CONF 08.09.2026

Dynamiken der Erinnerungskultur in Krisenzeiten (Köln, 22 Oct 26)

TH Köln, Fakultät für Kulturwissenschaften, Ubierring 40, 50678 Köln, Raum 11, 22.10.2026
Anmeldeschluss: 15.10.2026

Christina Clausen, TU Darmstadt

Temporalitäten. Dynamiken der Erinnerungskultur in Krisenzeiten.

Der Workshop widmet sich aktuellen Debatten zu „Temporalität“ in der Krisenforschung und Erinnerungskultur und rückt die vielfältigen zeitlichen Dimensionen in den Fokus, durch die Krisen das kulturelle Gedächtnis prägen. Im Zentrum steht die Frage, ob Krisen vor allem als kurzfristige und kumulative Ereignisse wahrgenommen werden oder vielmehr als liminale Phasen des Übergangs, also als Momente, in denen tiefgreifender Wandel bevorsteht, aber noch nicht abgeschlossen ist.

Dabei werden unterschiedliche Aspekte von Zeitlichkeit in den Blick genommen, von Zeitschichten im materiellen Kulturerbe über die Dynamiken und Geschwindigkeiten von Krisen bis hin zu subjektiven Erfahrungen von Zeit und Erinnerung. Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, inwiefern Krisen als Ausnahmezustände wahrgenommen werden oder in der sogenannten „Polykrise“ zunehmend zur Normalität werden.

Anhand von Fallstudien und Beispielen untersucht der Workshop, wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in Erinnerungskulturen miteinander verschränkt sind und wie „Temporalitäten“ in Narrativen, Artefakten, Medien und sozialen Praktiken verhandelt werden.

PROGRAMM

8:30 Uhr Begrüßung und Kaffee

9:00 Uhr Einführung

9:15 Uhr Forschungsimpulse von allen Projekt-Units des FIP "Erinnerungskultur in der Krise" zum Thema "Temporalität"

10:00 Uhr Keynote 1: Prof. Dr. Ingrid Scheurmann, „Landschaft – Schnittstelle unterschiedlicher Temporalitäten. Welche Spuren welcher Geschichte erhalten wir? Welche verlieren wir?“

10:45 Uhr Kaffeepause

11:00 Uhr Keynote 2: Dr. Achim Saupe, „Pluritemporalität in der Geschichtskultur. Vielzeitigkeit denken, erfahren, darstellen“

11:45 Uhr Plenumsdiskussion

12:15 Uhr Mittagspause

13:30 Uhr Vor-Ort-Begehung Hauptgebäude der TH Köln / Besuch einer Ausstellung von Flutobjekten aus dem Ahrtal im CICS (Cologne Institute of Conservation Sciences)

15:00 Uhr Kaffeepause

15:30 Uhr Roundtables mit dem Gast Dipl.-Ing. Henning Burwitz

16:15 Uhr Präsentation der Diskussionsergebnisse der Roundtables

17:00 Uhr Ende

Veranstalter
DFG-Forschungsimpuls „Erinnerungskultur in der Krise“

Gesellschaftliche Entwicklungen prägen unsere kollektive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Insbesondere Krisen verändern, wie wir Erinnerungskultur leben und gestalten. Die Technische Hochschule Köln nimmt dieses Thema im neuen, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschungsschwerpunkt „Erinnerungskultur in der Krise“ in den Fokus. In den kommenden fünf Jahren erforscht ein transdisziplinäres Team die komplexen Wechselwirkungen zwischen Erinnerungskultur und Krisenphänomenen.

Organisation
Tilly Laaser, Daniel Lohman, Christina Clausen & Carolin Höfler
Unit 1 „Kulturgut und Erbe“
DFG-Forschungsimpuls 115 „Erinnerungskultur in der Krise“

Kosten
Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldung
Bitte bis zum 15. Oktober 2026 per Mail registrieren unter: erik-registrationf02.th-koeln.de

Quellennachweis:
CONF: Dynamiken der Erinnerungskultur in Krisenzeiten (Köln, 22 Oct 26). In: ArtHist.net, 08.09.2026. Letzter Zugriff 08.09.2026. <https://arthist.net/archive/54140>.

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