisher nicht die ihnen gebührende Beachtung sowohl in der überregionalen Öffentlichkeit als auch in der Forschung.
Viele dieser großartigen Denkmale waren in den vergangenen Jahren Gegenstand von Sanierungen und Konservierungen, von Untersuchungen und Dokumentationen sowie von vertiefenden und teilweise auch grundlegenden interdisziplinären Forschungen. Im Blickfeld der Tagung stehen damit Ergebnisse der befundbezogenen Arbeit der Denkmalpflege an den Objekten und der Potentiale, die eine konstruktive Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, einschließlich den unterschiedlichen Fördergeldgebern, und den verschiedenen, oftmals langjährigen Partnern an den Kulturdenkmalen ermöglichen.

Im Rahmen der geplanten Tagung sollen wichtige neu gewonnene Erkenntnisse erstmals einem Kreis von Fachleuten, durch die anschließende Publikation jedoch auch der interessierten Öffentlichkeit, vorgestellt werden. Thematisiert werden sowohl die Architektur und deren reiche ursprüngliche Ausgestaltung als auch die baufesten und mobilen Ausstattungen. Kunsthistorische und restauratorische Untersuchungen werden um die Aufzeigung komplexer Bildprogramme, liturgischer Bezüge und funktionaler Aspekte erweitert.
Systematisierende Betrachtungen und die Vorstellung eher unbekannter Anlagen, wie z. B. der Klosterkirche Stötterlingenburg, ergänzen neue Forschungen zu den berühmten romanischen Kirchen, wie der Stiftskirche St. Servatius in Quedlinburg oder der Liebfrauenkirche in Halberstadt.

Im aristotelischen Sinne (Metaphysik VII 17, 1041b) intendiert die Tagung mit der Vorstellung formidabler Objekte und Ergebnisse aus vertiefenden Untersuchungen nicht nur ein Aufsummieren einzelner Aspekte, sondern strebt darüber hinaus die Vermittlung eines möglichst umfangreichen Bildes von mittelalterlichen Sakralbauten, deren Bildprogrammen und Funktionen in der in den Fokus genommenen bedeutenden Kulturlandschaft an.

Einen repräsentativen wie würdevollen Rahmen bildet der Austragungsort, die Klosteranlage Huysburg, mit ihren bedeutenden romanischen Denkmalschichten.

Tagungsort:
Kloster Huysburg, Ekkehard-Haus
Huysburg 2
38838 Huy/OT Dingelstedt

Tagungsgebühr: 95 €

Anmeldung ab Januar 2026:
Es wird bis zum 16. März 2026 um eine schriftliche Anmeldung (Post/Fax/E-Mail) gebeten an:
Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie
Sachsen-Anhalt, Abt. 2
Richard-Wagner-Straße 9
06114 Halle (Saale)
Tel. 0345/29 39 794
Fax: 0345-29 39 735
mkohnkelda.stk.sachsen-anhalt.de
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Quellennachweis:
CONF: Sakrale Kunst des Mittelalters (Huysburg, 15-17 Apr 26). In: ArtHist.net, 06.01.2026. Letzter Zugriff 09.01.2026. <https://arthist.net/archive/51275>.

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