90 Jahre Spanischer Bürgerkrieg - Zum Stand des visuellen Erinnerns
Der spanische Bürgerkrieg (1936-39) leitete den Zweiten Weltkrieg ein. Die deutsche Luftwaffe hatte einen entscheidenden Anteil am Sieg der Putschisten, der Spanien bis zum Tode Francos 1975 eine Diktatur bescherte und bis heute nachwirkt. In ihm verknüpfen sich deutsche und spanische Kulturgeschichte und unterschiedliche Erinnerungskulturen - in der BRD und DDR, aber auch im Vergleich zwischen Deutschland und Spanien. Vor diesem Hintergrund möchte der Studientag die Geschichte und Aktualität des Spanischen Bürgerkriegs in Kunst, Fotografie, Denkmalpflege, Gedenkarchitektur und populären Bildmedien untersuchen.
Sonntag, 11.10.2026
Institut für Kunstgeschichte
18.30 Uhr Begrüßung durch Joris van Gastel
19.00 Uhr Abendvortrag
Michael Scholz-Hänsel: Visuelle Erinnerungen schaffen: Von der Fotomontage zur Graphic Novel.
Montag, 12.10.2026
Vormittags: Capa-Haus, Leipzig
9.30 Uhr Simon Raulf: Der Ort und seine Geschichte
Das Bild als Quelle: Fotografie und Malerei
Moderation: Michael Schol-Hänsel
10:00 Uhr
Cèlia Cuenca (Madrid): Fondos fotográficos de la Guerra Civil Espaňola en las Colecciones del Museo Reina Sofía
10:45 Uhr Pause
11:00 Uhr
Rickie Lynne Giesel (Berlin):
Am Zaun der Leichenhalle. Gerda Taros Fotografie des Spanischen Bürgerkrieges zwischen Zeugenschaft, Inszenierung und visueller Erinnerung
11:45 Uhr
Michal Sobanski (Paris): Einsamkeit am Strand. Hilflosigkeit in Picassos „La Baignade“ (1937)
12:30 Uhr
Diskussion
13:00 Uhr Mittagspause
Nachmittags.: Institut für Kunstgeschichte
Erinnerungsorte und ihre Monumente
Moderation: Sylvaine Hänsel (Münster)
14:30 Uhr
Katja Hezel: Zwischen Gedenken und Verdrängung: Das Valle de los Caídos als Schauplatz spanischer Erinnerungspolitik
15:15 Uhr
Nina Gorißen: Oriol Vilanova
16:00 Uhr Pause
16:15 Uhr
Eloise Jerothe: Gegner und Opfer des spanischen „Faschismus“ – plastisches Gedenken in Form zweier Denkmale
17:00 Uhr
Marietta Mann/ Anja Höfer: Verkannte Helden, gefeierte Märtyrer, umstrittene Opfer: Die Friedhöfe La Almudena und Père Lachaise im Spannungsfeld der Erinnerungspolitik
19 Uhr
Abendvortrag
Institut für Kunstgeschichte
Martin Schieder: Picassos Guernica – Protest, Exil und Erinnerung
Dienstag, 13.10.2026
Institut für Kunstgeschichte
Der Spanische Bürgerkrieg und sein medialer Rahmen
Moderation: Martin Schieder
9:00 Uhr
Rüdiger Reinecke (Osnabrück): Medialität im Spanischen Bürgerkrieg und in der Sozialen Revolution (1936-1939)
9:45 Uhr
Reinhold Görlinger (Berlin): Death in the Making“- Zu Robert Capas Fotografien
10:15 Uhr
Thomas Pöpper: Die Arena im Wohnzimmer: Interior Design als Medium umkämpfter Erinnerung
10:45 Uhr Pause
11:00 Uhr
Katharina Hirrle (Regensburg): Spanien als antifaschistischer Beweisraum und Gründungsmythos der DDR. Visuelles Erinnern an den Spanischen Bürgerkrieg im DEFA-Spielfilm (1956-1960)
11:45 Uhr
Ralf Junkerjürgen (Regensburg): Solange Du lebst. Der Spanische Bürgerkrieg im Kino der frühen Bundesrepublik
12:30
Diskussion
12:45 Die Capa-Häuser in Madrid und Leipzig als Erinnerungsorte
Tim Rood
13:15 Uhr
Abschlussdiskussion und Resümee
Quellennachweis:
CONF: 90 Jahre Spanischer Bürgerkrieg (Leipzig, 11-13 Oct 26). In: ArtHist.net, 17.09.2026. Letzter Zugriff 18.09.2026. <https://arthist.net/archive/54307>.