Am Kunsthistorischen Institut der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn sind in der Emmy-Noether-Gruppe „Körperform und Körpernorm. Nicht-/Behinderung in der westeuropäischen Kunst und visuellen Kultur des langen 19. Jahrhunderts“ zum 15. Januar 2027 zwei Stellen als wissenschaftliche Mitarbeiter:innen (Doc, 13 TV-L NRW, Beschäftigungsumfang 65%) zu besetzen.
Die Emmy-Noether-Gruppe „Körperform und Körpernorm“ analysiert Repräsentationen von Behinderung und Nicht-Behinderung in der westeuropäischen Kunst und visuellen Kultur des langen 19. Jahrhunderts und eröffnet dadurch Zugang zu Normen, die sich um die Funktionalität, Standardisierung und Ökonomisierung von Körpern ausgebildet haben und bis heute in Vorstellungen von ‚normaler‘, idealer oder normabweichender Körperlichkeit fortbestehen. In Anbetracht gegenwärtiger Entwicklungen der Diversifizierung und der Umsetzung gesellschaftlicher Teilhabe ist es unabdingbar, diese gewachsenen Normvorstellungen aufzubrechen und der Essentialisierung sowie Naturalisierung der Bewertung von Körpern entgegenzuwirken. Hierzu leistet die Noether-Gruppe einen innovativen Beitrag, der zudem das noch junge und zu wenig konturierte Forschungsfeld der internationalen Dis/ability Art History profiliert.
Im Rahmen der benannten Fragestellung übernehmen Sie einen Teilbereich und verfassen zu diesem Thema eine Qualifikationsschrift (Dissertation, inkl. Literatur- und Bildrecherche, Forschungsreisen), beteiligen sich an der Organisation von Veranstaltungen und präsentieren erste Forschungsergebnisse bei Konferenzen. Zudem beteiligen Sie sich an der Erarbeitung einer Datenbank zu Behinderungsdarstellungen des langen 19. Jahrhunderts entstehen. Vorausgesetzt wird die Zusammenarbeit mit allen Projektbeteiligten, die regelmäßige Teilnahme an Gruppen-Meetings und die Mitwirkung an wissenschaftlichen Veranstaltungen (Workshops, Symposien) und Science-to-Public-Formaten.
Die Anstellung erfolgt zunächst für zwei Jahre und kann nach erfolgreicher Zwischenevaluierung der Noether-Gruppe um ein weiteres Jahr verlängert werden.
Mögliche Themen für Teilbereiche:
- Unsichtbares sichtbar machen: Repräsentation von kognitiver Behinderung aus psychiatrischen Kontexten
- Intersektionale Verschränkungen in der Repräsentation von Behinderung
- Weitere Themenvorschläge sind willkommen!
Ihr Profil:
- Abgeschlossenes Studium (Master oder Äquivalent) in Kunstgeschichte, Kunstwissenschaft oder benachbarten Fächern mit Schwerpunkt auf Kunst und visueller Kultur an einer in- oder ausländischen Hochschule
- Interesse an machtkritischen und diversitätssensiblen Themen
- Erste Ideen für ein Promotionsvorhaben im Themenfeld der Emmy-Noether-Gruppe
- Selbstständige und zuverlässige Arbeitsweise
- Organisations-, Sozial- und Kommunikationskompetenz
- Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse
- Erwünscht: Gute Kenntnisse in der französischen Sprache
- Erwünscht: Erfahrungen in der Organisation von wissenschaftlichen Veranstaltungen und Science-to-Public-Formaten
Was wir bieten:
- Teamorientiertes und freundliches Arbeitsumfeld
- Finanzierung von Forschungs- und Konferenzreisen
- Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb des Forschungsprogramms der Emmy-Noether-Gruppe
- Möglichkeit zur Promotion
- Teilzeitstelle (65%) nach 13 TV-L (NRW) für bis zu 3 Jahre (2+1 Jahre)
- eine abwechslungsreiche und anspruchsvolle Tätigkeit bei einer der größten Arbeitgeberinnen der Region,
- Breite Weiterbildungsmöglichkeiten
Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ist eine internationale Forschungsuniversität mit einem breiten Fächerspektrum. 200 Jahre Geschichte, rund 31.500 Studierende, mehr als 6.000 Beschäftigte und ein exzellenter Ruf im In- und Ausland: Die Universität Bonn zählt zu den bedeutendsten Universitäten Deutschlands und wurde als Exzellenzuniversität ausgezeichnet.
Die Universität Bonn fördert eine offene, wertschätzende und diskriminierungsfreie Hochschulkultur und setzt sich aktiv für Chancengerechtigkeit sowie Familienfreundlichkeit ein. Wir streben an, strukturelle Benachteiligungen abzubauen und die Vielfalt in Forschung, Lehre und Verwaltung zu stärken. Daher begrüßen wir alle Bewerbungen, unabhängig von ethnischer oder sozialer Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung, Religion oder Weltanschauung, Behinderung sowie Alter. Bewerbungen von Frauen sowie Menschen mit Schwerbehinderung und ihnen gleichgestellten Personen werden im Rahmen des Landesgleichstellungsgesetz (LGG) NRW und des Sozialgesetzbuchs (SGB) IX bevorzugt berücksichtigt.
Bewerbung:
Folgende Unterlagen werden in einem PDF-Dokument erbeten (in Deutsch oder Englisch):
- Motivationsschreiben
- Lebenslauf (ohne Foto)
- Transcript of Records (Master oder Äquivalent)
- Zeugnisse (Studium, ggfs: Arbeitsverhältnisse)
- Skizze zum Promotionsprojekt im Untersuchungsgebiet der Emmy-Noether-Gruppe (2–5 Seiten)
- eine schriftliche Arbeitsprobe, z.B. Aufsatz, Hausarbeit oder ausführliches Kapitel aus der Abschlussarbeit (kann, aber muss nicht dem Promotionsthema entsprechen)
Interessierte werden gebeten, ihre vollständigen und aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen per E-Mail an die Emmy-Noether-Gruppenleiterin Frau Dr. Nina Eckhoff-Heindl, nina.eckhoff-heindluni-bonn.de, zu senden.
Die Bewerbungsfrist ist der 31. August 2026.
Die Bewerbungsgespräche sind für die Kalenderwoche 38 (14.-18.09.2026) geplant. Für weitere Auskünfte wenden Sie sich vorab per E-Mail an die Emmy-Noether-Gruppenleiterin Frau Dr. Nina Eckhoff-Heindl, unter der angegebenen E-Mail-Adresse.
Reference:
JOB: 2 Pos. Wiss. Mitarbeit, Kunsthistorisches Institut der Universität Bonn. In: ArtHist.net, Jun 17, 2026 (accessed Jun 17, 2026), <https://arthist.net/archive/52749>.