3 W2-Professuren, Kassel

Kassel
Bewerbungsschluss: 30.01.2019

Drei W2-Professuren (Tenure Track) „Kunst und Gesellschaft“, „Kunst und Wissen“ sowie „Kunst und Ökonomien“ befristet zunächst für die Dauer von sechs Jahren mit der Möglichkeit der unbefristeten Übertragung einer W 2 – Professur im Fall der Bewährungsfeststellung durch (Tenure-) Evaluation.

Land Hessen, Stadt Kassel, documenta und Museum Fridericianum gGmbH und Universität Kassel haben sich auf den Aufbau eines documenta Instituts am Ort der alle fünf Jahre stattfindenden Weltkunstausstellung verständigt. Ziel ist es, eine unabhängige wissenschaftliche Einrichtung mit internationaler Sichtbarkeit zu etablieren, die die Geschichte und jeweils neue Gegenwart der documenta zum Anlass und Ausgangspunkt für transdisziplinäre Forschungsvorhaben nimmt. Unter der thematischen Klammer der „Ausstellung“ als einer Form der Selbstthematisierung von Gesellschaft sollen die Beziehungen zwischen Kunst und Gesellschaft, Kunst und Wissen sowie Kunst und Ökonomie analytisch erschlossen werden. Das documenta Institut basiert maßgeblich auf den Beständen des documenta archivs und integriert diese vollumfänglich. Es soll zu einem führenden Forschungsinstitut und kulturellen Begegnungsort zwischen den documenta Ausstellungen für ein internationales Publikum sowie für die Bürgerinnen und Bürger der Region werden. Um diese inhaltliche Konzeption zu ermöglichen, werden neben einer bereits bestehenden, in der Kunsthochschule angesiedelten documenta Professur drei Professuren in den Fachbereichen Geistes- und Kulturwissenschaften, Gesellschaftswissenschaften und Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung ausgeschrieben. Für alle Professuren wird eine Zweitmitgliedschaft in der Kunsthochschule und eine Mitwirkung im geplanten fachbereichsübergreifenden Zentrum für Ausstellungsstudien der Universität Kassel erwartet. Zu den Dienstaufgaben gehören weiterhin die Wahrnehmung von Lehraufgaben in den Studiengängen des jeweiligen Fachbereichs und der Kunsthochschule, die Mitarbeit im Bereich der strukturierten Doktorandenausbildung und die Mitwirkung in der akademischen Selbstverwaltung. Erfahrungen in der Einwerbung von Drittmitteln sind sehr erwünscht. Gesucht werden Personen aus allen akademischen Disziplinen mit internationaler Sichtbarkeit aufgrund herausragender Forschungsbeiträge sowie mit der Bereitschaft zu transdisziplinärer Forschungskooperation. Einstellungsvoraussetzungen sind neben der Promotion und universitärer Lehrerfahrung eine Habilitation oder zusätzliche wissenschaftliche Leistungen in den unten genannten Schwerpunkten der jeweiligen Ausschreibung. Von den Bewerberinnen und Bewerbern wird ein Konzept für innovative Forschung und Lehre mit Bezug zum geplanten documenta Institut erwartet.

W2-Professur „Kunst und Gesellschaft“
Die Professur forscht und lehrt zu den Bezügen zwischen zeitgenössischer Kunst und Gesellschaft im Kontext von Ausstellungen. Im Vordergrund stehen Fragen der öffentlichen diskursiven, wissenschaftlich-reflexiven, sprachlich-kommunikativen und ästhetischen (literarischen, filmischen, visuellen usw.) Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst, der ge-sellschaftlichen Erwartungen an zeitgenössische Kunst sowie ihrer Rezep-tion. Auch Fragen der Vermittlung von Kunst in die gesellschaftliche Öf-fentlichkeit (Öffentliche Programme, Kunstvermittlung, Ausstellungskata-loge, Kunstkritik usw.) sind Gegenstand von Forschung und Lehre der Professur. Die geistes-, kultur- und kunstwissenschaftliche Perspektive findet besondere Beachtung. Für Rückfragen stehen Ihnen Prof. Dr. Andreas Gardt, Institut für Germa-nistik (Tel.: 0561/804-3327; gardtuni-kassel.de) sowie Prof. Dr. Nora Sternfeld, Kunsthochschule Kassel (Tel.: 0151/684 04 568; no-ra.sternfelduni-kassel.de) zur Verfügung.

W-2 Professur „Kunst und Wissen“
Die Professur forscht und lehrt zu den Wissenspraktiken künstlerischer und angewandter Gestaltung im Kontext von Ausstellungen. Sie unter-sucht zum einen die künstlerischen, kuratorischen und gestalterischen Schaffensprozesse und deren Wissenskulturen. Zum anderen analysiert sie, wie Wissen in die entstehenden Artefakte eingeschrieben wird, wie die Artefakte rezipiert werden und wie sie Wissen produzieren. Die räum-liche Dimension des Mediums Ausstellung findet besondere Beachtung. Lehre und Forschung nutzen vielfältige analytische und experimentelle Zugänge und Methoden. Für Rückfragen stehen Ihnen Prof. Philipp Oswalt, Institut für Architektur (Tel: 0561/804-3632; oswaltasl.uni-kassel.de) sowie Prof. Dr. Nora Stern-feld, Kunsthochschule Kassel (Tel.: 0151/684 04 568; nora.sternfelduni-kassel.de) zur Verfügung.

W2-Professur „Kunst und Ökonomien“
Die Professur forscht und lehrt zu den Schnittpunkten zwischen einer Ökonomie des künstlerischen Schaffens, einer Ökonomie der diskursiven Inwertsetzung, einer Ökonomie der ausstellenden Präsentierung sowie einer Ökonomie der kunsthändlerischen Einpreisung. Dabei sind einschlägige wissenschaftliche Beiträge genauso wichtig wie Beiträge künst-lerischer Forschung. Die gesellschafts- oder kunstwissenschaftliche Perspektive findet besondere Beachtung. Für Rückfragen stehen Ihnen Herr Prof. Dr. Heinz Bude, Fachgruppe So-ziologie (Tel.: 0561/804-2878; budeuni-kassel.de) sowie Prof. Dr. Nora Sternfeld, Kunsthochschule Kassel (Tel.: 0151/684 04 568; no-ra.sternfelduni-kassel.de) zur Verfügung. Es gelten die Einstellungsvoraussetzungen und die Leistungsanforderun-gen gemäß §§ 61, 62, 64 des Hessischen Hochschulgesetzes. Bewerbungsfrist: 30.01.2019

Quellennachweis:
JOB: 3 W2-Professuren, Kassel. In: ArtHist.net, 09.01.2019. Letzter Zugriff 17.01.2019. <https://arthist.net/archive/19826>.

Beiträger: Philipp Oswalt

Beitrag veröffentlicht am: 09.01.2019

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