Das Paradigma der Innovationen – das Kulturerbe in den Industriegebieten Deutschlands und Polens
19. Tagung des Arbeitskreises deutscher und polnischer Kunsthistoriker und Denkmalpfleger
Kattowitz, 26.-28. September 2011
veranstaltet vom Schlesischen Museum in Kooperation mit der Schlesischen Universität zu Kattowitz
Der Begriff der Moderne ist untrennbar mit der Industrialisierung verbunden, die als sozialpolitische und kulturelle Phase eines nachhaltigen Umbruches empfunden wird. Der technische Fortschritt veränderte den allgemeinen Lebensstandard. Die Möglichkeit aller gesellschaftlichen Schichten, technische Neuerungen aktiv zu verwenden erweiterte den Horizont des Durchschnittbürgers. Die Maschine als Oberbegriff und Kurzformel für den technischen Fortschritt wie auch für die industrielle Entwicklung wurde zum Sinnbild der Moderne, was sich auf viele Lebensbereiche übertragen lässt. Mit der Maschine wurden die für die Moderne als kennzeichnend geltenden Eigenschaften wie Funktionalität, Kraft, Präzision, Formschönheit, Klarheit, Gleichmäßigkeit sowie auch Organisation und Ordnung assoziiert. Eigenschaften, die auch die Grundlage für moderne Kunst und Architektur bildeten.
Mit der funktionsorientierten Industrialisierung und Standardisierung entwickelte sich eine neue Formensprache, die zum internationalen Bewusstsein der Avantgarde und zum Begriff der Innovation in Bezug zu setzen wäre.
Diese komplizierten Zusammenhänge zwischen Industrialisierung und Moderne sollen auf unserer Tagung einer wissenschaftlichen Analyse unterzogen und dargestellt werden. Wir wenden uns somit an alle ForscherInnen, die an der Wechselbeziehung zwischen Modernität und Kunst/Architektur, aber auch an der Problematik des Umgangs mit den Zeugnissen der Industriearchitektur, ihrer heutigen Restrukturierung und Umgestaltung Interesse haben und ihre Forschungsergebnisse während unseres Treffens in Kattowitz vorstellen möchten.
Die Beiträge sollten max. 20 Minuten umfassen. Die Konferenzsprachen sind deutsch, englisch und polnisch. Bitte senden Sie bis zum 15. Januar 2011 ein Exposé Ihres (noch unveröffentlichten) Beitrags (ca. eine halbe DIN-A 4-Seite, 2.400 Zeichen) sowie kurze Angaben über Ihren beruflichen Werdegang und die derzeitige Tätigkeit an:
dr hab. Irma Kozina, Zakad Historii Sztuki WNS U?, ul. Bankowa 11, PL-40-007 Katowice
e-mail: irma.kozinaus.edu.pl
Reference:
CFP: Das Paradigma der Innovationen. In: ArtHist.net, Nov 22, 2010 (accessed Jan 23, 2026), <https://arthist.net/archive/534>.