CFP 12.06.2026

Praktiken der Kooperation (Karlsruhe, 4-6 Nov 26)

Karlsruhe, 04.–06.11.2026
Eingabeschluss : 30.06.2026

Atelier Digitale Souveränität

Praktiken der Kooperation. Impulse für das Verbundprojekt „Digitale Souveränität für Kunsthochschulen“.

„Kooperation“ und „Zusammenarbeit“ gelten heute vielerorts als zentrale Werte und prägen nicht zuletzt die künstlerische und akademische Praxis. Gleichzeitig sind viele Ausbildungs- und Institutionsstrukturen weiterhin stark auf individuelle Leistung, Konkurrenz und klare Zuständigkeiten ausgerichtet.

Gerade im Digitalen zeigt sich dieser Widerspruch besonders deutlich, denn digitale Kooperation wird oft auf die Verwendung von digitalen Tools und Apps reduziert. Gerade in inter- und transdisziplinären Kontexten bedeutet sie jedoch auch, gemeinsame Prozesse auszuhandeln, Werkzeuge kritisch zu hinterfragen, Wissen miteinander zu teilen, Unsicherheiten auszuhalten und neue Formen des Zusammenarbeitens zu erlernen.

Mit dem Symposium „Praktiken der Kooperation“ möchten wir Kooperation und Kollaboration an Kunsthochschulen genauer untersuchen, Herausforderungen identifizieren und zugleich neue Formen der digitalen Zusammenarbeit erproben.

Wen und was wir suchen

Das Symposium versteht sich als Arbeitskonferenz im Sinne eines Raums zum gemeinsamen Denken, Testen, Ver- und Erlernen, Dokumentieren und Weiterentwickeln. Es ist ein Ort, an dem Formate, Fragestellungen und Formen der Zusammenarbeit entstehen – praktisch, kritisch, künstlerisch, technisch, pädagogisch, aktivistisch oder institutionell.

Wir suchen daher ganz verschiedene Impulse: Innovative und künstlerisch-aktivistische Prozesse, Situationen, Werkzeuge, Interventionen und Praktiken sind ebenso willkommen wie klassische wissenschaftliche Vorträge.
Wir begrüßen ausdrücklich Einreichungen von Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven, Erfahrungen und Arbeitsweisen unabhängig von institutioneller Zugehörigkeit oder akademischem Status. Besonders willkommen sind Perspektiven aus:

- Kunstgeschichte und Digital Humanities
- Kunst und Gestaltung
- digitaler Pädagogik
- Open-Source- und FLOSS-Kontexten
- Hackspaces und Community-Infrastrukturen
- Forschung und Lehre
- Aktivismus und Commons-Praxis
- kollektiven Arbeitszusammenhängen

Was uns interessiert

- Wo und wie wird digitale Kooperation gelernt?
- Welche institutionellen Strukturen fördern oder verhindern Zusammenarbeit?
- Verbinden digitale Systeme unsere Perspektiven und Arbeitsweisen, oder schaffen sie neue Grenzen, Abhängigkeiten und Ausschlüsse?
- Welche digitalen Werkzeuge passen zu einer Kultur des Teilens und gemeinsamen Lernens und zu den Arbeitsweisen, Perspektiven und Werten an Kunsthochschulen?
- Wie können Kunsthochschulen digitale Infrastrukturen gemeinschaftlich gestalten?
- Welche Erfahrungen aus Hackspaces, FLOSS-Communities oder kollektiven Kunstpraktiken lassen sich übertragen?
- Wie kann digitale Souveränität als kulturelle und pädagogische Praxis verstanden werden?
- Wie lassen sich Wissen, Verantwortung und Entscheidungsprozesse teilen?
- Wie können digitale Systeme kritisch, verständlich und gestaltbar bleiben?
- Und wie können Räume entstehen, in denen Unsicherheit, Experimentieren und Scheitern möglich sind?

Impulse einreichen

Wer mit einem Impuls zum Symposium beitragen möchte, ist eingeladen uns bis Ende Juni eine Ideenskizze zusammen mit einer Kurzvita bzw. Kurzvorstellung der beteiligten Personen (z.B. als Abstract, Skizze, Ton- oder Bilddatei, Links oder in anderer Form) an symposiumatelier-dsk.org zuzusenden.

Einreichungsfrist: 30. Juni 2026

Kontakt
Atelier Digitale Souveränität
symposiumatelier-dsk.org
https://atelier-dsk.org

Über das Verbundprojekt

Das Verbundprojekt "Digitale Souveränität für Kunsthochschulen" der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe hat zum Ziel, digitale Lehr- und Arbeitsumgebungen an Kunsthochschulen so zu gestalten, dass künstlerische Praxis auch im Digitalen frei, experimentell und kritisch bleibt.

Digitale Souveränität wird dabei nicht als individuelle Kontrolle von Technologie verstanden, sondern als kollektive kulturelle Praxis des gemeinsamen Lernens, des Teilens und der Weiterentwicklung von Wissen, Werkzeugen und Infrastrukturen.

Das Symposium „Praktiken der Kooperation“ versteht sich als offener Arbeits- und Denkraum, der Prozesse stärker in den Fokus rückt als die Präsentation fertiger Ergebnisse. Ausgerichtet wird es vom Atelier Digitale Souveränität, der hochschulübergreifenden Entwicklungs-, Beratungs- und Transferstruktur des Verbundprojekts.

Quellennachweis:
CFP: Praktiken der Kooperation (Karlsruhe, 4-6 Nov 26). In: ArtHist.net, 12.06.2026. Letzter Zugriff 12.06.2026. <https://arthist.net/archive/52689>.

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