Heidelberg, 06. - 07.05.2011
Eingabeschluss: 17.12.2010
Körper-Ästhetiken. Der (allegorische) Körper als ästhetisches Prinzip -
(gender-)theoretische Perspektiven
06.-07. Mai 2011 in Heidelberg
Diskurs und Erfahrung, Repräsentation und Materialität, Abstraktion und
Individualität -der allegorische Körper oszilliert zwischen diesen
Polen und reflektiert dieses Spannungsfeld epochen- und
gattungsübergreifend. Er verleiht Abstrakta eine Form in zumeist
"weiblicher Gestalt", wie Marina Warner formuliert und damit auf seine
geschlechtliche Bedingtheit verweist. Allegorien scheinen so
möglicherweise eine Reflexion von Körperlichkeit überhaupt abzubilden
und zu ästhetisieren.
Der "Körper" hat sich in den zwei vergangenen Jahrzehnten als
Analysekategorie in den Geistes- und Kulturwissenschaften etabliert.
Individuelle, kollektive, symbolische und erzählte Körper,
Bilderkörper, Körperbilder, Körperschaften und Körperlichkeiten wurden
in den Fokus genommen. Davon ausgehend möchte der Workshop diskutieren,
inwiefern Körperlichkeiten intentional und rezeptiv sowie repräsentativ
und in Rückkopplung zur lebensweltlichen Realität stets neu verhandelt
und als Projektionsfläche immer wieder neu konstituiert werden. Der
Workshop soll diese Verschiebungs- und Transferprozesse in den
Mittelpunkt seiner Überlegungen stellen. Anhand von Beispielen des
(allegorischen) Körpers, welcher in Kunst, Literatur, Theater und
Geschichte als ästhetisches Prinzip wirksam wird, möchte der Workshop
deshalb körper- und gendertheoretische Ansätze diskutieren.
Mögliche Fragestellungen wären:
- Wie verhalten sich Körper und Allegorie zueinander? Wie lässt sich
eine "allegorische" Körperlichkeit beschreiben und wie funktioniert
diese?
- In welchem Verhältnis stehen Ästhetik und Geschlecht?
- Wie wird die Allegorie als ästhetisches Prinzip wirksam? Welchen
Verschiebungen unterliegt es?
- Welche lebensweltlichen Bezüge zeigen ästhetisierte Körper?
Der Workshop richtet sich an WissenschaftlerInnen aller geistes- und
kulturwissenschaftlichen Disziplinen. Er soll, ausgehend von
Forschungsarbeiten der Teilnehmenden, ausreichend Raum zur gemeinsamen
theoretischen Diskussion bieten. Die einzelnen Vorträge sollten daher
die theoretische Fragestellung des Workshops in den Mittelpunkt stellen
und anhand von konkreten Fallbeispielen erörtern.
Wir freuen uns auf die Zusendung von Abstracts (ca. 200 Wörter) an:
koerper.aesthetikengooglemail.com bis 17. Dezember 2010.
Empfohlene Zitation:
Miriam Oesterreich: Körper-Ästhetiken. (Heidelberg, 6-7 May 11). In:
H-ArtHist, 17.11.2010.
<http://www.arthist.net/new.php?pn=archive&id=508>.
Reference:
CFP: Koerper-Aesthetiken. (Heidelberg, 6-7 May 11). In: ArtHist.net, Nov 17, 2010 (accessed Jun 24, 2026), <https://arthist.net/archive/33197>.