CFP: Die lutherische Reformation in ihren Kernlanden (Jena, 12-14 Jun 17)

Jena, 12. - 14.06.2017
Eingabeschluss: 15.03.2017

Reformatio et memoria Teil 1: Die lutherische Reformation in ihren Kernlanden

Das »Netzwerk Reformationsforschung in Thüringen« veranstaltet vom 12. bis 14. Juni 2017 eine Tagung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena zum Thema „Reformatio et memoria Teil 1: Die lutherische Reformation in ihren Kernlanden“.

Die Reformation resultiert aus einer Vielzahl kirchlicher und gesellschaftlicher Veränderungsprozesse auf städtischer, territorialer und nationaler Ebene. Die Ausdifferenzierung der religiösen Erneuerung verlief dabei je nach Region in unterschiedlicher Weise. Ihre Protagonisten standen häufig in Kontakt zu Martin Luther, konnten aber auch in eigenständiger Weise vor Ort agieren. Mit der Entstehung von Bekenntnissen – vom »Unterricht der Visitatoren« oder Luthers »Bekenntnis« (1528) angefangen über die »Confessio Augustana« (1530) bis hin zur »Konkordienformel« (1577) – schlossen sich bestimmte Territorien und Städte insbesondere in Mittel- und Norddeutschland der »lutherischen« Lehre an. Wie aber sah die lokale Form dieser »lutherischen« Reformation(en) genauer aus? Was lässt sich über die Konstellationen vor Ort sagen? Und wie wirkten sich die Reformationen auf Gottesdienst, Musik, Armenfürsorge, Schulen und Universitäten, Recht und Politik usw. aus? Welche Instrumente und Medien wurden zur Festigung und Stabilisierung der Reformation bis in die 1580er Jahre hinein genutzt?

Die interdisziplinär angelegte Tagung will das Augenmerk auf die Eigentümlichkeiten der lutherischen Reformation legen, Entwicklungen präzisieren und miteinander vergleichen sowie Alternativen zu den bislang bekannten Reformationskonzepten ermitteln.

Zu diesem Anlass sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen eingeladen, sich an der Tagung in Form eines ca. 30-minütigen Vortrages zu beteiligen. Insbesondere richtet sich die Einladung an Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die im fortgeschrittenen Stadium einer Qualifikationsschrift stehen. Interessierte schicken bitte ein Abstract über ihren Vortragsinhalt im Umfang von ca. 2.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) mit einem kurzen Anschreiben (akademischer Werdegang, Forschungsschwerpunkte) an die unten stehende Adresse.

Die Tagung bildet den ersten Teil der zweiteiligen Reihe »Reformatio et memoria«, deren zweiter Teil sich in der Forschungsbibliothek Gotha vom 21. bis 23. Juni 2017 der »Memoria« mit dem Untertitel »Neuere Forschungen zum Protestantismus in der Frühen Neuzeit – Erinnerungsräume der Reformation« widmet.

Abgabetermin ist der 15. März 2017. Senden Sie ihren Text bitte an:
eydingerstiftung-friedenstein.de

Die Entscheidung über die Annahme wird von einer kleinen Auswahlkommission getroffen. Die Information, ob der Beitrag angenommen wurde, erfolgt Anfang April per E-Mail. Den ausgewählten Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden die Unterbringungs- und Reisekosten erstattet.

Anmeldung:
Ulrike Eydinger M.A.
Projektgruppe Reformationsgeschichte
Stiftung Schloss Friedenstein Gotha
Schloss Friedenstein, D-99867 Gotha
Tel.: +49 (0)3621 8234328
eydingerstiftung-friedenstein.de
www.stiftung-friedenstein.de

Auskunft:
Prof. Dr. Christopher Spehr
Lehrstuhl für Kirchengeschichte
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Fürstengraben 6, D-07743 Jena
Tel.: +49 (0)3641 9-41136
christopher.spehruni-jena.de
www.theologie.uni-jena.de/spehr.html

Hintergrund:
Die unterschiedlichen Thüringer Akteure der Reformationsforschung arbeiten seit 2012 im »Netzwerk Reformationsforschung in Thüringen« zusammen. Unter der Leitung der Thüringer Staatskanzlei, des Lutherbeirates des Freistaates Thüringen und der »Projektgruppe Reformationsgeschichte« der Universitäten Jena, Erfurt und der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha werden in regelmäßigen Abständen erfahrene Wissenschaftler/innen und Nachwuchsforscher/innen zusammengebracht, um über ihre Projekte zu berichten und neue Forschungsansätze zu diskutieren. Seit 2014 zeugen Workshops zu zentralen Themen, Methoden und Quellen von der Vielschichtigkeit der reformationsgeschichtlichen Forschungslandschaft und eröffnen Synergien zwischen den beteiligten Universitäten und Forschungseinrichtungen.

Quellennachweis:
CFP: Die lutherische Reformation in ihren Kernlanden (Jena, 12-14 Jun 17). In: H-ArtHist, 03.02.2017. Letzter Zugriff 27.04.2017. <https://arthist.net/archive/14684>.

Beiträger: Ulrike Eydinger

Beitrag veröffentlicht am: 03.02.2017

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