CFP Jul 23, 2005

Kulturen des Wissens im 18. Jh. (Wolfenbuettel, Oct 06)

Ulrich Johannes Schneider

CALL FOR PAPERS

für die Jahrestagung 2006 der
Deutschen Gesellschaft für die Erforschung
des 18. Jahrhunderts, zusammen mit der
Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

KULTUREN DES WISSENS IM 18. JAHRHUNDERT

Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel,
Sonntag 15. – Mittwoch 18. Oktober 2006

Deadline: 30.09.2005

Die Jahrestagung 2006 in Wolfenbüttel soll möglichst vielen Forschern der
DGEJ Gelegenheit zum wissenschaftlichen Austausch geben und bietet eine
Reihe von Sektionen an, die zum Teil parallel arbeiten. Die Vorträge in
den Sektionen sollen 25 Minuten nicht überschreiten, damit Zeit zur
Diskussion bleibt.
Es sind Beiträge zu den nachfolgend aufgelisteten Themenbereichen
erwünscht; andere Vorschläge innerhalb des Rahmenthemas können ebenfalls
gemacht werden. Das Sektionsangebot ist vorläufig und je nach Zahl und
thematischer Ausrichtung der angebotenen Beiträge veränderbar.

Beitragsvorschläge (1 Seite) bitte einsenden an:
schneiderhab.de bzw.an
Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider
Herzog August Bibliothek,
Lessingplatz 1
38304 Wolfenbüttel

Einsendeschluß ist der 30.09.2005.

Für die Sektionen und die Auswahl der Beiträge mitverantwortlich sind:
Prof. Dr. Wolfgang Adam, Magdeburg; Dr. Gabriele Ball, Wolfenbüttel; Dr.
Simone de Angelis, Bern; Dr. Bettina Dietz, München; Prof. Dr. Detlef
Döring, Leipzig; Dr. Robert Felfe, Berlin; Dr. Markus Friedrich,
München; Dr. Marian Füssel, Münster; Prof. Dr. Ursula Goldenbaum,
Atlanta; Dr. Jens Häseler, Prof. Dr. Alexander Kosenina, Bristol;
Potsdam; PD Dr. Ute Schneider, Mainz; Dr. Hans-Ulrich Seifert, Trier;
Dr. Holger Zaunstöck, Halle; PD Dr. Ulrike Zeuch, Wolfenbüttel.

GELEHRTE KORRESPONDENZEN

Die Korrespondenz bot im 18. Jahrhundert eine der wichtigsten
Möglichkeiten des Austausches von Gedanken und Mitteilungen innerhalb der
Respublica litteraria. Dennoch ist trotz aller bisher unternommenen
Anstrengungen die Erschließung des umfangreichen überlieferten
Briefmaterials als unzureichend zu bezeichnen. Vor diesem Hintergrund
sollen in der Sektion vor allem folgende Themen zur Sprache kommen:
Zentren der Gelehrtenkorrespondenz, geographische Verbreitung,
konfessionelle und soziale Strukturen, Beteiligung von Frauen, verwendete
Sprachen, Wege der Beförderung der Briefe, Inhalte der Korrespondenz (z.B.
Austausch wissenschaftlicher Mitteilungen und Meinungen, politische
Ereignisse, private Angelegenheiten), zeitgenössische Briefpublikationen.
Beiträge sollen auf einzelne Briefwechsel oder ganze
Korrespondenznetzwerke eingehen.

PERIODISCHE FORMEN DES WISSENSCHAFTLICHEN DENKENS, SCHREIBENS UND
PUBLIZIERENS

Wie verändern sich Publikationsformen, Schreibweisen und ggf. Denkweisen
im Zusammenhang von Ausdehnung und Beschleunigung wissenschaftlichen
Erkenntnisgewinns? Beiträge zu dieser Sektion sollen den Veränderungen der
Kulturen des Wissens im Spannungsfeld von Aktualität und enzyklopädischer
Erfassung nachgehen. Zur Diskussion gestellt werden können Untersuchungen
zur Veränderung von wissenschaftlichen Periodika, zur Vielfalt serieller
wissenschaftlicher Publikationen, zur Spezialisierung resp.
Verallgemeinerung des Berichtsgegenstandes und zu trendsetzenden
Persönlichkeiten bzw. Institutionen. Für die Sektion liegt der zeitliche
Schwerpunkt in der Mitte des 18. Jahrhunderts.

JOHANN GEORG KRÜNITZ UND ANDERE.
DIGITALE AUSGABEN VON ENZYKLOPÄDIEN DES 18. JAHRHUNDERTS

Das Erstellen digitaler Versioner ursprünglich gedruckter Enzyklopädien
geht mit einer Reihe technischer, heuristischer und sonstiger
Entscheidungen einher, die zu einer adäquaten Umsetzung des semantischen
Gehalts der Druckvorlage und einen digitalen Mehrwert führen sollen. Die
konkurrierenden technischen und heuristischen Ansätze auf diesem Feld
haben in den vergangenen Jahren zu einer Palette digitaler Ausgaben von
Enzyklopädien und enzyklopädischen Nachschlagewerken des 18. Jahrhunderts
geführt, die in unterschiedlicher Weise den Rechercheinteressen der 18.
Jahrhundert-Forschung entsprechen. Ein Vergleich der Ansätze (Zedler,
Krünitz, Encyclopéide, de Felice, Bayle u. a.) soll spezifische
Forschungsdesiderate der Dix-huitièmistes in das engere Blickfeld der
Digitalisierer rücken. Wie und nach welchen Prämissen sollen Enzyklopädien
des 18. Jahrhunderts künftig digitalisiert werden? Welche Werke sollen
dabei im Vordergrund stehen?

GÄRTEN ALS EPISTEMOLOGISCHE MODELLE

Die Gärten des 18. Jahrhunderts waren zugleich Wissensspeicher und Medien
für Wissen. Die Sektion hat zum Ziel, den Garten in die Forschungen zur
frühneuzeitlichen Kommunikationsgeschichte einzubinden.
In dieser Perspektive soll zum einen nach den Wissensbeständen, die in die
Gärten eingeschrieben worden sind, und den Menschen, die diese
eingeschrieben haben, gefragt werden. Zum zweiten sind die dafür genutzten
und entwickelten medialen Mittel von Interesse. Zum dritten wird zu
überlegen sein, wer dieses Wis-sen empfangen sollte bzw. ,lesen’ konnte –
Fragen der Inklusion und Exklusion spielen hier eine wichtige Rolle. Und
über die Analyse der kommunikativen Abläufe kommen Prozesse der
topografischen und sozialen Raumbildung in den Blick. Mögliche Themen für
Beiträge: vom Garten als Raum der politischen Kommunikation und als Ort
der Bildung sowie der Vermittlung von Zielen der praktischen Aufklärung
bis hin zum Garten als Handlungsfeld der Geheimgesellschaften des
Jahrhunderts.

PRIVATBIBLIOTHEKEN

Versteigerung und Verkauf oder die Integration in größere Büchersammlungen
beendeten häufig das „private“ Leben der Gelehrten-, Adels- und
Patrizierbibliotheken. Viele der einzigartigen und sachkundig
zusammengestellten Buchbestände sind in Quellenverzeichnissen, den
Auktions- und Bestandskatalogen sowie den Nachlaßinventaren in sehr
unterschiedlicher Qualität, dokumentiert. Beiträge sollen diese Sammlungen
mittels Rekonstruktion und Analyse zum Sprechen bringen und dabei auf die
Aktualität des Buchbestandes, Sprachenverteilung und nicht zuletzt die
Präsenz bestimmter Textsorten eingehen. Auch bisher kaum untersuchte
soziale Aspekte dieser Buchbestände können behandelt werden:
Welche Verbindungen der Gelehrten untereinander lassen sich erkennen, und
inwiefern spiegeln sich darin die (kultur-)politischen, literarischen und
philosophischen Diskussionen der Zeit wider?

POPULARISIERUNG VON GELEHRTEN WISSENSBESTÄNDEN

Ein Konzept der Aufklärung im 18. Jahrhundert lautet "Öffentlichkeit". Mit
diesem Konzept verfolgten die Träger aufklärerischer Gedanken nicht nur
die Durchsetzung der kritischen Diskussion tradierter Wissensbestände in
der Binnenöffentlichkeit von Gelehrtenkreisen, sondern es wurde der Prozeß
der Popularisierung wissenschaftlicher Erkenntnisse eingeleitet und aktiv
voran getrieben, um breitere Zielgruppen rezipierend am Wissensfortschritt
partizipieren zu lassen und gleichzeitig Wissen auch zu kanalisieren. Die
Sektion soll Institutionen und Medien der Popularisierung anhand von
Fallbeispielen analysieren, beispielsweise Druckmedien wie
Experimentierbücher, das frühe öffentliche Vortragswesen von
naturforschenden und naturhistorischen Vereinigungen, öffentlich
zugängliche Sammlungen, Raritätenkabinette und "Wunderkammern", aber auch
durch privat organisierte Salons des Bürgertums.

DARSTELLUNGSFORMEN DES MEDIZINISCHEN WISSENS

Während im 16. und 17. Jahrhundert topische, rhetorische und
darstellerische Formen und Strategien der Autorisierung von medizinischem
Wissen im Vordergrund standen, hat sich im 18. Jahrhundert bei den
Medizinern, besonders bei den Anatomen, das Experiment als wichtigster
Zeugnisgeber von neuen Wissensansprüchen etabliert. Man denkt nun eher
darüber nach, welchen Grad von Gewissheit bzw. Evidenz die Erkenntnis
beanspruchen kann. Dabei ist es im Blick auf die Akzeptanz von neuem
Wissen wichtig, ob auch andere Anatomen dieses Wissen experimentell
"verifizieren" können oder nicht. Beiträge sollen sich im Umfeld dieser
Frage nach den Vergewisserungsstrategien medizinischen Wissens bewegen. Es
soll auch der Frage nachgegangen werden, in welcher Art der Zusammenhang
zwischen der Akzeptanz von Wissensansprüchen und ihren sprachlichen und
optischen Darstellungsformen besteht bzw. inwiefern Darstellungsformen
Akzeptanz erzeugen können.

NATURGESCHICHTE: MATERIAL CULTURE UND HISTORISCHE EPISTEMOLOGIE

Die Naturgeschichte stellt nach der Anzahl der beteiligten Protagonisten
sowie nach der Quantität der Textproduktion eines der grössten
Wissensfelder des 18. Jahrhunderts dar – eine Konstellation, der die
Wissens- bzw. Wissenschaftsgeschichte nicht ansatzweise Rechnung trägt.
Diese Sektion soll zwei für die Analyse dieses monumentalen
Wissenskomplexes zentrale Fragestellungen verbinden: die nach der
Objektwelt der Naturgeschichte, insbesondere nach dem Sammeln und
Archivieren des für die wissenschaftliche Praxis unverzichtbaren
Anschauungsmaterials, und, im Sinne einer historischen Epistemologie, nach
grundlegenden wissensgenerierenden Verfahren, auf denen die Spezifik
naturhistorischer Systembildung beruht.

DAS ANDERE WISSEN: TRAUM, WAHNSINN, GEISTERSEHEREI

Das Dunkle und Unbegreifliche stellt im Prozeß der Aufklärung eine starke
Herausforderung dar. Besonders Phänomene wie Traum, Somnambulismus oder
Wahnsinn werden nicht länger göttlich oder dämonologisch, sondern
natürlich gedeutet. Die Suche nach empirisch nachweisbaren Ursachen für
Wirkungen der Einbil-dungskraft oder für krankhafte Veränderungen des
psychischen Apparats tragen zum neuen anthropologischen Wissen über die
innere Natur des Menschen bei – von der Vermögenspsychologie und Logik der
Sinnlichkeit in der Frühaufklärung bis zur Entdeckung der
unkontrollierbaren Triebnatur. Das Wissen um Abweichungen vom klaren
Bewußtseins wird literarisch als Einblick ins Innenleben eines handelnder
Charaktere genutzt, verlagert rechtsgeschichtlich aber auch die
Aufmerksamkeit von der Tat auf den Täter und trägt so zur Diskussion
strafmildernder Unzurechnungsfähigkeit bei. Geisterseherei ist
demgegenüber umstrittener, die einen versuchen sich an natürlichen
Erklärungen, während andere damit den überwunden geglaubten Geist des
Obskurantismus und Mystizismus wiederbeleben. Beiträge sollen der Frage
nachgehen, wie Spielarten eines vorbewussten oder gar übersinnlichen
'anderen Wissens' im 18. Jahrhundert erlangt, begründet, eingeschätzt,
vermittelt und künstlerisch dargestellt wurden.

DIE MORALISCHE ÖKONOMIE DES WISSENS

Es gehört zu den Grundeinsichten neuerer Wissenschaftsgeschichte, Wissen
nicht losgelöst von den sozialen Bedingungen seiner Produktion, Aneignung
und Legitimation zu betrachten. Beiträge sollen die "morali-schen
Ökonomien des Wissens" (Lorraine Daston) problematisieren. Im Sinne einer
praxisorientierten Kulturgeschichte des Wissens soll nach den Formen der
Ordnung und Klassifizierung des Wissens ebenso gefragt werden, wie nach
dem gelehrten Habitus der Protagonisten aufgeklärter Wissenskultur.
Welchen Unterschied machte es etwa, ob gelehrte Wissensproduktion sich der
Universität, dem Hof oder allein dem 'Markt' verpflichtet fühlte? Was galt
im 18. Jahrhundert als legitimer Umgang mit Wissen, was verletzte die
Grenzen des gelehrten Decorums? Welche institutionellen Mechanismen
entschieden über die Geltung ge-lehrten Wissens? Eine Beantwortung dieser
Fragen verspricht nicht zuletzt auch eine inhaltliche Präzisierung des
Begriffs der "Kulturen des Wissens".

JESUITEN UND JESUITISCHE WISSENSVERMITTLUNG IN DEUTSCHLAND

Die interdisziplinäre Forschung zur frühneuzeitlichen Wissenskultur hat
sich in den letzten Jahren verstärkt einem der wesentlichen Träger dieser
Kultur zugewandt, dem Jesuitenorden. Studien zur Rolle des Ordens für
Bildung und Ausbildung, aber auch für Wissenschaft und Künste führten
einerseits zu einer verstärkten allgemeinhistorischen Betrachtungsweise
des Wirkens der Gesellschaft Jesu, der nun immer häufiger als Brennpunkt
zeittypischer Entwicklungen und Strukturen verstanden wird. Die Geschichte
des Ordens wird dabei nun als Teil der frühneuzeitlichen Wissens-,
Wissenschafts- und Bildungsgeschichte verstanden und mit entsprechenden
Methoden und Fragestellungen bearbeitet. Andererseits wurde im Zuge dieser
Studien verstärktes Gewicht auf die Analyse einzelner Personen (z. B.
Athanasius Kircher), Institutionen (z. B. Collegium Romanum), Disziplinen
(z. B. Physik/Astronomie und G. Galilei) und Medien (z. B.
Kirchenausstattun-gen) gelegt. Beiträge sollen sowohl in chronologischer
wie in geographischer Hinsicht bisher vernachlässigte Gebiete genauer
untersuchen, etwa die Spätzeit des Ordens bis zu seiner Aufhebung 1773.
Auch soll eine Schwerpunktsetzung auf die deutschsprachigen
Ordensprovinzen in der Spätzeit des Ordens neues Vergleichs- und
Analysematerial fördern.

KULTUR DES POLITISCHEN WISSENS IM DEUTSCHSPRACHIGEN RAUM DES FRÜHEN 18.
JAHRHUNDERTS

Es gehoert zu den Stereotypen über die deutschsprachige Aufklärung, dass
sie im Unterschied zur französischen und englischen Aufklärung bis ins
späte 18. Jahrhundert weitgehend unpolitsch geblieben sei und sich eine
bürgerliche Öffentlichkeit allererst im privaten Raum der Familie und des
musischen Zirkels eingeübt habe. Tatsächlich ist in den letzten
Jahrzehnten durch die Presseforschung der Nachweis erbracht worden, dass
sich politische Zeitschriften sowie frei verkäufliche Zeitungen im
deutschsprachigen Raum bereits seit dem Ende des 17. Jahrhunderts
etablieren konnten und schon im frühen 18. Jahrhundert weitaus mehr
deutsche politische Zeitungen existierten als in England und erst recht in
Frankreich. In der jüngeren Geschichtswissenschaft verdankt sich die
zunehmende Anerkennung der Bedeutung des öffentlichen politi-schen
Diskurses einem verstärkten Interesse an den politischen Institutionen des
Reiches und der Reichskreise. Beiträge sollen einen interdisziplinäre
Diskussion der Kultur des politischen Wissens im deutschsprachigen Raum
ermöglichen.

DIE ERZIEHUNG DES AUGES. WISSEN UND VISUELLE PRAXIS

Thema der Sektion sollen bildliche und benachbarte Formen der visuellen
Darstellung von Wissen sein. Dabei schließt die Darstellung von Wissen,
dessen Hervorbringung ein und es stellt sich die Frage, inwiefern aus
diesem Zusammenspiel auch Veränderungen bildnerischer Verfahren erfolgten,
die sich nicht allein auf der Ebene darstellerischer Intentionen
beschreiben lassen. Die Beiträge könnten an einige wichtige Arbeiten zur
Geschichte visueller Kulturen des Wissens anknüpfen. Hingewiesen sei hier
auf die These vom Niedergang visueller Bildung im 18. Jahrhundert; auf den
Prozess der Nobilitierung und Diskreditierung er Curiositas als mentale
Disposition und Habitus in den Wissenschaften oder auf eine
Konzeptualisierung des Sehens als quasi taktile Beziehung zur physischen
Welt, die als frühneuzeitliche Tradition mit dem 18. Jahrhundert endete.
Leitfragen der Sektion sind, auf welche Weise visuelle Praktiken, die
Inhalte und Konzepte von Wissen (mit)erzeugen und/oder verkörpern, sowie
als Formen der Kommunikation Wissen vermitteln, popularisieren usw.

ÄSTHETIK ZWISCHEN NORM UND GESCHICHTLICHKEIT

Die Geschichtlichkeit der Ästhetik ist keine genuine Entdeckung des 18.
Jahrhunderts, aber im 18. Jahrhundert werden die Konsequenzen dieser
Einsicht in die Geschichtlichkeit theoretisch vollzogen. Beiträge können
thematisieren, wie diese Konsequenzen aussehen und ob erst die Einsicht in
die Geschichtlichkeit ästhetischer ‚Normen' die Erprobung anderer, neuer
Ausdrucksformen in den einzelnen Künsten ermöglicht hat. Wie verlaufen die
Wege der Vermittlung des Wissens von Ästhetik im 18. Jahrhundert? Lässt
sich feststellen, ob in bestimmten Genres – etwa der philosophischen
Abhandlung oder dem Lexikonartikel – normative Ästhetiken eher zu finden
sind als solche, die der Geschichtlichkeit Rechnung tragen? Falls ja, was
sind die Ursachen hierfür? Bewegt sich die Kultur des Wissens von Ästhetik
im Laufe des 18. Jahrhunderts von Normativität zur Geschichtlichkeit?
Handelt es sich dabei um zeitgleiche, parallele Erscheinungen? Fällt die
Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen je nach den einzelnen Künsten
unterschiedlich aus?

Hauptvorträge auf der DGEJ-Tagung werden gehalten von Prof. Dr. Walter Ch.
Zimmerli (Wolfsburg): Wissenskulturen des 18. und des 21. Jahrhunderts /
Prof. Dr. Martin Mulsow (New Brunswick): Die Transmission verbotenen
Wissens / Prof. Dr. Bettina Wahrig (Braunschweig): Das allgemeine Beste
und die Gifte / Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider
(Wolfenbüttel/Leipzig): Die Konstruktion des allgemeinen Wissens

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Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider

Herzog August Bibliothek
Lessingplatz 1
38304 Wolfenbüttel

05331-808246
05331-808277
schneiderhab.de

Homepage der DGEJ mit CFP:
<http://dgej.hab.de/tag2006.html>
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Reference:
CFP: Kulturen des Wissens im 18. Jh. (Wolfenbuettel, Oct 06). In: ArtHist.net, Jul 23, 2005 (accessed Apr 19, 2024), <https://arthist.net/archive/27395>.

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