ANN Sep 15, 2022

Vortragsreihe "Der zweite Blick: Frauen" (Berlin, 29 Sep-13 Oct 22)

Gobelin-Saal, Bode-Museum, Berlin, Sep 29–Oct 13, 2022

Dr. María López-Fanjul

Mit der integrierten Ausstellungsreihe „Der zweite Blick“ werden Besucher*innen dazu eingeladen, sich in der Dauerausstellung des Bode-Museums mit aktuellen, gesellschaftsrelevanten Themen auseinanderzusetzen. Das übergreifende Anliegen der Reihe besteht darin, den offiziellen Museumsdiskurs um bislang verborgene Narrative zu ergänzen. Mit „Frauen“, dem zweiten Teil der Reihe, stehen vor allem Darstellungen der Geschlechter- und Gesellschaftsrollen von Frauen im Mittelpunkt. Bis heute ist die Kunstgeschichtsschreibung von einem männlichen Blick geprägt, der auch den kunsthistorischen Kanon definiert. Sowohl das Wirken als auch die Geschichten von Frauen wurden in den westlichen Museen lange Zeit gänzlich ignoriert. Gerade diese Unsichtbarkeit der genannten Aspekte stellen bis heute ein verbindendes Merkmal nahezu aller Museen mit Sammlungen der sogenannten „Alten Meister“ dar.

29.9.2022, 18-19 Uhr
Flavia Frigeri
Women, Women, Women: Portraiture and Feminism
(Vortrag auf Englisch)

Dr. Flavia Frigeri ist Kunsthistorikerin, Dozentin und „Chanel Curator for the Collection“ an der National Portrait Gallery, London. Zuvor war sie „Curator, International Art“ am Tate Modern, wo sie The World Goes Pop (2015) co-kuratiert hat. Sie war außerdem verantwortlich für Henri Matisse: The Cut-Outs (2014), Paul Klee: Making Visible (2013) und Ruins in Reverse (2013). Sie ist Autorin von Pop Art (2018) sowie Women Artists (2019). Sie ist außerdem Mitherausgeberin von New Histories of Art in the Global Postwar Era: Multiple Modernisms (Routledge, 2021).

6.10.2022, 18-19 Uhr
Petra Winter
Frauen ins Museum

Dr. Petra Winter, Studium der Geschichte, Polonistik und Archivwissenschaft in Berlin, Krakau und Potsdam, 2008 Promotion in Neuerer/Neuester Geschichte; 2000–2008 Archivarin im Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin, 2008-2015 stellvertretende Leiterin des Zentralarchivs sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin für Provenienzforschung; seit 2015 Leiterin (seit 2020 Direktorin) des Zentralarchivs und Leiterin der Provenienzforschung der Staatlichen Museen zu Berlin

13.10.2022, 18-19 Uhr
Andreas Huth
Frauenbilder und Bilder von Frauen. Zur Verbindung von Outreach-Forschung und universitärer Lehre

Dr. Andreas Huth hat in Berlin und Potsdam Kunst- und Bildgeschichte und Restaurierung studiert. 2016 wurde er mit einer Arbeit zu den Florentiner Sgraffito-Dekorationen des 14. und 15. Jahrhunderts an der Freien Universität promoviert; anschließend arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Berlin. Andreas Huth ist Mitglied im Vorstand des Ulmer Vereins – Verband für Kultur- und Kunstwissenschaften und engagiert sich in der AG Arbeitsbedingungen in der Kunstgeschichte für entfristete Arbeitsverträge, planbare Karrierewege und die Vereinbarkeit von Beruf und Care-Arbeit. Außerdem ist er in der 2021 von ihm mitgegründeten AG Kunstwissenschaften und Wikipedia aktiv.

Aktuelle Informationen zum Museumsbesuch und zu Hygienemaßnahmen finden Sie unter www.smb.museum/informationen-corona

Die Vortragsreihe wird finanziell gefördert von der Friede Springer Stiftung

Reference:
ANN: Vortragsreihe "Der zweite Blick: Frauen" (Berlin, 29 Sep-13 Oct 22). In: ArtHist.net, Sep 15, 2022 (accessed Sep 25, 2022), <https://arthist.net/archive/37410>.

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