CONF 20.09.2026

Caspar David Friedrichs Tetschener Altar (Jena, 12-13 Nov 26)

Friedrich-Schiller-Universität Jena, Fürstengraben 1, 07743 Jena, Senatsaal, 12.–13.11.2026
Anmeldeschluss: 09.11.2026

PD Dr. Johannes Rößler

Caspar David Friedrichs Tetschener Altar. Neue Perspektiven auf ein romantisches Schlüsselwerk

Das Kreuz im Gebirge (Tetschener Altar) ist nicht nur eines der wichtigsten Bildzeugnisse in der Karriere und Entwicklung Caspar David Friedrichs, sondern auch eines der vieldiskutierten und meistrezipierten Schlüsselwerke der romantischen Malerei. Seit seiner Wiederentdeckung um 1900 knüpfen sich an das Kreuz im Gebirge und dem eigens dafür entworfenen Rahmen Grundfragen, die auch das Gesamtwerk des Künstlers betreffen. Im Zentrum der Tagung stehen die Entstehungsumstände und formalen Spezifika des Altarbildes, seine theologischen und politischen Implikationen sowie die Wege der Rezeption. Zu diskutieren sind aktuelle Befunde und Thesen der Forschung, die – auch auf der Grundlage jüngst gefundener Quellen und kunsttechnologischer Untersuchungen – neue Einsichten zu Friedrichs Schlüsselbild ermöglichen.

PROGRAMM
Friedrich-Schiller-Universität Jena, Fürstengraben 1, 07743 Jena, Senatsaal

Donnerstag, 12. November 2026

14:00 Uhr
Johannes Grave / Johannes Rößler (Jena): Einführung

14:30 Uhr
Christian Scholl (Hildesheim): Das „Kreuz im Gebirge“ als Streitfall der Kunstgeschichte

15:15 Uhr
Christian Neddens, Bretten: Die Gnade des Gegebenen. Zur Emblematisierung der Welt bei Caspar David Friedrich

16:00 Uhr Pause

Moderation: Sandra Kerschbaumer (Jena)

16:30 Uhr
Johannes Rößler (Jena): Wie katholisch ist der Tetschener Altar? Kritisches zu Entstehung und Auftrag auf Grundlage neuer Quellen

17:15 Uhr
Maria Körber (Dresden): Der Tetschener Altar im Spiegel aktueller kunsttechnologischer Untersuchungen

18:00 Uhr Pause

18:15 Uhr
Roundtable 1: Zeichnerische Grundlagen
Werner Busch (Berlin), Florian Illies (Berlin), Petra Kuhlmann-Hodick (Dresden), Christoph Orth (Weimar). – Moderation: Lars Zieke (Jena)

Freitag, 13. November 2026

Moderation: Tilman Schreiber (Jena)

9:00 Uhr
Anna Niemeck, Marburg: Imaginationstheoretische Überlegungen zum Tetschener Altar

9:45 Uhr
Simon Lindner (Basel): Kunstkritik mit Risiko. Johann Wilhelm Leis’ Ausstellungsrezension von 1807

10:30 Uhr Pause

Moderation: Mira Claire Zadrozny (Weimar)

11:00 Uhr
Reinhard Wegner (Heidelberg): Basilius von Ramdohr. Choreograph der Krise

11:45 Uhr
Florian Breitkopf (Garmisch-Partenkirchen): Ein unbekannter Beitrag zum Ramdohrstreit: Friedrich August Koethes Kunstbrief „Ueber ein neues Altarblatt des Landschaftmahlers Friederich in Dresden“

12:30 Uhr Mittagspause

Moderation: Johannes Rößler (Jena)

13:30 Uhr
Holger Birkholz (Dresden): Die üble Einwirkung völlig weißer Wände. Zur Ausstellungs- und Präsentationsgeschichte des Tetschener Altars

14:15 Uhr
Roundtable 2: Zwischenbilanz auf dem Weg zu einer neuen Sicht auf den Tetschener Altar
Mit Hans Dickel (Berlin), Johannes Grave (Jena), Kilian Heck (Greifswald), Gregor Wedekind (Mainz). – Moderation: Britta Hochkirchen (Jena)

15:30 Uhr Veranstaltungsende

Um eine Anmeldung wird gebeten: europaeischeromantikuni-jena.de

Veranstalter: Johannes Grave, Johannes Rößler, Professur für Neuere Kunstgeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena in Kooperation mit dem Jenaer Zentrum für Romantikforschung

Quellennachweis:
CONF: Caspar David Friedrichs Tetschener Altar (Jena, 12-13 Nov 26). In: ArtHist.net, 20.09.2026. Letzter Zugriff 20.09.2026. <https://arthist.net/archive/54283>.

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