Workshop mit Abendvortrag.
Konzeption und Organisation: Rieke Dobslaw und Dr. Isabella Augart (Kunstgeschichtliches Seminar und Kunstsammlung der Georg-August-Universität Göttingen) in Kooperation mit dem Netzwerk Italienforschung (https://www.netzwerk-italienforschung.org/).
Keynote Lecture: Prof. Dr. Christina Strunck (FAU Erlangen-Nürnberg).
Die Kunstgeschichte steht vor der methodischen Herausforderung, sowohl materielle als auch immaterielle Räume analytisch zu erfassen. Räume entstehen nicht allein durch konkrete architektonische, bildliche und materielle Strukturen, sondern ebenso in entscheidender Weise durch Ideen oder Narrative. Gerade im Zusammenspiel von gebauten Räumen, Bildräumen und imaginativen Raumkonzeptionen zeigt sich das besondere Erkenntnispotenzial des Faches. Der Workshop „Raumformungen. Bild|Raum in der Italienforschung“ greift diese Ansätze auf und bringt aktuelle Perspektiven auf räumliche Konzeptionen in der italienischen Kunst zusammen. Im Zentrum stehen dabei sowohl Fallstudien aus der Region Latium als auch methodische Fragestellungen. Das Programm umfasst außerdem einen öffentlichen Abendvortrag von Prof. Dr. Christina Strunck (FAU Erlangen-Nürnberg) sowie einen Besuch der Kunstsammlung der Universität Göttingen.
Ziel des Workshops ist es, bild- und raumtheoretische Ansätze der Bild-Raum-Wissenschaft produktiv für die Italienforschung zu erproben und unterschiedliche theoretische Positionen miteinander ins Gespräch zu bringen. Der Workshop entsteht in Kooperation mit dem Netzwerk Italienforschung.
Eine Teilnahme am Abendvortrag ist auch Online per BigBlueButton möglich: https://www.uni-goettingen.de/de/615958.html.
Die Veranstaltung wird gefördert von der Graduiertenschule für Geisteswissenschaften Göttingen (GSGG).
Mittwoch, 10. Juni 2026
12:30
Ankunft am Kunstgeschichtlichen Seminar (Nikolausberger Weg 15, 37073 Göttingen)
13:30
Rieke Dobslaw und Dr. Isabella Augart (Göttingen)
Begrüßung
14:00
Leonie Groblewski (Marburg)
Die imaginäre Stadt – Erleben und Erinnern der Ewigen Stadt im digitalen Zeitalter
15:00
Gemeinsamer Besuch der Kunstsammlung
16:30
Pause
18:30
Prof. Dr. Christina Strunck (Erlangen-Nürnberg)
Abendvortrag
Embodiment im (neo-)barocken Erkenntnisraum: Funktionen und Wirkmechanismen immersiver Bild-Raum-Ensembles am Beispiel von Falconet und Turrell
im Anschluss gemeinsames Abendessen
Donnerstag, 11. Juni 2026
9:00
Verena Hake (Aachen)
Vom Salone della Fontana zur Loggetta: Eine Bild-Raum-Erfahrung in der Villa d'Este zu Tivoli
9:45
Michael Barg (München)
Natur formen, Kunst schaffen, Mythen inszenieren: Die Grotte als Dritter Raum und die Verwandlung der Landschaft in der Villa d’Este in Tivoli und im Palazzo Farnese in Caprarola
10:30
Pause
11:00
Dr. Steffen Zierholz (Zürich)
Andrea Pozzos liminale Bilder|Räume
11:45
Leonie Drees-Drylie (Münster)
Die „Herkulische Wahl" als Thema römischer Ausstattungskonzepte um 1600 und die Dynamiken des Entscheidens im Spannungsfeld von Mythos, Raum und Performanz
12:30
Abschlussdiskussion
Reference:
CONF: Raumformungen. Bild|Raum in der Italienforschung (Göttingen, 10-11 Jun 26). In: ArtHist.net, May 27, 2026 (accessed May 27, 2026), <https://arthist.net/archive/52566>.