CFP 12.03.2011

Album - Magazine for Photography, issue #2

Eingabeschluss : 15.04.2011

Album-Redaktion

[For English version please scroll down]

Album, Magazin für Fotografie Ausgabe #2 nimmt die Frage nach der
Einzigartigkeit von Fotografien in den Blick: Wie neu, wie ungesehen
können Bilder heute noch sein? Welche künstlerischen Möglichkeiten
liegen in der Dopplung von Motiven? Welche Konzepte spielen mit der
Wiederholung und der Wiedererkennbarkeit?

Im Internet kursieren Bilddatenmengen und wachsen ins Unermessliche:
Jede Straße ist abfotografiert und per Suchmaschine im Netz auffindbar,
jeder Geburtstag, jeder Urlaub wird dokumentiert und zur Ansicht
hochgeladen.
Bei dieser Fülle an Material bleiben Ähnlichkeit und Dopplung nicht aus,
so dass es nahe liegt, sich an den Datenbanken, den Rand- und
Zufallsprodukten im Netz zu bedienen, um sie für die eigene Arbeit zu
nutzen: Neugestaltung und Kuratieren, Sampling und Reinszenierung gelten
als künstlerische Umgangsweisen mit den Abbildungswelten im Internet.

Während es bei genauem Hinsehen kaum noch möglich scheint, ein
einzigartiges Foto hervorzubringen, reizt es umso mehr, mit dem
fotografischen Doppelgängertum aktiv umzugehen und zu spielen:
Historische Aufnahmen, Laienfotos und anderes Bildmaterial werden zur
Grundlage für künstlerische Konzepte, die Album #2 zum Thema nimmt. Es
geht um Vorbild und Nachbildung, um Kopieren und Nachstellen, um
Re-Kontextualisieren und Wiedererkennen; nicht zuletzt auch um die Angst
vor der Begegnung mit eigenen Bildideen, Motiven und Konzepten, die
andere genauso hatten sowie um den bewussten, selbstironischen Umgang
damit.

Wir bitten um Einsendungen fotografischer und fototheoretischer*
Positionen, die sich mit Same/Same auseinandersetzen, mit:

- dem gefundenen Gleichen
- dem bewusst Gedoppelten
- dem zufällig Identischen
- dem bewundernd Abgekupferten / Kopierten / Nachgestellten
- dem angeblich Ähnlichen
- dem abfotografiert-Fotografierten
- dem sich nur geringfügig Unterscheidenden
- dem fragwürdigen Original
- dem Wiederaufgegriffenen
- dem Zwillingsbild

submit@album-magazin.de
bis zum 15. April 2011

Album erscheint auf Deutsch und Englisch. Texte bitte als Exposé mit
nicht mehr als 5000 Zeichen.

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Album Magazine issue #2 examines the question of the singularity of
photographs: how new and unseen can pictures still be today? Which
artistic possibilities lie in the doubling of motifs? Which concepts
play with repetition and recognition?

A large amount of image data circulates in the internet and is becoming
vast: Every street is photographed and able to be found using a search
engine, every birthday, and every vacation is documented and uploaded
for viewing. With this amount of material, there is no shortage of
similarity and doubling so it is natural to use databanks, the fringe
and chance products in the web for your own work: New design and
curation, sampling and re-enactment are considered to be artistic
approaches for the image worlds in the web.

Upon closer examination, while it still seems possible to produce a
unique photo, it is that much more fascinating to actively handle and
play with photographic doppelgangers: Historical shots, amateur photos
and other image material all become the basis for artistic concepts,
which Album #2 selects as its topic. This concerns model and replica,
copying and simulation, re-contextualization and recognition. And
ultimately it is concerned with the fear of encountering one's own
pictorial ideas, motifs and concepts as well as the conscious,
self-ironic way of handling it.

We invite you to submit photographic and theoretical* positions which
deal with the idea of Same/Same:

- the found similarity
- the conscious doubling
- the coincidental identicalness
- the admiringly cribbed / copied / replicated
- the supposedly similar
- the photographed photographed
- the hardly different
- the questionable original
- the revisited
- the twin image

submit@album-magazin.de
until April 15, 2011

Album is published in German and English. If you're submitting texts,
please provide us with an abstract with no more than 5,000 characters.


Quellennachweis:
CFP: Album - Magazine for Photography, issue #2. In: ArtHist.net, 12.03.2011. Letzter Zugriff 03.10.2026. <https://arthist.net/archive/1053>.

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