CFP 01.07.2026

Schloss – Fiktion – Mythos (Heidelberg, 10-11 Nov 27)

Heidelberg, Schloss Heidelberg, 10.–11.11.2027
Eingabeschluss : 30.11.2026

Alexandra Vinzenz

Schloss – Fiktion – Mythos. Die Macht der Medien im 20. Jahrhundert.

Veranstaltet von den
Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg und der
Direktion Burgen – Schlösser – Altertümer der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz
in Kooperation mit dem
Institut für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg
und der
MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH.

Innerhalb des Forschungsprojekts „Staatliche Schlösser im 20. Jahrhundert als Spiegel des gesellschaftlichen und politischen Wandels“ der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Schlösserverwaltungen (AGDS) beschäftigt sich die Tagung mit dem Thema „Schloss – Fiktion – Mythos. Die Macht der Medien im 20. Jahrhundert“.

Die Tagung widmet sich der Rolle von Burgen und Schlössern als mediale Projektionsflächen im 20. Jahrhundert. Im Zentrum steht die Frage, wie diese historischen Orte durch Film, Fernsehen und andere visuelle und audiovisuelle Medien transformiert, inszeniert und mythologisiert wurden. Schlösser fungieren dabei nicht nur als Kulissen, sondern als bedeutungstragende Räume, deren Wahrnehmung durch mediale Repräsentationen nachhaltig geprägt wird. Dabei geraten sowohl unterschiedliche Phasen des 20. Jahrhunderts – von der frühen Filmgeschichte über propagandistische Nutzungen bis hin zu populärkulturellen Formaten der Nachkriegszeit – als auch deren Nachwirkungen auf die gegenwärtige Wahrnehmung in den Blick.

Besonderes Augenmerk gilt Film- und Fernsehproduktionen, die auf Burgen und Schlössern entstanden sind, sowie deren Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung, die Denkmalpflege und die Nutzung dieser Orte. Darüber hinaus sollen auch künstlerische, performative und kuratorische Inszenierungen berücksichtigt werden, die zur Konstruktion von „Schlossbildern“ beitragen.

Ziel der Tagung ist es, interdisziplinäre Perspektiven aus Kunst- und Kulturgeschichte, Film- und Medienwissenschaft, Geschichte, Garten- und Baudenkmalpflege und verwandten Disziplinen zusammenzuführen, um die komplexen Wechselwirkungen zwischen historischen Orten und medialen Repräsentationen im 20. Jahrhundert zu untersuchen. Beiträge können sich dabei theoretischer Ansätze etwa aus der Medien-, Bild-, Raum- oder Gedächtnistheorie bedienen. Beiträge aus der wissenschaftlichen Praxis und anwendungsbezogenen Kontexten sind ausdrücklich willkommen.

Erwünscht sind Vorträge von 30 Minuten + 15 Minuten Diskussionszeit.
Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch.
Die Vorträge werden in Form von Videos dauerhaft auf der Plattform „hypotheses“ abrufbar sein (https://schloesser20.hypotheses.org). Zudem werden die zu Aufsätzen ausgearbeiteten Texte auf der gleichen Plattform anschließend digital publiziert.

Mögliche Themenfelder umfassen (sind jedoch nicht darauf beschränkt):
- Burgen und Schlösser als Filmkulissen im 20. Jahrhundert
- Mediale Konstruktion und Transformation von Geschichte, Authentizität und Mythos
- Wechselwirkungen zwischen Denkmalpflege und Medienproduktion
- Tourismus, Popularisierung und Imagebildung durch Film und Fernsehen
- Inszenierungsstrategien in Film, Theater und Ausstellungen
- Schlösser als Schauplätze politischer Narrative und Ideologien
- Produktionsbedingungen und praktische Aspekte von Dreharbeiten in historischen Anlagen
- Rezeption und Wirkung medialer Schlossdarstellungen
- Vergleichende internationale Perspektiven

Vortragsbewerbungen mit Abstract (max. 500 Zeichen) und kurzem CV werden bis zum 30.11.2026 erbeten an: Florian Hasenknopf florian.hasenknopfgdke.rlp.de .
Im Falle einer Zusage werden die Fahrt- und Übernachtungskosten gemäß dem Reisekostengesetz des Landes Baden-Württemberg übernommen. Zudem steht eine Aufwandsentschädigung von 300 Euro zur Verfügung.
Benachrichtigungen über die Annahme der Beiträge erfolgen bis 14. Februar 2027.

Für die Teilnahme an der Tagung (für nicht Referierende) wird eine Gebühr erhoben (90 Euro, ermäßigt 50 Euro für Studierende und Promovierende).

Für inhaltliche Fragen stehen gerne die Organisator*innen zur Verfügung:
Florian Hasenknopf (Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz)
Petra Pechaček (Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg)
Alexandra Vinzenz (Universität Heidelberg)

Quellennachweis:
CFP: Schloss – Fiktion – Mythos (Heidelberg, 10-11 Nov 27). In: ArtHist.net, 01.07.2026. Letzter Zugriff 01.07.2026. <https://arthist.net/archive/52855>.

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