RUPRECHT-KARLS-UNIVERSITÄT HEIDELBERG
Zentrum für Europäische Geschichts- und Kulturwissenschaften (ZEGK)
Institut für Europäische Kunstgeschichte (IEK)
Seminarstraße 4, 69117 Heidelberg, http://ww.khi.uni-heidelberg.de
CALL FOR PAPERS
Im Schnittpunkt der Kulturen: Architektur und ihre Ausstattung auf der
Iberischen Halbinsel im 6.-10./11. Jahrhundert
Internationale Tagung Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg - Institut für
EuropäischeKunstgeschichte (IEK)
30. Oktober 2009 -01. November 2009
Veranstaltet von der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Institut
fürEuropäische Kunstgeschichte, in Kooperation mit der Carl Justi-Vereinigung
Organisation: Prof. Dr. Matthias Untermann, Dr. Jochen Staebel
Die Zahl der neuentdeckten und neuerschlossenen frühmittelalterlichen
Monumente des 6. bis frühen 11. Jahrhunderts auf der Iberischen Halbinsel
hat in den vergangenen 30 Jahren sprunghaft zugenommen. Nurmit großer Mühe
gelingt es uns hier den Überblick zu behalten, zumal ein Teil des
Forschungsgebietes - und dies sowohl in Deutschland, als auch in Portugal
und Spanien - zwischen den Disziplinen Kunstgeschichte undder
Christlichen- bzw. Mittelalter-Archäologie (Prehistoria y Arqueología)
angesiedelt ist. Die jüngsten Umdatierungsversuche lassen aufhorchen.
Behalten diebisherigen Standards ihre Gültigkeit oder beginnt das Gerüst
der etablierten Epocheneinteilungen zu wanken?
Die Tagung möchte sich besonders jenen Bauwerken und deren Ausstattung der
Westgotenzeit, Asturiens und des Mozarabischen widmen, die in den letzten
Jahren erst in den Mittelpunkt der Forschung gerückt sind, will aber auch
den neuesten Stimmen/Forschungsergebnissen zu bereits etablierten Bauten
ein Forum zu geben.
Kernfragen sollen dabei sein:
- Bedeutete die arabische kulturelle Infiltration, der ab dem 8.
Jahrhundert der überwiegende Teil, wenn nicht die gesamte iberische
Halbinsel ausgesetzt war, Isolation und Verhärtung oder Öffnung und
Bewegung für die bestehenden Bautraditionen?
- Wie lassen sich Brüche und Kontinuitäten in der städtischen Baukultur
vom 6. bis 10. Jahrhundert fassen?
- Wie erklärt sich die Abkehr von antiken Normen in Architektur und
Bildkünsten in der ?westgotischen? Kunst des 7. Jahrhunderts?
- Erlauben neue Befunde, eine Kontinuität zwischen westgotischer,
mozarabischer und asturischer Baukunst und ihrer Ausstattung präziser zu
beschreiben?
- Wie steht die frühmittelalterliche Architektur der iberischen Halbinsel
zur Baukunst der anderen nachantiken Regionen Westeuropas?
Das Kolloquium, eine Kooperation der Ruprecht-Karls-Universität
Heidelberg, Institut für Europäische Kunstgeschichte, und der Carl
Justi-Vereinigung, soll unter dem oben genannten Titel voraussichtlich vom
30. Oktober -01. November 2009 in Heidelberg stattfinden. Titel und
Abstracts (max. 20 Zeilen) für Vorträge von maximal 30 Minuten werden bis
zum 01. April 2009 erbeten und sollen an folgende Adresse geschickt werden:
m.untermannzegk.uni-heidelberg.de
jochen.staebelzegk.uni-heidelberg.de
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Institut für Europäische Kunstgeschichte (IEK)
im Zentrum für Europäische Geschichts- und Kulturwissenschaften (ZEGK)
Prof. Dr. Matthias Untermann / Dr. Jochen Staebel
Telefon: 06221-542354
Seminarstr. 4
D-69117 Heidelberg
Reference:
CFP: Architektur Iberische Halbinsel. In: ArtHist.net, Feb 10, 2009 (accessed Mar 8, 2026), <https://arthist.net/archive/31314>.