Caspar David Friedrichs Tetschener Altar. Neue Perspektiven auf ein romantisches Schlüsselwerk
Das Kreuz im Gebirge (Tetschener Altar) ist nicht nur eines der wichtigsten Bildzeugnisse in der Karriere und Entwicklung Caspar David Friedrichs, sondern auch eines der vieldiskutierten und meistrezipierten Schlüsselwerke der romantischen Malerei. Seit seiner Wiederentdeckung um 1900 knüpfen sich an das Kreuz im Gebirge und dem eigens dafür entworfenen Rahmen Grundfragen, die auch das Gesamtwerk des Künstlers betreffen. Im Zentrum der Tagung stehen die Entstehungsumstände und formalen Spezifika des Altarbildes, seine theologischen und politischen Implikationen sowie die Wege der Rezeption. Zu diskutieren sind aktuelle Befunde und Thesen der Forschung, die – auch auf der Grundlage jüngst gefundener Quellen und kunsttechnologischer Untersuchungen – neue Einsichten zu Friedrichs Schlüsselbild ermöglichen.
PROGRAMM
Friedrich-Schiller-Universität Jena, Fürstengraben 1, 07743 Jena, Senatsaal
Donnerstag, 12. November 2026
14:00 Uhr
Johannes Grave / Johannes Rößler (Jena): Einführung
14:30 Uhr
Christian Scholl (Hildesheim): Das „Kreuz im Gebirge“ als Streitfall der Kunstgeschichte
15:15 Uhr
Christian Neddens, Bretten: Die Gnade des Gegebenen. Zur Emblematisierung der Welt bei Caspar David Friedrich
16:00 Uhr Pause
Moderation: Sandra Kerschbaumer (Jena)
16:30 Uhr
Johannes Rößler (Jena): Wie katholisch ist der Tetschener Altar? Kritisches zu Entstehung und Auftrag auf Grundlage neuer Quellen
17:15 Uhr
Maria Körber (Dresden): Der Tetschener Altar im Spiegel aktueller kunsttechnologischer Untersuchungen
18:00 Uhr Pause
18:15 Uhr
Roundtable 1: Zeichnerische Grundlagen
Werner Busch (Berlin), Florian Illies (Berlin), Petra Kuhlmann-Hodick (Dresden), Christoph Orth (Weimar). – Moderation: Lars Zieke (Jena)
Freitag, 13. November 2026
Moderation: Tilman Schreiber (Jena)
9:00 Uhr
Anna Niemeck, Marburg: Imaginationstheoretische Überlegungen zum Tetschener Altar
9:45 Uhr
Simon Lindner (Basel): Kunstkritik mit Risiko. Johann Wilhelm Leis’ Ausstellungsrezension von 1807
10:30 Uhr Pause
Moderation: Mira Claire Zadrozny (Weimar)
11:00 Uhr
Reinhard Wegner (Heidelberg): Basilius von Ramdohr. Choreograph der Krise
11:45 Uhr
Florian Breitkopf (Garmisch-Partenkirchen): Ein unbekannter Beitrag zum Ramdohrstreit: Friedrich August Koethes Kunstbrief „Ueber ein neues Altarblatt des Landschaftmahlers Friederich in Dresden“
12:30 Uhr Mittagspause
Moderation: Johannes Rößler (Jena)
13:30 Uhr
Holger Birkholz (Dresden): Die üble Einwirkung völlig weißer Wände. Zur Ausstellungs- und Präsentationsgeschichte des Tetschener Altars
14:15 Uhr
Roundtable 2: Zwischenbilanz auf dem Weg zu einer neuen Sicht auf den Tetschener Altar
Mit Hans Dickel (Berlin), Johannes Grave (Jena), Kilian Heck (Greifswald), Gregor Wedekind (Mainz). – Moderation: Britta Hochkirchen (Jena)
15:30 Uhr Veranstaltungsende
Um eine Anmeldung wird gebeten: europaeischeromantikuni-jena.de
Veranstalter: Johannes Grave, Johannes Rößler, Professur für Neuere Kunstgeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena in Kooperation mit dem Jenaer Zentrum für Romantikforschung
Quellennachweis:
CONF: Caspar David Friedrichs Tetschener Altar (Jena, 12-13 Nov 26). In: ArtHist.net, 20.09.2026. Letzter Zugriff 20.09.2026. <https://arthist.net/archive/54283>.