CONF May 22, 2026

The Mass of Money (Dresden, 4-5 Jun 26)

Dresden, Technische Universität Dresden, Schaufler LabTU Dresden, Jun 4–05, 2026
Registration deadline: May 29, 2026

Gwendolin Kremer, Kustodie, TU Dresden

Workshop „The Mass of Money – Strategien aus Kunst und Wissenschaft zu Kapital und Ungleichheit“.

Der Workshop „The Mass of Money – Strategien aus Kunst und Wissenschaft zu Kapital und Ungleichheit“, der am 4. und 5. Juni 2026 an der Technischen Universität Dresden stattfindet, widmet sich den kulturellen, ästhetischen und politischen Dimensionen gegenwärtiger Finanz- und Kapitalstrukturen. Die zweitägige Veranstaltung ist Teil der Schaufler ResidencyTU Dresden 2026 des Künstler:innenduos Quadrature (Juliane Götz und Sebastian Neitsch) und bringt Forschende sowie Akteur:innen aus Kunst, Ökonomie, Mathematik, Soziologie und Datenwissenschaft in einen transdisziplinären Austausch.
Ausgangspunkt ist das künstlerische Projekt „The Mass of Money“, in dem Quadrature die Logiken globaler Finanzströme, Prozesse der Kapitalakkumulation und die strukturellen Bedingungen sozialer Ungleichheit untersucht. Das Künstler:innenduo verbindet hierfür datenbasierte Analyse mit immersiven audiovisuellen Verfahren sowie kosmologischen Referenzsystemen und entwickelt Formen künstlerischer Visualisierung, die ökonomische Dynamiken als kulturell geprägte Wissens- und Wahrnehmungsordnungen erfahrbar machen. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie abstrakte und vielfach unsichtbare Prozesse des Kapitals sichtbar, räumlich erfahrbar und kritisch reflektierbar werden können.
Der partizipativ angelegte Workshop versteht sich als experimenteller Denk- und Arbeitsraum an den Schnittstellen von künstlerischer Forschung und wissenschaftlicher Analyse. In Vorträgen, Diskussionen und gemeinsamen Arbeitsformaten werden narrative und bildpolitische Strukturen von Wert, Vermögen und finanzieller Abstraktion ebenso verhandelt wie die gesellschaftlichen Implikationen datengetriebener Finanzsysteme und algorithmischer Steuerungsmechanismen. Zugleich untersucht die Veranstaltung die Rolle künstlerischer Praktiken innerhalb gegenwärtiger Wissensproduktionen und fragt danach, wie Kunst neue Perspektiven auf ökonomische Machtverhältnisse und globale Transformationsprozesse eröffnen kann.

Programm

Donnerstag, 04.06.2026

Theorie

10:00 Uhr Ankunft & Registrierung

10:30 Uhr

- Begrüßung (Pauline Hohn und Gwendolin Kremer, Schaufler ResidencyTU Dresden)
- Einführung "The Mass of Money" (Juliane Götz und Sebastian Neitsch aka Quadrature, Schaufler ResidencyTU Dresden 2026)
- Lagebericht (David Braun, Goethe-Universität Frankfurt am Main, und Felix Reith, Universität Bonn)

Pause

11:30 Uhr Panel 1 Ungleichheit – in verschiedenen Bereichen?

- Wem gehört Deutschland? Vermögensdaten, Ungleichheit und regionale Unterschiede (Franziska Deckstein, Leona Krause (Professur für Finanzwissenschaft, Universität Leipzig)
- (Wie) (sehr) kann Bildung zur Reduktion von Ungleichheit beitragen? (Alexander Kemnitz, Professor für VWL, insb. Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsforschung, TUD)

Diskussion

12:30 Uhr Performance „Körperliche Darstellung von Ungleichheit“ (Anli Lukunku, Künstler und Meisterschüler, HfBK Dresden)

Mittagspause

14:15 Uhr Panel 2 Wie sind wir dahin gekommen? Rolle der Finanzmärkte

- Finanzialisierung und die Entkopplung von Real- und Finanzökonomie (David Braun und Felix Reith)
- Planet oder Profit: Wohin sollte unser Geld fließen? (Lars Hornuf, Professor für BWL, insb. Finanzwirtschaft u. Finanztechnologie, TUD)

Diskussion

Pause

15:45 Uhr Panel 3 Dekonstruktion existierender Narrative

- Künstlerische Perspektiven zu Kapitalismus und Ungleichheit (Juliane Götz und Sebastian Neitsch aka Quadrature)
- Eine kurze Geschichte des Bitcoin (Nelly Saibel, Schaufler KollegTU Dresden, und Norman Zidlicky, Synosys, TUD)

Diskussion

18:00 Uhr Ausklang bei Pizza und Drinks

Freitag, 05.06.2026

Praxis

10:00 Uhr Ankunft & Begrüßung (Pauline Hohn und Gwendolin Kremer)

10:30 Uhr Warm-up & Reflexion von eigenen Rollen und Privilegien

11:00 Uhr Workshops

- A: Finanzsysteme der Zukunft: Zwischen Pragmatismus und Utopie (David Braun und Felix Reith)
- B: Wild Thinking with Data (Juliane Götz und Sebastian Neitsch aka Quadrature)

Mittagspause

13:30 Uhr Workshop „Dresden und Kinshasa". Perspektiven auf Ungleichheit und Kapitalismus im Dialog (Anli Lukunku)

Pause

16:30 Uhr Wrap-up & Verabschiedung

Das Programm wurde von Juliane Götz und Sebastian Neitsch (Künstler:innenduo Quadrature, Schaufler ResidencyTU Dresden 2026) gemeinsam mit Nelly Saibel (Schaufler KollegTU Dresden), David Braun (Goethe-Universität Frankfurt am Main) und Felix Reith (Universität Bonn) konzipiert. Organisation und kuratorische Begleitung: Pauline Hohn, Gwendolin Kremer und Celina Wagenknecht.

Das Schaufler LabTU Dresden, ein Projekt von TU Dresden und THE SCHAUFLER FOUNDATION, ist ein lebendiges Forum für den zukunftsweisenden Dialog zwischen Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft. Über Fachgrenzen hinweg hinterfragen hier junge Wissenschaftler:innen sowie Künstler:innen gemeinsam aktuelle Technologien, deren Ursprünge und Auswirkungen in der modernen Lebenswelt.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Um Anmeldung per Mail wird bis zum 29. Mai 2026 gebeten: schaufler.labtu-dresden.de.

Reference:
CONF: The Mass of Money (Dresden, 4-5 Jun 26). In: ArtHist.net, May 22, 2026 (accessed May 22, 2026), <https://arthist.net/archive/52519>.

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